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Coronavirus: Finanzielle Hilfsmaßnahmen

Bundes- und Landesregierung haben umfassende Hilfsmaßnahmen für Betriebe beschlossen, die von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind. Hier erhalten Sie einen Überblick über die Maßnahmen und weiterführende Informationsquellen.

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Corona-Überbrückungshilfe (Phase 1 bis 3)

Hintergrundinfos

Die Überbrückungshilfe ist Teil des Konjunkturpakets der Bundesregierung von Juni 2020. Für das Programm wurden 25 Milliarden Euro bereitgestellt. Nachdem die Überbrückungshilfe ursprünglich auf den Förderzeitraum Juni bis August 2020 beschränkt war, wurde sie inzwischen auf die Monate September bis Dezember 2020 ausgeweitet sowie die Zugangskriterien etwas gelockert.

Die Überbrückungshilfe richtet sich an von der Corona-Krise betroffene Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeitern und maximal 50 Millionen Euro Umsatz beziehungsweise einer Bilanzsumme von 43 Millionen Euro, die aufgrund erheblicher Umsatzeinbrüche ihre Fixkosten nicht aufbringen können. Auch Soloselbständige sind antragsberechtigt. Gefördert werden laufende Fixkosten wie zum Beispiel Mieten, Pachten, Zinsaufwendungen, Grundsteuern oder Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen.

Phase 1 der Überbrückungshilfe (Förderzeitraum Juni bis August 2020)

Fördervoraussetzung ist, dass die Betriebe im April und Mai 2020 zusammengenommen einen Umsatzeinbruch um mindestens 60 Prozent gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten erlitten haben. Betriebe können für die Monate Juni bis August maximal 150.000 Euro erhalten. Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten bekommen höchstens 9.000 Euro, Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten höchstens 15.000 Euro. Die Zuschusshöhe ist abhängig vom Umsatzrückgang. Bei einem Umsatzrückgang im Bewilligungsmonat von mindestens 40 Prozent zahlt der Bund bis zu 40 Prozent der monatlichen Fixkosten. Bei Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent aber weniger als 70 Prozent gibt es 50 Prozent der fixen Betriebskosten vom Staat. Bei Umsatzeinbußen von mehr als 70 Prozent werden 80 Prozent der fixen Betriebskosten vom Staat erstattet.

Wichtig: Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe konnten nur bis zum 9. Oktober 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 9. Oktober 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

Phase 2 der Überbrückungshilfe (Förderzeitraum September bis Dezember 2020)

Zuschüsse im Rahmen der zweiten Phase der Überbrückungshilfe werden für den Förderzeitraum September bis Dezember 2020 gezahlt. Fördervoraussetzung ist, dass die Betriebe einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben. Der Zeitraum, für den Umsatzeinbrüche nachzuweisen sind, ist somit nicht identisch mit dem Zeitraum, für den die Zuschüsse gezahlt werden. Je nach Höhe der Fixkosten können Betriebe bis zu 200.000 Euro an Förderung bekommen. Die genaue Zuschusshöhe ist weiterhin abhängig vom Umsatzrückgang. Bei einem Umsatzrückgang im Bewilligungsmonat von mindestens 30 Prozent zahlt der Bund bis zu 40 Prozent der monatlichen Fixkosten. Bei Umsatzeinbußen von mindestens 40 Prozent aber weniger als 70 Prozent sind es 60 Prozent der Fixkosten. Bei Umsatzeinbrüchen von mehr als 70 Prozent werden 90 Prozent der fixen Betriebskosten vom Staat erstattet.Die Antragstellung im Rahmen der 2. Phase der Überbrückungshilfe ist seit dem 21. Oktober 2020 über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer möglich. Anträge für die 2. Phase der Überbrückungshilfe konnten nur bis zum 31. März 2021 gestellt werden.

Phase 3 der Überbrückungshilfe (Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021)

Antrags- und förderberechtigt sind Unternehmen bis zu einem Umsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe aller Branchen, die innerhalb des Förderzeitraums November 2020 bis Juni 2021 in mindestens einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben.Unternehmen, die für die Monate November und Dezember 2020 Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate bei der Überbrückungshilfe III nicht antragsberechtigt.

Der maximale Zuschuss beträgt 1.500.000 Euro pro Fördermonat. Die genaue Zuschusshöhe orientiert sich am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt:

  • bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt.

Zu den erstattungsfähigen Fixkosten zählen insbesondere Mieten, Pachten, Grundsteuern, Versicherungen, Zinsaufwendungen sowie Ausgaben für Elektrizität, Wasser und Heizung.
Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert.

