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Coronavirus: Finanzielle Hilfsmaßnahmen

Bundes- und Landesregierung haben umfassende Hilfsmaßnahmen für Betriebe beschlossen, die von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind. Hier erhalten Sie einen Überblick über die Maßnahmen und weiterführende Informationsquellen.

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Corona-Überbrückungshilfe (Phase 1 bis 3)

Hintergrundinfos

Die Überbrückungshilfe ist Teil des Konjunkturpakets der Bundesregierung von Juni 2020. Für das Programm wurden 25 Milliarden Euro bereitgestellt. Nachdem die Überbrückungshilfe ursprünglich auf den Förderzeitraum Juni bis August 2020 beschränkt war, wurde sie inzwischen auf die Monate September bis Dezember 2020 ausgeweitet sowie die Zugangskriterien etwas gelockert.

Die Überbrückungshilfe richtet sich an von der Corona-Krise betroffene Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeitern und maximal 50 Millionen Euro Umsatz beziehungsweise einer Bilanzsumme von 43 Millionen Euro, die aufgrund erheblicher Umsatzeinbrüche ihre Fixkosten nicht aufbringen können. Auch Soloselbständige sind antragsberechtigt. Gefördert werden laufende Fixkosten wie zum Beispiel Mieten, Pachten, Zinsaufwendungen, Grundsteuern oder Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen.

Phase 1 der Überbrückungshilfe (Förderzeitraum Juni bis August 2020)

Fördervoraussetzung ist, dass die Betriebe im April und Mai 2020 zusammengenommen einen Umsatzeinbruch um mindestens 60 Prozent gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten erlitten haben. Betriebe können für die Monate Juni bis August maximal 150.000 Euro erhalten. Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten bekommen höchstens 9.000 Euro, Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten höchstens 15.000 Euro. Die Zuschusshöhe ist abhängig vom Umsatzrückgang. Bei einem Umsatzrückgang im Bewilligungsmonat von mindestens 40 Prozent zahlt der Bund bis zu 40 Prozent der monatlichen Fixkosten. Bei Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent aber weniger als 70 Prozent gibt es 50 Prozent der fixen Betriebskosten vom Staat. Bei Umsatzeinbußen von mehr als 70 Prozent werden 80 Prozent der fixen Betriebskosten vom Staat erstattet.

Wichtig: Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe konnten nur bis zum 9. Oktober 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 9. Oktober 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

Phase 2 der Überbrückungshilfe (Förderzeitraum September bis Dezember 2020)

Zuschüsse im Rahmen der zweiten Phase der Überbrückungshilfe werden für den Förderzeitraum September bis Dezember 2020 gezahlt. Fördervoraussetzung ist, dass die Betriebe einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben. Der Zeitraum, für den Umsatzeinbrüche nachzuweisen sind, ist somit nicht identisch mit dem Zeitraum, für den die Zuschüsse gezahlt werden. Je nach Höhe der Fixkosten können Betriebe bis zu 200.000 Euro an Förderung bekommen. Die genaue Zuschusshöhe ist weiterhin abhängig vom Umsatzrückgang. Bei einem Umsatzrückgang im Bewilligungsmonat von mindestens 30 Prozent zahlt der Bund bis zu 40 Prozent der monatlichen Fixkosten. Bei Umsatzeinbußen von mindestens 40 Prozent aber weniger als 70 Prozent sind es 60 Prozent der Fixkosten. Bei Umsatzeinbrüchen von mehr als 70 Prozent werden 90 Prozent der fixen Betriebskosten vom Staat erstattet.Die Antragstellung im Rahmen der 2. Phase der Überbrückungshilfe ist seit dem 21. Oktober 2020 über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer möglich. Die Antragsfrist ist bis zum 31. März 2021 verlängert worden.

Phase 3 der Überbrückungshilfe (Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021)

Antrags- und förderberechtigt sind Unternehmen bis zu einem Umsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe aller Branchen, die innerhalb des Förderzeitraums November 2020 bis Juni 2021 in mindestens einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben.Unternehmen, die für die Monate November und Dezember 2020 Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate bei der Überbrückungshilfe III nicht antragsberechtigt.

Der maximale Zuschuss beträgt 1.500.000 Euro pro Fördermonat. Die genaue Zuschusshöhe orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt:

  • bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt.

