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Maßnahmen der Arbeitsagentur / des Jobcenters

Die Berufsbildungsstätte Elmshorn der Handwerkskammer Lübeck führt in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und den Jobcentern die folgenden Maßnahmen durch:

Behindertenspezifische Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB Reha)

Jugendliche bzw. junge Erwachsene bis 25 Jahre werden in dieser Maßnahme bei der Berufswahl bei unterstützt und auf eine Berufsausbildung vorbereitet. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Anerkennung der Agentur für Arbeit als Rehabilitant/in.

Information zur Behindertenspezifische Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen über das persönliche Budget (§17 SGB IX)

Die Teilnehmer werden in ihrer Berufsausbildung fachtheoretisch und sozialpädagogisch begleitet und unterstützt durch Nachhilfe in der Theorie und mit Prüfungsvorbereitung und bei der Bewältigung von Alltagsproblemen. Ziel ist es, eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und die Teilnehmer auf die wachsenden Anforderungen im Bereich der Selbstorganisation und Problemlösung in der Arbeitswelt vorzubereiten und damit  eine dauerhafte berufliche Eingliederung zu ermöglichen. Der Teilnehmer muss als Rehabilitand durch die Agentur für Arbeit anerkannt sein. 

Maßnahmen für junge Flüchtlinge

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben jeweils ein handwerksspezifisches Programm aufgelegt, mit dem in den Jahren 2016 bis 2018 bis zu 10.000 junge Flüchtlinge mit gesichertem Aufenthaltsstatus in den überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks auf eine Ausbildung im Handwerk vorbereitet und nach Möglichkeit in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis im Handwerk gebracht werden sollen. Kern der Initiative ist eine Berufsorientierung in zwei Stufen. Die BA hält das Programm "Perspektive für junge Flüchtlinge im Handwerk (PerjuF-H)" bereit, mit dem eine allgemeine Berufsorientierung durchgeführt und mit der die jungen Flüchtlinge an das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem herangeführt werden sollen. Mit der Förderrichtlinie "Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)" des BMBF soll eine vertiefte fachliche Berufsorientierung zur unmittelbaren Einmündung in eine Ausbildung erfolgen.

Perspektiven für junge Flüchtlinge im Handwerk (PerJuF Handwerk)

Ziel ist es,  jungen Flüchtlingen Orientierung im deutschen Ausbildungs- und Beschäftigungssystem zu geben. Sie werden an das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem insbesondere im Handwerk herangeführt, lernen Rahmenbedingungen und Anforderungen in verschiedenen Ausbildungen und Berufsfeldern des Handwerks kennen und erhalten die notwendigen berufsbezogenen Sprachkenntnisse, damit sie eine eigenständige Berufswahlentscheidung treffen können und vorrangig eine Ausbildung aufnehmen. Nach einer Einstiegsphase lernen die Teilnehmer in unseren Lehrwerkstätten verschiedene Ausbildungsberufe kennen, eine Vertiefung der Kenntnisse erfolgt in der sich anschließenden Betriebsphase. Während der gesamten Dauer werden außerdem berufsbezogene Sprachkenntnisse vermittelt.

Die nächste Maßnahme beginnt voraussichtlich am 01.08.2017

Ansprechpartner sind Frau Mahdi und Frau Welkert, Tel. 0157/71110394

Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)

Mit der „Berufsorientierung für Flüchtlinge - BOF“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten junge Flüchtlinge vertiefte Einblicke in Ausbildungsberufe des Handwerks. Während der gesamten Maßnahme werden sie von einem Projektbegleiter individuell unterstützt. BOF gliedert sich in Werkstatttage, welche in unseren Lehrwerkstätten stattfinden, und eine sich anschließende Betriebsphase. Während der gesamten Dauer werden außerdem berufsbezogene Sprachkenntnisse vermittelt.

Im Anschluss sollen die Teilnehmenden direkt an einen Ausbildungsbetrieb vermittelt werden. Ist ein direkter Übergang in eine Ausbildung nicht möglich, können sie in einer weiterführenden Maßnahme (z.B. in einer Einstiegsqualifizierung oder einem betrieblichen Orientierungspraktikum) bis zum Beginn der Ausbildung weiter.

BOF ist Teil der gemeinsamen Qualifizierungsinitiative „Wege in Ausbildung für Flüchtlinge“ des BMBF, der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und wird durch das BMBF gefördert.

Die nächste BOF-Maßnahme beginnt am 10.07.2017

Ansprechpartner sind Frau Biskup und Herr Jahns, Tel. 0157/75832022

Das Handlungskonzept PLuS – Praxis, Lebensplanung und Schule

Die Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen und der möglichst direkte Anschluss vor allem in betriebliche Ausbildung soll gefördert werden. Zusätzlich soll die Anzahl der Schüler und Schülerinnen, die einen ersten allgemeinbildenden Schulabschluss erreichen, erhöht werden.

Der erfolgreiche Schulabschluss und der Übergang von der allgemeinbildenden Schule in die Ausbildung eröffnet einerseits die Chance auf Teilhabe in Beruf und Gesellschaft, zum anderen kann dadurch auch dem Fachkräftemangel begegnet werden.

Das HK PLuS ist ein eigenständiges Instrument neben bereits vorhandenen Programmen (Berufseinstiegsbegleitung /BerEb nach §49 SGB III, Berufsorientierungsprogram/BOP, „Initiative Inklusion“, „ÜSB“) und ist eine bereichernde Ergänzung der schulischen Berufsorientierung im Übergang Schule-Beruf.

Projektpartner dieser Maßnahme sind 

  • Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, Elmshorn
  • Bildungs- und Förderstätte Himmelmoor, Quickborn
  • Berufsbildungsstätte der Handwerkskammer Lübeck
  • Brücke Elmshorn
  • Berufliche Bildung im DHB, Pinneberg

Das Projekt wird durch das Ministerium für Schule und Berufsbildung (MSB), die Regionaldirektion Nord (RD Nord) und dem Landesprogramm Arbeit mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.