Überbrückungshilfe 3 Plus (Förderzeitraum Juli 2021 bis Dezember 2021)

Die zunächst bis Ende September 2021 befristete Überbrückungshilfe III Plus ist inzwischen bis Ende Dezember 2021 verlängert worden. Dabei werden die zuvor bei der Corona-Überbrückungshilfe III bestehenden Förderbedingungen weitgehend beibehalten. Außerdem werden nun Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit ersetzt.

Darüber hinaus gilt nur für den Zeitraum Juli bis September 2021: Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.

Details zur Überbrückungshilfe 3 Plus sind unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de verfügbar. Die Antragstellung ist wie bisher bei der Überbrückungshilfe 3 ausschließlich über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer möglich.

Gemäß Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung vom 18. November 2021 wird die Überbrückungshilfe 3 Plus bis zum 31. März 2022 verlängert. Sobald weitere Einzelheiten bekannt sind, werden wir Sie hier informieren.

Neustarthilfe für Soloselbstständige (Förderzeitraum Januar bis Juni 2021)

Die Situation von Soloselbstständigen wird besonders berücksichtigt. Sie können zur Abdeckung ihrer zum Teil sehr geringen Fixkosten, aber auch ihrer Lebenshaltungskosten eine „Neustarthilfe“, das heißt einen einmaligen Zuschuss von bis zu 7.500 Euro als Betriebskostenpauschale, erhalten. Die Unterstützung umfasst den Zeitraum Januar bis Juni 2021 und ist für Soloselbstständige vorgesehen, die Corona-bedingt hohe Umsatzeinbußen verzeichnen, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500 Euro, und wird in einem Betrag ausgezahlt.

Neustarthilfe Plus (Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021)

Analog zur Überbrückungshilfe 3 wird auch die Förderung für Soloselbstständige als „Neustarthilfe Plus“ bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Dabei erhöht sich der Zuschuss von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis Dezember 2021. Weitere Informationen zur Neustarthilfe Plus einschließlich Hinweisen zur Antragstellung sind unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de verfügbar.

Gemäß Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung vom 18. November 2021 wird die Neustarthilfe Plus bis zum 31. März 2022 verlängert. Sobald weitere Einzelheiten bekannt sind, werden wir Sie hier informieren.

Eigenkapitalzuschuss für besonders stark von der Corona-Krise betroffene Betriebe

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass besonders stark von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffene Betriebe zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III einen Eigenkapitalzuschuss erhalten können. Anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021. Der Eigenkapitalzuschuss beträgt bis zu 40 Prozent der Summe, die ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten im Rahmen der Überbrückungshilfe III erstattet bekommt. Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 Prozent. Im vierten Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erhöht sich der Zuschlag auf 35 Prozent; bei fünf oder mehr Monaten erhöht er sich noch einmal auf 40 Prozent pro Monat. Der Eigenkapitalzuschuss kann bei Vorliegen der Zugangsvoraussetzungen im Rahmen des Antrags auf die Überbrückungshilfe III beantragt werden.

Antragstellung: Überbrückungshilfe, Phase 3

Anträge auf Überbrückungshilfe III können ab sofort über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer gestellt werden. Betroffenen Betrieben ist daher zu empfehlen, sich hierzu rasch mit ihren Steuerberatern in Verbindung zu setzen. Betriebe, die keinen Steuerberater haben, können bei der Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein unter der E-Mail-Adresse info(at)stbk-sh.de eine Liste von Steuerberatern anfordern, die noch Mandanten aufnehmen.

Nach Beginn der Antragstellung erfolgen zunächst Abschlagszahlungen auf die beantragten Fixkostenzuschüsse in Höhe von bis zu 800.000 Euro. Die regulären Auszahlungen der über die Abschlagszahlungen hinausgehenden Beträge haben im März 2021 begonnen. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe III ist bis zum 2. November 2021 verlängert worden. Allerdings werden auf Neuanträge, die nach dem 30. Juni 2021 eingereicht werden, keine Abschlagszahlungen mehr ausgezahlt. Für den Fall, dass die Umsatzentwicklung nach der Antragstellung stark von der im Antrag angegebenen Umsatzprognose abweicht, kann ein Änderungsantrag gestellt werden. Anträge auf Überbrückungshilfe III Plus können bis zum 31. Dezember 2021 gestellt werden.