Zu den erstattungsfähigen Fixkosten zählen insbesondere Mieten, Pachten, Grundsteuern, Versicherungen, Zinsaufwendungen sowie Ausgaben für Elektrizität, Wasser und Heizung.
Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert.

Neustarthilfe für Soloselbstständige

Die Situation von Soloselbstständigen wird besonders berücksichtigt. Sie können zur Abdeckung ihrer zum Teil sehr geringen Fixkosten, aber auch ihrer Lebenshaltungskosten eine „Neustarthilfe“, das heißt einen einmaligen Zuschuss von bis zu 7.500 Euro als Betriebskostenpauschale, erhalten. Die Unterstützung umfasst den Zeitraum Januar bis Juni 2021 und ist für Soloselbstständige vorgesehen, die Corona-bedingt hohe Umsatzeinbußen verzeichnen, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500 Euro, und wird in einem Betrag ausgezahlt.

Eigenkapitalzuschuss für besonders stark von der Corona-Krise betroffene Betriebe

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass besonders stark von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffene Betriebe zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III einen Eigenkapitalzuschuss erhalten können. Anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021. Der Eigenkapitalzuschuss beträgt bis zu 40 Prozent der Summe, die ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III erstattet bekommt. Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 Prozent. Im vierten Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erhöht sich der Zuschlag auf 35 Prozent; bei fünf oder mehr Monaten erhöht er sich noch einmal auf 40 Prozent pro Monat. Weitere Details und Informationen zum Antragsverfahren sollen zeitnah im Portal des Bundes veröffentlicht werden. Wir werden Sie hier informieren, sobald weitere Einzelheiten bekannt sind.

Antragstellung: Überbrückungshilfe, Phase 3

Anträge auf Überbrückungshilfe III können ab sofort über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer gestellt werden. Betroffenen Betrieben ist daher zu empfehlen, sich hierzu rasch mit ihren Steuerberatern in Verbindung zu setzen. Betriebe, die keinen Steuerberater haben, können bei der Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein unter der E-Mail-Adresse info(at)stbk-sh.de eine Liste von Steuerberatern anfordern, die noch Mandanten aufnehmen.

Nach Beginn der Antragstellung erfolgen zunächst Abschlagszahlungen auf die beantragten Fixkostenzuschüsse in Höhe von bis zu 800.000 Euro. Die regulären Auszahlungen der über die Abschlagszahlungen hinausgehenden Beträge haben im März 2021 begonnen. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe III endet am 31. August 2021. Anträge können grundsätzlich nur einmal gestellt werden. Für den Fall, dass die Umsatzentwicklung nach der Antragstellung stark von der im Antrag angegebenen Umsatzprognose abweicht, ist derzeit eine Möglichkeit zur Stellung von Änderungsanträgen in Vorbereitung.

Antragstellung: Neustarthilfe für Soloselbstständige

Anträge auf die Neustarthilfe für Soloselbstständige können ab sofort direkt, also ohne Einbindung eines Steuerberaters, über das Portal des Bundes gestellt werden. Voraussetzung für den direkten Zugang zum Antragsportal ist ein Elster-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für Elster und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf der Website von Elster. Die (erstmalige) Registrierung im Elster-Portal kann aufgrund der erforderlichen Übersendung der Aktivierungsdaten einige Tage dauern. Es ist für Soloselbständige, die den Antrag ohne Steuerberater stellen wollen und noch keinen Elster-Zugang haben, daher empfehlenswert, das Elster-Zertifikat schnellstmöglich zu beantragen. Die Antragsfrist für die Neustarthilfe endet am 31. August 2021.

Corona-Novemberhilfe und -Dezemberhilfe

Die Novemberhilfe sowie die Dezemberhilfe des Bundes unterstützt Betriebe und Soloselbstständige, deren wirtschaftliche Tätigkeit vom Corona-bedingten Lockdown im November und Dezember 2020 auf eine der folgenden Weisen betroffen ist.

