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Coronavirus: Aktuelle Informationen

Auf dieser Seite bündeln wir die wichtigsten und aktuellsten Informationen für Handwerksbetriebe über die Coronakrise.

2. April: Verordnung in Schleswig-Holstein aktualisiert - Welche Betriebe dürfen ihrer Tätigkeit nachgehen?

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat am 2. April 2020 durch eine aktualisierte  Landesverordnung die Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus angepasst. Diese Verordnung gilt bis einschließlich 19. April 2020.

Liste der erlaubten Verkaufsstellen sowie Dienstleistungs- und Handwerkstätigkeiten

Das Gesundheitsministerium SH stellt auf den Internetseiten der Landesregierung eine sogenannte Positivliste mit den erlaubten Verkaufsstellen sowie den erlaubten Dienstleistungs- und Handwerkstätigkeiten. Die Liste wird ständig aktualisiert und an die Lage im Land angepasst.

Hinweis: Bei der Auflistung handelt es sich nicht um eine abschließende Liste, sondern es sind vor allem Tätigkeiten aufgenommen worden, bei denen es Klarstellungsbedarf gab. Auch wenn Dienstleister und Handwerker nicht in dieser Liste genannt werden, können sie grundsätzlich weiter ihrer Tätigkeit nachgehen, wenn die Vorgaben der Verordnung entsprechend der  folgenden Abschnitte eingehalten werden.

Grundsatz: Welche Betriebe dürfen ihrer Tätigkeit nachgehen?

Grundsätzlich können Dienstleister und Handwerker ihrer Tätigkeit nachgehen, sofern ein enger persönlicher Kontakt zum Kunden ausgeschlossen ist.

Bei eher sachbezogenen Leistungen (zum Beispiel Dachdecker, Installateur oder Schornsteinfeger) ist der Abstand zum Kunden von circa zwei Metern unproblematisch einhaltbar. Der Dienstleister beziehungsweise der Handwerker nimmt die Tätigkeit ohne die Zuarbeit des Kunden wahr. Diese Tätigkeiten sind daher erlaubt.

Bei eher personenbezogenen Leistungen (zum Beispiel Nagel-, Kosmetik-, Tattoo-Studios, Fußpflege oder Friseure) ist der Kundenkontakt unmittelbar und auch notwendig für die Verrichtung der Tätigkeit. Diese Betriebe müssen ihre Tätigkeit aus Gründen des Infektionsschutzes einstellen.

Ausnahme für die Gesundheitsberufe

Die Tätigkeiten des Gesundheitshandwerkes sind trotz enger persönlichen Nähe zum Kunden erlaubt (zum Beispiel Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher und Zahntechniker). Für Betriebe des Gesundheitshandwerks ist auch der Verkauf der notwendigen Produkte erlaubt.

Ladengeschäfte (Handwerksbetriebe mit Verkaufsstelle)

Handwerksbetriebe, die neben ihrer Handwerkstätigkeit auch eine Verkaufsstelle haben (zum Beispiel Autohaus mit Werkstatt), dürfen auch ihre tätigkeitsbezogenen Produkte verkaufen. Zu den Produkten gehören auch Ersatzteile und Zubehör. Eine Übertragung von Infektionen scheidet im üblichen Betriebsablauf eher aus, wenn die Betriebe die notwendigen Hygienestandards einhalten.

Hygienestandards

Bei den zugelassenen Verkaufsstellen, Tätigkeiten und Zusammenkünften ist die Einhaltung der notwendigen Hygienestandards, insbesondere der Empfehlungen des Robert Koch-Institutes, sicherzustellen. Die entsprechenden Hinweise des Robert-Koch-Institutes sind in geeigneter Form zu berücksichtigen.

Zum Schutz der Kunden und der Beschäftigten um Kontakt zu reduzieren, sind die Hinweise des Robert Koch-Institutes vom Inhalt her sichtbar für alle anzubringen und auch in der Praxis umzusetzen. Ein allgemeiner Hinweis auf das Robert Koch-Institut reicht nicht aus.