Antragstellung: Neustarthilfe für Soloselbstständige und Neustarthilfe Plus

Anträge auf die Neustarthilfe für Soloselbstständige können ab sofort direkt, also ohne Einbindung eines Steuerberaters, über das Portal des Bundes gestellt werden. Voraussetzung für den direkten Zugang zum Antragsportal ist ein Elster-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für Elster und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf der Website von Elster. Die (erstmalige) Registrierung im Elster-Portal kann aufgrund der erforderlichen Übersendung der Aktivierungsdaten einige Tage dauern. Es ist für Soloselbständige, die den Antrag ohne Steuerberater stellen wollen und noch keinen Elster-Zugang haben, daher empfehlenswert, das Elster-Zertifikat schnellstmöglich zu beantragen. Die Antragsfrist für die Neustarthilfe läuft bis zum 2. November 2021, diejenige für die Neustarthilfe Plus läuft bis zum 31. Dezember 2021.

Neustarthilfe: Endabrechnung bis 31. Dezember 2021 erforderlich

Soloselbstständige, die Neustarthilfe für den Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 aufgrund eines Direktantrags (d.h. ohne Einbindung eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers) erhalten haben, müssen bis Jahresende die bei diesem Förderprogramm vorgesehene Endabrechnung durchführen. Diese erfolgt online auf der Plattform des Bundes, über die auch der Direktantrag gestellt wurde. Wie bei der Direktantragstellung ist für den Zugang zur Plattform ein Elster-Zertifikat erforderlich. Dort muss lediglich der erzielte Umsatz und die sonstigen Einnahmen (beispielsweise aus nichtselbstständigen Tätigkeiten) im Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 angegeben werden. Alle anderen Informationen werden aus dem Antrag übernommen.

Man erhält in der Online-Maske sofort eine Rückmeldung, ob der Neustarthilfe-Vorschuss gar nicht, teilweise oder vollständig zurückgezahlt werden muss. Empfänger der Neustarthilfe sind zur Endabrechnung bis zum 31. Dezember 2021 verpflichtet. Erfolgt keine Endabrechnung, ist der ausgezahlte Vorschuss vollständig zurückzuzahlen. Sofern die Endabrechnung ergibt, dass eine Verpflichtung zur teilweisen oder vollständigen Rückzahlung besteht, erhalten die Betroffenen einen entsprechenden Bescheid von der Bewilligungsstelle. Die eigentliche Rückzahlung muss dann bis 30. Juni 2022 erfolgen. Eine Endabrechnung für die Neustarthilfe Plus (Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021) wird ab Anfang 2022 möglich sein und ist dann bis 31. März 2022 durchzuführen.

Förderung der dualen Ausbildung – Richtlinie des Landes Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist am 10. August eine eigene Förderrichtlinie in Kraft getreten, mit der Ausbildungsbetriebe bei der Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie unterstützt werden sollen. Ab sofort können Unternehmen eine einmalige Förderung in Höhe von 2.000 Euro erhalten, wenn sie zusätzlich junge Menschen aufnehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie ihren Ausbildungsplatz verloren haben. Damit möchte das Land  Firmen unterstützen, die nicht von den Ausbildungsprämien des Bundes profitieren können (siehe auch Abschnitt Ausbildungsprämien).

Mit der Förderung will das Land eine Förderlücke des Bundesprogramms schließen. Förderberechtigt waren im Bundesprogramm nur Unternehmen bis 249 Mitarbeiter. Das Landesprogramm richtet sich an Betriebe mit bis zu 400 Mitarbeitern. Darüber hinaus wird die Landesförderung sofort und nicht erst nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit ausgezahlt.

Förderung beantragen

Einzelheiten zu Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen des Förderprogramms finden Sie auf der Webseite des Landes Schleswig-Holstein. Bitte nutzen Sie ausschließlich das dort hinterlegte Antragsformular. Zusätzlich benötigen Sie eine „Bestätigung der zuständige Stelle bezüglich der Zusätzlichkeit des Ausbildungsplatzes“. Diese Bescheinigung erhalten Sie als Mitgliedsbetrieb von der Handwerkskammer Lübeck. Bitte senden Sie dafür das ausgefüllte Formular an folgenden Email-Adresse: Ausbildungsplaetze-sichern(at)hwk-luebeck.de. Alternativ können Sie das Formular auch auf dem Postweg an uns senden: Handwerkskammer Lübeck, Abt. Lehrlingsrolle, Breite Straße 10/12, 23552 Lübeck. Sie erhalten dann umgehend die Bescheinigung.