Antragsberechtigte:

  • Direkt Betroffene im November 2020: Betriebe und Soloselbstständige, die infolge der auf Grundlage des Bund-Länder-Beschlusses vom 28. Oktober 2020 erlassenen Landesverordnung den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Neben dem Kosmetikgewerbe gelten auch Gastronomiebetriebe (Gaststätten im Sinne von §1 Absatz 1 Gaststättengesetz) als direkt betroffen. Unter die Gastronomiebetriebe fallen damit auch die Gastronomiebereiche der Lebensmittelhandwerke.
  • Direkt Betroffene im Dezember 2020: Betriebe und Soloselbstständige, die infolge der auf Grundlage des Bund-Länder-Beschlusses vom 28. Oktober 2020 erlassenen Landesverordnung den Geschäftsbetrieb einstellen mussten und aufgrund des Bund-Länder-Beschlusses vom 25. November 2020 auch im Dezember noch von diesen Schließungen betroffen waren (dies betrifft im Handwerk die Gastronomiebereiche der Lebensmittelhandwerke).
  • Indirekt Betroffene: Betriebe und Soloselbstständige, die nachweislich und regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Betrieben/Unternehmen erzielen.
  • Über Dritte Betroffene: Betriebe und Soloselbstständige, die regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen Betroffener über Dritte erzielen (Beispiel: Tischler oder Caterer, die über eine zwischengeschaltete Veranstaltungsagentur eine Messe beliefern). Diese Antragsteller müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie im November 2020 beziehungsweise Dezember 2020 wegen der Schließungsverordnungen einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vergleichsumsatz erlitten haben.

Zuschusshöhe:

Die Höhe der Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe beträgt 75 Prozent des Vergleichsumsatzes und wird anteilig für jeden Tag im November 2020 beziehungsweise Dezember 2020 berechnet, an dem ein Unternehmen tatsächlich vom Corona-bedingten Lockdown direkt, indirekt oder über Dritte betroffen war (Leistungszeitraum).

Als Vergleichsumsatz wird grundsätzlich der Netto-Umsatz im November 2019 beziehungsweise Dezember berücksichtigt. Kleinunternehmer nach § 19 USTG, die von der Umsatzsteuer befreit sind, nutzen die Bruttoumsätze. Soloselbstständige haben ein Wahlrecht und können alternativ den durchschnittlichen Netto-Monatsumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Betriebe und Soloselbstständige, die nach dem 31. Oktober 2019 beziehungsweise im Falle der Novemberhilfe nach dem 30. November 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, können den Netto-Monatsumsatz im Oktober 2020 oder den monatlichen Netto-Durchschnittsumsatz seit Gründung wählen.

Im November 2020 beziehungsweise Dezember 2020 erzielte Umsätze bleiben unberücksichtigt, sofern sie 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht übersteigen. Während des Leistungszeitraums erzielte Umsätze, die über 25 Prozent des Vergleichsumsatzes hinausgehen, werden vollständig auf die Novemberhilfe/Dezemberhilfe angerechnet.

Zeitraum, für den die Hilfe gezahlt wird:

Die Novemberhilfe ist auf die Dauer des Corona-bedingten Teil-Lockdowns im November 2020 begrenzt. Die Betroffenheit beginnt frühestens am 2. November 2020 und endet, wenn die ihr zugrunde liegende Schließungsverordnung außer Kraft gesetzt oder aufgehoben wird. Die Dezemberhilfe umfasst die von Bund und Ländern am 25. November 2020 und 2. Dezember 2020 beschlossene Verlängerung dieser angeordneten Betriebsschließungen bis zum 31. Dezember 2020.

Antragstellung und Auszahlung:

Anträge auf Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe sind separat zu stellen. Die Antragstellung ist ab sofort möglich.

  • Betriebe stellen Anträge über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer oder Rechtsanwalt).
  • Soloselbstständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe bis zu einem Höchstbetrag von 5.000 Euro mit Direktanträgen im eigenen Namen ohne Einbeziehung eines prüfenden Dritten beantragen. Voraussetzung für den direkten Zugang zum Antragsportal ist ein Elster-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für Elster und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf der Website von Elster. Für die (erstmalige) Nutzung des Elster-Portals ist die Beantragung des Elster-Zertifikats erforderlich; die Übersendung der Aktivierungsdaten kann einige Tage dauern. Es ist für Soloselbständige, die den Antrag ohne Steuerberater stellen wollen und noch keinen Elster-Zugang haben, daher empfehlenswert, das Elster-Zertifikat schnellstmöglich zu beantragen.

Anträge auf November- und Dezemberhilfe können bis zum 30. April 2021 gestellt werden.    

