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Montagearbeiten in Norwegen

Abschaffung Fiskalvertreterpflicht

Die Dienstleistungserbringung in Norwegen unterliegt in der Regel norwegischem Umsatzsteuerrecht. Auch grundstücksbezogene Leistungen müssen unabhängig von Sitz und Nationalität des Auftraggebers dort besteuert werden. Eine Steuerschuldumkehr für Haupt- und Subunternehmer ist nur in Ausnahmefällen (zum Beispiel Arbeitnehmerüberlassung) möglich. 

Wer innerhalb von zwölf Monaten in Norwegen Dienstleistungen im Wert von mehr als 50.000 NOK ausführt, wird umsatzsteuerpflichtig und muss sich über einen zugelassenen Fiskalvertreter im Umsatzsteuerregister registrieren. Dies gilt auch für Subunternehmer. Der norwegische Umsatzsteuersatz beträgt für die meisten Leistungen 25 %.

Die Pflicht für EU-Unternehmen zur Bestellung eines in Norwegen ansässigen Fiskalvertreters ist zum 1. April 2017 entfallen.

Änderungen bei der Umsatzsteuer 2017

(GTAI) Zum 1.1.17 hat Norwegen ein neues Meldeformular für die Umsatzsteuer eingeführt: „skattemelding for merverdiavgift

Der Hintergrund: Das neue Formular bildet eine materielle Rechtsänderung ab. Beginnend 2017 bezahlen Steuerpflichtige, die Güter einführen, die Einfuhrumsatzsteuer nicht mehr im Zeitpunkt der Einfuhr. Stattdessen wird sie in ein und demselben neuen Meldeformular gleichzeitig gemeldet und aufgerechnet. Dies hat positive Auswirkungen auf die Liquidität des Steuerpflichtigen. Voraussetzung ist allerdings eine Registrierung zur Umsatzsteuer in Norwegen. Fehlt diese, muss auch zukünftig Einfuhrumsatzsteuer bei der Einfuhr gezahlt werden.