Ausbildungsprämien (Ausbildungsbeginn 1. Juni 2021 bis 15. Februar 2022)

Die Coronakrise soll nicht zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen werden. Daher unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung ausbildende Betriebe mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Ab sofort können Betriebe bei der für ihren Betrieb zuständigen Agentur für Arbeit Ausbildungsprämien beantragen. Die Förderung ist nur für Betriebe bis zu einer Größe von maximal 499 Vollzeitbeschäftigten vorgesehen. Sie wird unter folgenden Voraussetzungen ausgezahlt:

Erhalt des Ausbildungsniveaus - Voraussetzung: erhebliche Betroffenheit durch die Coronakrise

Die Ausbildungsprämie fördert Betriebe, die in erheblichem Umfang von der Coronakrise betroffen sind und dennoch gleich viele Ausbildungsverträge für das Ausbildungsjahr 2021/2022 abschließen, wie im Durchschnitt der Jahre 2018/2019 bis 2020/2021 oder in Summe der Neuverträge 2018/2019 bis 2020/2021 im Vergleich zur Summe der Verträge 2019/2020 bis 2021/2022. Sie gilt für alle Ausbildungsverhältnisse, die zwischen dem 1. Juni 2021 und 15. Februar 2022 beginnen. Der Ausbildungsvertrag kann bereits vor Inkrafttreten der Förderrichtlinie abgeschlossen worden sein. Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 4.000 Euro je Ausbildungsvertrag. Der Zuschuss wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt. 

Um die Ausbildungsprämie zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten folgende Kriterien: Die Beschäftigten haben seit Januar 2020 mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet oder der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist seit April 2020 im Vergleich zu dem jeweiligen Monat im Jahr 2019 durchschnittlich um mindestens 30 Prozent eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.

Erhöhung des Ausbildungsniveaus (Ausbildungsprämie plus) - Voraussetzung: erhebliche Betroffenheit durch die Coronakrise

Alternativ gibt es die Ausbildungsprämie plus für zusätzliche Ausbildungsverträge. Sie fördert Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen. In diesem Fall beträgt der Zuschuss einmalig 6.000 Euro pro zusätzlichem Ausbildungsvertrag. Hierunter fallen auch Betriebe, die trotz pandemiebedingter Einbußen in diesem Jahr erstmalig ausbilden. Der Zuschuss wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Um die Ausbildungsprämie plus zu erhalten, muss der Betrieb vor der Ausbildung erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten folgende Kriterien: Die Beschäftigten haben seit Januar 2020 in Kurzarbeit gearbeitet oder der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist seit April 2020 im Vergleich zu dem jeweiligen Monat im Jahr 2019 durchschnittlich um mindestens 30 Prozent eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.

Vermeidung von Arbeitsausfällen trotz Kurzarbeit

Wenn Betriebe aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit anzeigen, aber einen Arbeitsausfall bei ihren Auszubildenden und Ausbildern vermeiden, können sie einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung erhalten. Die Förderung wird für jeden Monat gezahlt, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat. Der Zuschuss kann monatlich rückwirkend für die Zeit vom 1. August 2020 bis 31. Dezember 2021 beantragt werden. Der Zuschuss zur Ausbildervergütung für jeweils bis zu zehn Auszubildende beträgt 50 Prozent bis maximal 4.000 Euro und gilt vom 1. April bis 31. Dezember 2021.

Zuschuss für Kleinstunternehmen

Kleinstuntehmen mit bis zu 4 Mitarbeitern können einmalig einen Zuschuss von 1.000 Euro für jede Auszubildende bzw. jeden Auszubildenden erhalten. Er wird gewährt bei keiner
oder nur in geringem Umfang erfolgter Geschäftstätigkeit aufgrund oder in mittelbarer Folge von Corona-bedingten behördlichen Anordnungen seit November 2020. Voraussetzung ist, dass die Ausbildung an mindestens 30 Arbeitstagen fortgesetzt wurde. Der Zuschuss gilt rückwirkend für den Zeitraum von November 2020 bis 31. Juli 2021. Die Antragsstellung muss bis 31. Juli 2021 erfolgen.

Übernahme von Auszubildenden aus pandemiebedingt insolventen Betrieben

Betriebe, die Auszubildende aus einem Betrieb weiter ausbilden, der infolge der Corona-Krise insolvent ist oder dem die Fortführung der Ausbildung wegen der Folgen der Corona-Krise bis zum Ablauf der Ausbildungszeit nicht mehr möglich ist, können die Übernahmeprämie beantragen. Sie wird für Lehrlinge gewährt, die vom 1. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021 übernommen werden. Der aufnehmende Betrieb erhält die Übernahmeprämie als einmaligen Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro. Die Prämie wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Infos der Bundesregierung

Eckpunktepapier (590,1 KB)