Die Auszahlung erfolgt zunächst in Form von Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 50 Prozent der beantragten Novemberhilfe, höchstens jedoch bis zu 50.000 Euro pro Antragsteller. Soloselbstständige, die einen Direktantrag gestellt haben, erhalten die Abschlagzahlung bereits in Höhe der beantragten Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe von maximal 5.000 Euro. Der Beginn der regulären Auszahlung der Novemberhilfe war am 13. Januar 2021, die reguläre Auszahlung der Dezemberhilfe soll am 1. Februar 2021 starten.

Förderung der dualen Ausbildung – Richtlinie des Landes Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist am 10. August eine eigene Förderrichtlinie in Kraft getreten, mit der Ausbildungsbetriebe bei der Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie unterstützt werden sollen. Ab sofort können Unternehmen eine einmalige Förderung in Höhe von 2.000 Euro erhalten, wenn sie zusätzlich junge Menschen aufnehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie ihren Ausbildungsplatz verloren haben. Damit möchte das Land  Firmen unterstützen, die nicht von den Ausbildungsprämien des Bundes profitieren können (siehe auch Abschnitt Ausbildungsprämien).

Mit der Förderung will das Land eine Förderlücke des Bundesprogramms schließen. Förderberechtigt waren im Bundesprogramm nur Unternehmen bis 249 Mitarbeiter. Das Landesprogramm richtet sich an Betriebe mit bis zu 400 Mitarbeitern. Darüber hinaus wird die Landesförderung sofort und nicht erst nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit ausgezahlt.

Förderung beantragen

Einzelheiten zu Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen des Förderprogramms finden Sie auf der Webseite des Landes Schleswig-Holstein. Bitte nutzen Sie ausschließlich das dort hinterlegte Antragsformular. Zusätzlich benötigen Sie eine „Bestätigung der zuständige Stelle bezüglich der Zusätzlichkeit des Ausbildungsplatzes“. Diese Bescheinigung erhalten Sie als Mitgliedsbetrieb von der Handwerkskammer Lübeck. Bitte senden Sie dafür das ausgefüllte Formular an folgenden Email-Adresse: Ausbildungsplaetze-sichern(at)hwk-luebeck.de. Alternativ können Sie das Formular auch auf dem Postweg an uns senden: Handwerkskammer Lübeck, Abt. Lehrlingsrolle, Breite Straße 10/12, 23552 Lübeck. Sie erhalten dann umgehend die Bescheinigung.

Ausbildungsprämien

Die Coronakrise soll nicht zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen werden. Daher unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung ausbildende Betriebe mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Ab sofort können Betriebe bei der für ihren Betrieb zuständigen Agentur für Arbeit Ausbildungsprämien beantragen. Die Förderung ist nur für Betriebe bis zu einer Größe von maximal 499 Vollzeitbeschäftigten vorgesehen. Sie wird unter folgenden Voraussetzungen ausgezahlt:

Erhalt des Ausbildungsniveaus - Voraussetzung: erhebliche Betroffenheit durch die Coronakrise

Die Ausbildungsprämie fördert Betriebe, die in erheblichem Umfang von der Coronakrise betroffen sind und dennoch gleich viele Ausbildungsverträge für das Ausbildungsjahr 2021/2022 abschließen, wie im Durchschnitt der Jahre 2018/2019 bis 2020/2021. Sie gilt für alle Ausbildungsverhältnisse, die zwischen dem 24. Juni 2020 und 31. Mai 2021 beginnen. Der Ausbildungsvertrag kann bereits vor Inkrafttreten der Förderrichtlinie abgeschlossen worden sein. Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag. Der Zuschuss wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Um die Ausbildungsprämie zu erhalten, muss der Betrieb vor der Ausbildung erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten folgende Kriterien: Die Beschäftigten seit Januar 2020 in Kurzarbeit gearbeitet oder der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist seit April 2020 im Vergleich zu dem jeweiligen Zeitraum im Jahr 2019 durchschnittlich um mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten oder 30 Prozent in fünf zusammenhängenden Monaten eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.