Verbot und Beschränkung von Kontakten

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur allein, mit im selben Haushalt lebenden Personen oder mit einer weiteren Person gestattet. Dabei sind Kontakte zu anderen Personen auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und ist, wo immer möglich, ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Öffentliche und private Veranstaltungen, Zusammenkünfte und Ansammlungen mit mehr Personen sind untersagt.

Ausgenommen von den Verboten sind unvermeidbare Zusammenkünfte und Ansammlungen soweit die Teilnehmenden aus geschäftlichen, beruflichen oder dienstlichen Gründen unmittelbar zusammenarbeiten oder bestimmungsgemäß zumindest kurzfristig zusammenkommen müssen (beispielsweise im öffentlichen Personennahverkehr).

Ordnungswidrigkeiten

Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Regelungen der Verordnung verstößt begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Weitere Infos können Sie dem Bußgeldkatalog entnehmen.

Betretungsverbote für bestimmte Einrichtungen

Das Land Schleswig-Holstein hat zudem durch Erlass Betretungsverbote für bestimmte Einrichtungen und Beschränkungen von Kontakten in besonderen öffentlichen Bereichen vorgegeben. Die Kreise und kreisfreien Städte haben die Landesverordnung durch Allgemeinverfügungen umzusetzen.

Bekanntmachungen der Kreise und kreisfreien Städte

Die für Ihren Standort geltenden Allgemeinverfügungen finden Sie bei den Bekanntmachungen auf den Internetseiten Ihres Kreises oder Ihrer kreisfreien Stadt.

Verordnungen und Erlasse in Schleswig-Holstein

Verordnungen und Erlasse zum Umgang mit SARS-CoV-2

2. April: Landesregierung will Corona-Hilfe ausweiten

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat angekündigt, die bereits verfügbaren Soforthilfe-Zuschüsse auszuweiten: Von der Corona-Pandemie betroffene Betriebe mit 11 bis 50 Beschäftigten sollen nun auch Zuschüsse erhalten. Zuvor war eine Förderung nur für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten vorgesehen. Für dieses Zuschussprogramm werden Mittel aus dem Landeshaushalt bereitgestellt. Die bereits bekannten Kernpunkte sind: Zuschuss-Höchstbetrag von 30.000 Euro für drei Monate, Abwicklung über die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Mittelausstattung von insgesamt 150 Millionen Euro. Wir werden Sie hier informieren, sobald eine Antragstellung für dieses Programm möglich ist.

2. April: Antrag auf Soforthilfe wieder möglich - neues Antragsverfahren der IB.SH

Die IB.SH hat ihr Antragsverfahren umgestellt: Antragsteller müssen ihren Antrag nun elektronisch via Upload bei der IB.SH einreichen. Anträge können also nicht mehr per Mail gestellt werden.

Weitere Infos und Antragsunterlagen

1. April: Vereinfachungen bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit hat mehrere Vereinfachungen bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld umgesetzt: Der Vordruck zur Anzeige von Kurzarbeit wurde entsprechend überarbeitet und stark verkürzt.

Weitere Infos und Antragsunterlagen

31. März: Plattform zum Austausch von Personalkapazitäten

Im Zuge der Corona-Pandemie beantragen viele Betriebe in Schleswig-Holstein Kurzarbeitergeld, um diese schwierige Zeit überbrücken zu können. Auf der anderen Seite stehen Unternehmen, die aktuell händeringend Arbeitskräfte suchen, um durch ihre Tätigkeit die grundlegende Versorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung und Weiterbildung Schleswig-Holstein (KoFW) hat nun ein Portal freigeschaltet, um beide Parteien zusammenzubringen.

