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Dein Auslandspraktikum

Du möchtest ein anderes Land kennenlernen und dort Arbeitserfahrung sammeln? Dann bist du hier genau richtig: Die Mobilitätsberaterinnen der Handwerkskammer beraten dich gerne im Rahmen der „Berufsbildung ohne Grenzen“ zu deinem Auslandspraktikum in Europa.


Mit einem Praktikum im Ausland kannst du deinen Horizont erweitern und neue Kulturen entdecken. Egal in welchem Gewerk du beheimatet bist – du lernst neue Arbeitsweisen in ausländischen Betrieben kennen und verbesserst ganz nebenbei deine Sprachkenntnisse. Bis zu einem Viertel der Berufsausbildung kann im Ausland absolviert werden. Bereits im ersten Jahr nach der Ausbildung oder nach einer Weiterbildung – zum Beispiel zum Meister – kannst du mit unserer Unterstützung und einer finanziellen Förderung berufliche Auslandserfahrungen sammeln.

Ansprechpartner

Maike Kroschowski

Projektkoordinatorin „Berufsbildung ohne Grenzen“

Telefon: 0451 1506-267
Fax: 0451 1506-252
mkroschowski@hwk-luebeck.de

Patricia Ortin-Krause

Projektkoordinatorin "Berufsbildung ohne Grenzen", Deutsch-Französischer Lehrlingsaustausch

Telefon: 0451 1506-264
Fax: 0451 1506-252
portin-krause@hwk-luebeck.de

Gruppenfahrten

Interesse Häuser in Estland zu bauen? Oder Haare zu schneiden auf Malta? Dann lass dich ganz unverbindlich von uns beraten. Wir organisieren jedes Jahr Gruppenfahrten. Hier verraten wir dir, wann es wieder losgeht und wie du mitmachen kannst.

Individuelle Entsendung in Europa

Ein ganz individuelles Auslandspraktikum ist jederzeit in vielen europäischen Länder möglich. Die Dauer beträgt meist drei bis vier Wochen, kann aber auch bis zu drei Monate gehen. Die Länge deines Praktikums solltest du individuell mit deinem Ausbildungsbetrieb in Deutschland und dem Betrieb im Ausland besprechen. Generell kannst du auch das Land innerhalb Europas, in dem du dein Praktikum machen möchtest, frei wählen. Die Handwerkskammer hat in vielen Ländern Partner vor Ort, die bei der Praktikumsplatzsuche helfen.

Individuelle Entsendung weltweit

Auch individuelle Auslandspraktika über die Grenzen von Europa hinweg sind möglich. Dank dem Förderprogramm AusbildungWeltweit des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden praxisorientierte Auslandsaufenthalte weltweit finanziell unterstützt. Das Praktikum kann zwischen drei Wochen und drei Monaten dauern. Als Zielländer sind alle Länder möglich, die nicht der EU angehören, zum Beispiel Großbritannien, Schweiz, USA, China und Australien.

Wir beraten dich

Die Mobilitätsberaterinnen der Handwerkskammer Lübeck bieten eine unverbindliche Beratung zu allen wichtigen Themen rund um das Auslandspraktikum (Inhalt, Dauer, Ablauf, Fördermöglichkeiten) an. Außerdem unterstützen Sie Interessenten gerne bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsbetrieb. Sie helfen auch bei der optimalen Vorbereitung des Praktikums: Im Vorfeld des Praktikums werden alle wichtigen Themen mit den Teilnahmern besprochen. Weitere Informationen stehen auf der Internetseite Berufsbildung ohne Grenzen zur Verfügung.

Fragen zum Praktikum (FAQ)

Wer kann sich bewerben?

  • Azubis im zweiten oder dritten Lehrjahr in einem Handwerksbetrieb
  • Gesellen im ersten Jahr nach Abschluss der Ausbildung
  • Meister im ersten Jahr nach der Meisterprüfung

Welche Voraussetzungen gibt es?