Erhöhung des Ausbildungsniveaus (Ausbildungsprämie plus) - Voraussetzung: erhebliche Betroffenheit durch die Coronakrise

Alternativ gibt es die Ausbildungsprämie plus für zusätzliche Ausbildungsverträge. Sie fördert Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen. In diesem Fall beträgt der Zuschuss einmalig 3.000 Euro pro zusätzlichem Ausbildungsvertrag. Hierunter fallen auch Betriebe, die trotz pandemiebedingter Einbußen in diesem Jahr erstmalig ausbilden. Der Zuschuss wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Um die Ausbildungsprämie plus zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten folgende Kriterien: Die Beschäftigten haben seit Januar 2020 in Kurzarbeit gearbeitet oder der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist seit April 2020 im Vergleich zu dem jeweiligen Zeitraum im Jahr 2019 durchschnittlich um mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten oder 30 Prozent in fünf zusammenhängenden Monaten eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.

Vermeidung von Arbeitsausfällen trotz Kurzarbeit

Wenn Betriebe aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit anzeigen, aber einen Arbeitsausfall bei ihren Auszubildenden und Ausbildern vermeiden, können sie einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung erhalten. Die Förderung wird für jeden Monat gezahlt, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat. Der Zuschuss kann monatlich rückwirkend für die Zeit vom 1. August 2020 bis 31. Dezember 2021 beantragt werden. Der Zuschuss zur Ausbildervergütung für jeweils bis zu zehn Auszubildende beträgt 50 Prozent bis maximal 4.000 Euro und gilt vom 1. April bis 31. Dezember 2021.

Zuschuss für Kleinstunternehmen

Kleinstuntehmen mit bis zu 4 Mitarbeitern können einmalig einen Zuschuss von 1.000 Euro für jede Auszubildende bzw. jeden Auszubildenden erhalten. Er wird gewährt bei keiner
oder nur in geringem Umfang erfolgter Geschäftstätigkeit aufgrund oder in mittelbarer Folge von Corona-bedingten behördlichen Anordnungen seit November 2020. Voraussetzung ist, dass die Ausbildung an mindestens 30 Arbeitstagen fortgesetzt wurde. Der Zuschuss gilt rückwirkend für den Zeitraum von November 2020 bis 31. Juli 2021. Die Antragsstellung muss bis 31. Juli 2021 erfolgen.

Übernahme von Auszubildenden aus pandemiebedingt insolventen Betrieben

Betriebe, die Auszubildende aus einem Betrieb weiter ausbilden, der infolge der Corona-Krise insolvent ist oder dem die Fortführung der Ausbildung wegen der Folgen der Corona-Krise bis zum Ablauf der Ausbildungszeit nicht mehr möglich ist, können die Übernahmeprämie beantragen. Sie wird für Lehrlinge gewährt, die vom 1. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021 übernommen werden. Der aufnehmende Betrieb erhält die Übernahmeprämie als einmaligen Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro. Die Prämie wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Infos der Bundesregierung

Eckpunktepapier (590,1 KB)

FAQs zur Ausbildungsprämie

Häufig gestellte Fragen (161,4 KB)

Temporäre Übernahme von Auszubildenden

Gefördert werden Unternehmen, überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende temporär übernehmen, wenn der ursprüngliche Ausbildungsbetrieb vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist. Die Prämie beträgt 450 Euro pro Woche, aber maximal 8.100 Euro für jeden interimsweise übernommenen Auszubildenden. Die Prämie kann auch an den Stammausbildungsbetrieb (bis 499 Mitarbeitende) ausgezahlt werden. Gegenstand der geförderten Auftrags- und Verbundausbildung kann künftig auch ein Zuschuss zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge für Auszubildende des Stammbetriebes sein.

Weitere Infos

ZDH-Informationen

Ausbildungsprämien beantragen

Einzelheiten zu Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen des Förderprogramms finden Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit. Bitte nutzen Sie ausschließlich die dort hinterlegten Antragsformulare. Zusätzlich benötigen Sie eine „Bescheinigung der zuständigen Stelle“ über die Ausbildungsverhältnisse. Diese Bescheinigung erhalten Sie als Mitgliedsbetrieb von der Handwerkskammer Lübeck. Bitte senden Sie dafür das ausgefüllte Formular an folgenden Email-Adresse: Ausbildungsplaetze-sichern(at)hwk-luebeck.de. Alternativ können Sie das Formular auch auf dem Postweg an uns senden: Handwerkskammer Lübeck, Abt. Lehrlingsrolle, Breite Straße 10/12, 23552 Lübeck. Sie erhalten dann umgehend die Bescheinigung, die Sie bei der Agentur für Arbeit einreichen müssen.