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27. März: Antrag zur Stundung der Sozialversicherungsbeiträge für April

Grundsätzlich können Betriebe bei ihren Einzugsstellen (gesetzlichen Krankenkassen) die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge unter Hinweis auf Liquiditätsengpässe durch die Coronakrise beantragen. Der Antrag muss rechtzeitig an alle Krankenkassen gerichtet werden, bei denen die Mitarbeiter versichert sind. Sind Beschäftigte bei verschiedenen Krankenkassen versichert, muss der Stundungsantrag bei jeder Krankenkasse separat gestellt werden. Die vorrangige Beantragung von Kurzarbeit beziehungsweise Fördermitteln ist nicht zwingende Voraussetzung für die Beantragung einer Beitragsstundung.

Musterformular: Stundung der Sozialversicherungsbeiträge (276,4 KB)

Musterformular: Stundung der Sozialversicherungsbeiträge (14,3 KB)

FAQ: Vereinfachtes Stundungsverfahren (41 KB)

Unfallversicherung

Der Spitzenverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) weist darauf hin, dass Unfallversicherungsträger ebenfalls Beitragserleichterungen anbieten. Ein Antrag auf Stundung von Unfallversicherungsbeiträgen ist bei der jeweilige Berufsgenossenschaft zu stellen.

26. März: Soforthilfe-Programm in Schleswig-Holstein - Anträge online

Seit dem 26. März 2020 können Zuschüsse aus dem Soforthilfe-Programm bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) beantragt werden. Die Corona-Soforthilfe soll kleinere Gewerbetriebe und Selbständige rasch und unbürokratisch finanziell unterstützen, die durch die Corona-Pandemie in eine akute existenzbedrohende wirtschaftliche Lage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Weitere Infos & Antragsformular

23. März: Schutz vor Ansteckung mit dem Corona-Virus auf Baustellen

Auf Baustellen arbeiten häufig viele Beschäftigte unterschiedlicher Unternehmen und Gewerke eng zusammen. Das birgt ein erhöhtes Risiko, auch für gegenseitige Ansteckung mit dem Corona-Virus. Sowohl Bauherrn als auch Arbeitgeber sind verpflichtet, Maßnahmen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten auf Baustellen zu treffen. In die Festlegung der Schutzmaßnahmen sind auch Einflüsse aus der Arbeitsumgebung und aus sonstigen Arbeitsbedingungen einzubeziehen. Das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein hat nun über eine Reihe an (Sofort-) Maßnahmen informiert, um das Infektionsrisiko auf Baustellen zu verringern.

Hinweise vom Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein (162,2 KB)

Hinweise vom Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein - Ergänzung (398,5 KB)

Schutzmaßnahmen für Handwerker im Kundendienst

 

20. März: Landesregierung spannt Schutzschirm

Zeitnahe und unbürokratische Hilfen für Freiberufler, Selbständige, Kulturschaffende und Unternehmen – die Landesregierung hat am 20. März 2020 einen umfangreichen Schutzschirm zur Abmilderung wirtschaftlicher Folgen der Corona-Pandemie gespannt.

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Statement Handwerkskammer Lübeck

 

20. März: Pendlerbescheinigung

Die Handwerkskammer Lübeck hat eine Pendlerbescheinigung für Handwerksbetriebe entworfen. Wir empfehlen: Passen Sie die Bescheinigung an und händigen Sie die Bescheinigung Ihren Mitarbeitern aus.

Pendlerbescheinigung für Handwerksbetriebe (9,1 KB)

Pendlerbescheinigung für Handwerksbetriebe (29,7 KB)


20. März: Bescheinigung für grenzüberschreitende Pendler

Um die Infektionsgefahren durch das Coronavirus einzudämmen, hat Deutschland vorübergehend auf der Grundlage von Art. 28 Schengener Kodex wieder Grenzkontrollen eingeführt. Die Kontrollen an den Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark gelten bis auf weiteres. Gewährleistet bleiben dabei der grenzüberschreitende Warenverkehr sowie der grenzüberschreitende Verkehr von Pendlern. Die Bundespolizei hat dafür eine bundeseinheitliche Berufspendlerbescheinigung zur Verfügung gestellt. Außerdem finden Sie auf der Webseite der Bundespolizeit Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Grenzkontrollen.

Berufspendlerbescheinigung der Bundespolizei