Du solltest Grundkenntnisse in Englisch mitbringen, um dich verständigen zu können. Sprachkenntnisse des jeweiligen Landes sind jedoch keine Voraussetzung. Wichtig ist die Freistellung durch deinen Betrieb und deine Berufsschule. Außerdem musst du zum Zeitpunkt der Ausreise volljährig sein. Davon ausgenommen ist die Gruppenfahrt nach Frankreich.

Muss ich mir selbst einen Praktikumsbetrieb suchen?

Die Handwerkskammer unterstützt dich bei der Praktikumsplatzsuche über ihr nationales Netzwerk und ihre Partner in verschiedenen europäischen Ländern. Gerne kannst du dich aber auch selbst auf die Suche machen oder bereits bestehende Kontakte nutzen, um einen Praktikumsplatz zu finde.

Gibt es eine Förderung?

Das Auslandspraktikum ist laut Berufsbildungsgesetz Teil der Ausbildung. Das bedeutet: Wer im Ausland ein Praktikum macht, bekommt weiterhin seinen Lohn gezahlt. Die Handwerkskammer unterstützt dich zudem mit einem Erasmus+ Stipendium bei den Fahrt-, Aufenthalts- und Versicherungskosten. Erasmus+ ist das Förderprogramm der Europäischen Union zur Förderung der Mobilität von Auszubildenden, Schülern und Berufstätigen. Je nach Zielland können so bis zu 100 Prozent der Kosten gedeckt werden. Ein Förderungsbeispiel: Wenn du für drei Wochen Praktikum in Spanien 1.108 Euro erhältst, sind davon 833 Euro Aufenthaltszuschuss und 275 Euro Reisekostenzuschuss. 80 Prozent der Summe werden dir vor der Ausreise überwiesen, 20 Prozent erhälst du nach Rückkehr und Abgabe aller erforderlichen Unterlagen.

Wie unterstützt dich die Handwerkskammer?

Wir bieten dir ein Eramsus+ Stipendium zur finanziellen Unterstützung deines Auslandspraktikums. Außerdem schließen wir eine zusätzliche Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung für dich ab. Mit uns hast du einen Ansprechpartner vor Ort, der dir hilft. Zudem unterstützen wir dich bei deiner Planung und zum Beispiel bei der Organisation deiner Unterkunft und An- und Abreise. Nicht zuletzt stellen wir dir eine Teilnahme-Bestätigung aus: den europaweit anerkannten Europass.

Welches Mitspracherecht haben mein Betrieb und die Berufsschule?

Deine Berufsschule muss dich für die Zeit deines Praktikums freistellen. Das dafür vorgesehene Formular erhältst du zusammen mit deinen Bewerbungsformularen von der Handwerkskammer. Auch dein Betrieb muss dich freistellen und dir deinen Lohn weiterzahlen während du im Praktikum bist. Es ist nicht möglich, diesen Auslandsaufenthalt in deiner Urlaubszeit zu absolvieren.

Kann ich mir den Zeitraum und das Land aussuchen?

Wenn du alleine oder mit einem anderen Auszubildenden beziehungsweise Gesellen zusammen ein Auslandspraktikum machen möchtest, können wir ganz individuell einen Zeitraum mit dem Betrieb im Ausland abstimmen. Generell kannst du auch das Land in Europa frei wählen. Wir haben in vielen Ländern Partner vor Ort, die uns bei der Praktikumsplatzsuche helfen. Wenn du an einer Gruppenfahrt teilnehmen möchtest, ist der Zeitraum von uns vorgegeben. Jedes Jahr finden zu unterschiedlichen Zeiten Gruppenfahrten statt, an denen verschiedene Gewerke teilnehmen können.

Was bedeutet Berufsbildung ohne Grenzen?

„Berufsbildung ohne Grenzen“ ist das Beraternetzwerk der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammern rund um Auslandsaufenthalte während der beruflichen Bildung und Ansprechpartner für Unternehmen, Auszubildende, junge Fachkräfte und internationale Organisationen. Die Mobilitätsberater bieten Unterstützung bei dem Blick über den beruflichen Tellerrand. www.berufsbildung-ohne-grenzen.de