Härtefallfonds Schleswig-Holstein

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat einen Härtefallfonds für Betriebe aufgelegt, die durch die Corona-Krise weiterhin Liquiditätsengpässe aufgrund hoher Umsatzausfälle haben. Fördermittel aus diesem Fonds werden bis zur Jahresmitte 2021 zur Verfügung stehen. Antragstellende Unternehmen müssen einen Umsatzausfall im 1. Halbjahr 2021 von mindestens 50 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2019 oder einen Umsatzausfall von mindestens 50 Prozent im 2. Halbjahr 2020 im Vergleich zum 2. Halbjahr 2019 aufweisen. Aus dem Härtefallfonds werden Darlehen und stille Beteiligungen mit einem Volumen von 15.000 bis 750.000 Euro vergeben (keine Zuschüsse!). Anträge können bis zum 30. Juni 2021 über die Hausbanken gestellt werden.

Kreditvergabemöglichkeiten und zusätzliche KFW-Sonderprogramme

Der Bund hat die bestehenden Instrumente zur Flankierung des Kreditangebots der Geschäftsbanken und Sparkassen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht. Zwei Punkte sind für das Handwerk besonders wichtig.

Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein

Die Kreditvergabemöglichkeiten der Bürgschaftsbanken - also auch der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein - wurden deutlich ausgeweitet: Der Bürgschaftshöchstbetrag wurde auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt und die Obergrenze von 35 Prozent Betriebsmitteln am Gesamtobligo der Bürgschaftsbanken auf 50 Prozent erhöht. Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein bietet in diesem Zusammenhang beispielsweise das Programm BB Express an. Damit können unter anderem Liquiditätskredite bis 300.000 Euro gegenüber der Hausbank mit 80 Prozent Verbürgung abgesichert werden. Die Bundesregierung hat die erweiterten Kreditvergabemöglichkeiten der Bürgschaftsbanken bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Die Bürgschaften können über die Hausbanken beantragt werden. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Hausbank sowie bei der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein.

KFW-Schnellkredit für den Mittelstand

Für Unternehmen, die krisenbedingt vorübergehend in ernsthaftere Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind und daher nicht ohne weiteres Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben, stehen Sonderprogramme bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Diese können über die Hausbank beantragt werden. Kernelement ist der KfW-Schnellkredit für den Mittelstand. Dieser Kredit steht Betrieben bzw. mittelständischen Unternehmen zur Verfügung, die mindestens seit dem 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind. Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu drei Monatsumsätze des Jahres 2019: maximal 675.000 Euro für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern, maximal 1.125.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern und maximal 1.800.000 Euro für Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern.

Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen. Der Zinssatz beträgt aktuell drei Prozent, die Laufzeit zehn Jahre. Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100 Prozent durch die KfW - abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit zügig bewilligt werden. Der KfW-Schnellkredit kann bis zum 31. Dezember 2021 über die Hausbank beantragt werden.

Weitere Infos

KfW-Corona-Hilfe

Wichtig: Kontakt zur Hausbank

Betriebe, die von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind, sollten sich zunächst an ihre Hausbank wenden (soweit vorhanden). So kann sichergestellt werden, dass ergänzend zu den derzeit auf den Weg gebrachten staatlichen Soforthilfen die bestmöglichen Finanzierungs- und Förderinstrumente genutzt werden. Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie private Banken haben erklärt, dass sie in der aktuellen Krise an der Seite ihrer Kunden stehen. Vor dem Hintergrund der Corona-Situation ändern die Institute derzeit vielfach ihre Öffnungszeiten und veröffentlichen aktuelle Hinweise dazu, wie sie für ihre Kunden telefonisch oder online erreichbar sind. Behalten Sie daher bitte die Webseite Ihrer Bank oder Sparkasse im Blick.

Erleichterter Zugang zur Grundsicherung für Solo-Selbstständige

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Corona-Krisenmaßnahmen befristet bis zum 31. Dezember 2021 den Zugang zur Grundsicherung für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer bzw. Kleinunternehmerinnen erleichtert. Hierbei findet eine Vermögensprüfung nur noch statt, wenn erhebliches Vermögen vorhanden ist - das heißt: mehr als 60.000 Euro für das erste und mehr als 30.000 Euro für jedes weitere Haushaltsmitglied. Mit der Grundsicherung wird der Lebensunterhalt gesichert, wenn keine vorrangigen Hilfen greifen. Voraussetzung ist, dass sich durch einen Corona-bedingten Rückgang von Aufträgen oder Kunden die finanzielle Situation drastisch verschlechtert hat.

Hilfen bei Arbeitsausfällen

Das Coronavirus kann durch Lieferengpässe oder Schutzmaßnahmen kurzfristig erhebliche Arbeitsausfälle verursachen. Wie Handwerksbetriebe und Beschäftigte damit umgehen können, erfahren sie auf dieser Seite.

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Umsatzsteuer

Senkung der Umsatzsteuer zum 1. Juli 2020 und Wiederanhebung zum 1. Januar 2021: Handlungsbedarf für Betriebe

Die Bundesregierung hatte im Rahmen ihres Corona-Konjunkturpakets eine befristete Senkung der Umsatzsteuersätze für das 2. Halbjahr 2020 beschlossen. Der Umsatzsteuerregelsatz wurde von 19 Prozent auf 16 Prozent abgesenkt, der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf 5 Prozent. Die Änderungen gelten bis zum 31. Dezember 2020.

Ab dem 1. Januar 2021 gelten damit grundsätzlich wieder die ursprünglichen Umsatzsteuersätze von 19 Prozent (Regelsteuersatz) und 7 Prozent (ermäßigter Steuersatz). Abweichend davon bleibt es bei der noch bis 30. Juni 2021 befristeten Gewährung des Umsatzsteuersatzes von 7 Prozent für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (Lebensmittelhandwerke).

Die planmäßige Wiederanhebung betrifft alle Handwerksbetriebe. Sie hat unter anderem Auswirkungen auf Angebote, Verträge, Gutscheine und Anzahlungen. Zur Orientierung für Handwerksbetriebe hat der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) ein Merkblatt erstellt: Darin können Betriebe nachlesen, auf welche Leistungen die geänderten Umsatzsteuersätze anzuwenden sind und was bei der Abgabe von Angeboten, dem Abschluss von Verträgen sowie bei Anzahlungen und Gutscheinen beachtet werden sollte.

Die Handwerkskammer empfiehlt allen Betrieben, sich rechtzeitig mit ihrem Softwareanbieter zu besprechen und ergänzend an den zuständigen Steuerberater zu wenden. Das Bundesfinanzministerium hat zum Thema außerdem Anwendungsschreiben für die Finanzbehörden veröffentlicht und weist darauf hin, dass sich Betriebe für Auskünfte zu Einzelfragen auch an ihr zuständiges Finanzamt wenden können.

Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

Stundung von Steuerzahlungen

Die bereits seit März 2020 bestehende Möglichkeit zur Stundung von Steuerzahlungen wurde verlängert. Steuerpflichtige, die durch die Corona-Krise unmittelbar wirtschaftlich betroffen sind, können bei ihrem Finanzamt bis zum 31. März 2021 einen Antrag auf (Anschluss-)Stundung grundsätzlich aller Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens stellen. Antragsteller müssen dabei keine besondere Formerfordernisse erfüllen und lediglich ihre Betroffenheit von der Corona-Pandemie darlegen. Die Stundungen laufen dann längstens bis zum 30. Juni 2021. Die Bundesländer haben sich am 12. März 2021 gemeinsam dafür ausgesprochen, die geltenden steuerlichen Hilfsmaßnahmen um weitere drei Monate bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Der neue Beschluss sieht vor, dass Anträge auf Stundungen oder Vollstreckungsaufschübe im vereinfachten Verfahren bis 30. Juni 2021 für bis zum 30. Juni 2021 fällig werdende Steuern gestellt werden können. In diesen Fällen sollen die steuerlichen Maßnahmen ohne Ratenzahlungsvereinbarung längstens bis zum 30. September 2021 gewährt werden.

Verlängerte Frist zur Abgabe von Steuererklärungen

Der Bundesrat hat beschlossen, die Erklärungsfrist für das Kalenderjahr 2019 für Steuererklärungen, die durch Steuerberater erstellt werden, bis zum 31. August 2021 zu verlängern.

Ansprechpartner

Aufgrund der Vielzahl an möglichen Einzelmaßnahmen empfehlen wir Ihnen, sich ergänzend an Ihren Steuerberater zu wenden.

Weitere Infos

Bundesfinanzministerium

Finanzministerium Schleswig-Holstein

Finanzämter in Schleswig-Holstein

„Corona-Dokumentation“ für spätere steuerliche Betriebsprüfungen

In Zeiten der Corona-Pandemie werden Betriebe mit zahlreichen behördlichen Auflagen konfrontiert, die sich auf den Betriebsablauf und die Möglichkeiten der Einnahmenerzielung auswirken. Wird die Buchführung in einigen Jahren im Rahmen einer steuerlichen Betriebsprüfung auf ihre Ordnungsmäßigkeit überprüft, könnte es zu vermehrten Rückfragen der Finanzbehörden zu den Auswirkungen der staatlichen Corona-Bestimmungen kommen. Daher kommt der Nachvollziehbarkeit der Aufzeichnungen gerade in Corona-Zeiten eine besondere Bedeutung zu. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat hierzu ein Muster für eine gesonderte „Corona-Dokumentation“ erstellt.

ZDH-Praxistipp

Corona-Dokumentation

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

 

Betriebe, die vom aktuellen Shutdown betroffen sind, können auch für den Beitragsmonat März 2021 bei den Krankenkassen eine Stundung der Beiträge beantragen.

Für diese Stundung gelten die gleichen Voraussetzungen, wie dies bereits für die Beiträge für die Monate November und Dezember 2020 praktiziert wurde. Konkret bedeutet dies, dass die Stundung längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats April 2021 gestundet werden. Weiterhin teilt der GKV-Spitzenverband mit, dass auch die Beiträge für die Monate Januar und Februar bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats April 2021 gestundet werden können.

Der Antrag auf Stundung der Beiträge im vereinfachten Verfahren ist wieder mittels eines einheitlich gestalteten Antragsformulars zu stellen. Das vom GKV-Spitzenverband entwickelte Muster eines solchen Antrags sowie nähere Informationen zur Beitragsstundung finden Sie auf den Internetseiten des GKV-Spitzenverband unter dem Stichwort „Sozialversicherungsbeiträge“. Bitte beachten Sie auch die Hinweise des GKV-Spitzenverbandes in dem Rundschreiben zur Dokumentation der eingeräumten Beitragsstundungen.

Diese Unterstützungsmaßnahmen gelten auch für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung, die ihre Beiträge selbst zu zahlen haben, sofern sie von dem aktuellen Shutdown betroffenen sind.

 

 

Alle Ansprechpartner zum Thema "Finanzielle Hilfsmaßnahmen"

 Jan Gerdts

Jan Gerdts

Betriebsberater für Kiel und Plön

Telefon: 0431 666563-814
Mobil: 0159 04390509
Fax: 0451 1506-180
jgerdts@hwk-luebeck.de

 Ute Hanson

Ute Hanson

Betriebsberaterin für Stormarn und Herzogtum Lauenburg

Telefon: 0451 1506-233
Mobil: 0159 04390512
Fax: 0451 1506-277
uhanson@hwk-luebeck.de

 Mandy Hennig

Mandy Hennig

Betriebsberaterin für Lübeck

Telefon: 0451 1506-231
Mobil: 0159 04390510
Fax: 0451 1506-277
mhennig@hwk-luebeck.de

 Lars Lüthje

Lars Lüthje

Betriebsberater für Pinneberg und Steinburg

Telefon: 04121 4739-616
Mobil: 0159 04390508
Fax: 04121 4739-617
lluethje@hwk-luebeck.de

 Stefan Seestädt

Stefan Seestädt

Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik und Betriebsberatung, Betriebsberater für Ostholstein

Telefon: 0451 1506-230
Mobil: 0172 2451180
Fax: 0451 1506-277
sseestaedt@hwk-luebeck.de

 Kai-Uwe Steding

Kai-Uwe Steding

Betriebsberater für Segeberg und Neumünster

Telefon: 0451 1506-232
Mobil: 0159 04390511
Fax: 0451 1506-277
kusteding@hwk-luebeck.de