FAQs zur Ausbildungsprämie

Häufig gestellte Fragen (161,4 KB)

Temporäre Übernahme von Auszubildenden

Gefördert werden Unternehmen, überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende temporär übernehmen, wenn der ursprüngliche Ausbildungsbetrieb vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist. Die Prämie beträgt 450 Euro pro Woche, aber maximal 8.100 Euro für jeden interimsweise übernommenen Auszubildenden. Die Prämie kann auch an den Stammausbildungsbetrieb (bis 499 Mitarbeitende) ausgezahlt werden. Gegenstand der geförderten Auftrags- und Verbundausbildung kann künftig auch ein Zuschuss zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge für Auszubildende des Stammbetriebes sein.

Weitere Infos

ZDH-Informationen

Ausbildungsprämien beantragen

Einzelheiten zu Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen des Förderprogramms finden Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit. Bitte nutzen Sie ausschließlich die dort hinterlegten Antragsformulare. Zusätzlich benötigen Sie eine „Bescheinigung der zuständigen Stelle“ über die Ausbildungsverhältnisse. Diese Bescheinigung erhalten Sie als Mitgliedsbetrieb von der Handwerkskammer Lübeck. Bitte senden Sie dafür das ausgefüllte Formular an folgenden Email-Adresse: Ausbildungsplaetze-sichern(at)hwk-luebeck.de. Alternativ können Sie das Formular auch auf dem Postweg an uns senden: Handwerkskammer Lübeck, Abt. Lehrlingsrolle, Breite Straße 10/12, 23552 Lübeck. Sie erhalten dann umgehend die Bescheinigung, die Sie bei der Agentur für Arbeit einreichen müssen.

Härtefallfonds Schleswig-Holstein

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat einen Härtefallfonds für Betriebe aufgelegt, die durch die Corona-Krise weiterhin Liquiditätsengpässe aufgrund hoher Umsatzausfälle haben. Fördermittel aus diesem Fonds werden bis Jahresende 2021 zur Verfügung stehen. Antragstellende Unternehmen müssen einen Umsatzausfall im 2. Halbjahr 2021 von mindestens 50 Prozent im Vergleich zum 2. Halbjahr 2019, einen Umsatzausfall im 1. Halbjahr 2021 von mindestens 50 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2019 oder einen Umsatzausfall von mindestens 50 Prozent im 2. Halbjahr 2020 im Vergleich zum 2. Halbjahr 2019 aufweisen. Aus dem Härtefallfonds werden Darlehen und stille Beteiligungen mit einem Volumen von 15.000 bis 750.000 Euro vergeben (keine Zuschüsse!). Anträge können bis zum 31. Dezember 2021 über die Hausbanken gestellt werden.

Härtefallhilfe

Die Härtefallhilfe ist ein gemeinsames Programm des Bundes und der Länder und ergänzt die bestehenden Corona-Hilfsprogramme. Es richtet sich an Unternehmen und Selbstständige, die aufgrund von speziellen Fallkonstellationen in den bestehenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern nicht berücksichtigt sind, deren wirtschaftliche Not eindeutig durch die Corona-Pandemie bedingt ist und die grundsätzlich förderwürdige Fixkosten aufweisen.

Die Härtefallhilfe wird auf der Basis einer Einzelfallentscheidung im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel gewährt. Sie kann nur bewilligt werden, wenn andere Hilfsprogramme von Bund, Ländern und Kommunen (ohne Darlehensprogramme) nicht greifen. Zudem sind Unternehmen nur antragsberechtigt, wenn sie sich mindestens einer der unter www.haertefallhilfen.de in den FAQs erläuterten Härtefall-Kategorien für Schleswig-Holstein zuordnen lassen.

Der Förderzeitraum für die Härtefallhilfe umfasst die Monate November 2020 bis Oktober 2021. Die Höhe der Förderung hängt unter anderem von der Belastung im Einzelfall ab. Sie orientiert sich in der Regel an den sonstigen Unternehmenshilfen des Bundes, das heißt insbesondere an den förderfähigen Fixkosten. Die Härtefallhilfe sollte im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen.

Eine Antragstellung ist bis zum 31. Oktober 2021 ausschließlich über prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte) möglich. Der Antrag auf Härtefallhilfe kann nur einmal gestellt werden. Bei den beihilferechtlichen Grundlagen sind die Regelungen der Überbrückungshilfe III zu beachten. Abschlagszahlungen sind nicht vorgesehen.

Weitere Infos

FAQs und Antragstellung

Kreditvergabemöglichkeiten und zusätzliche KFW-Sonderprogramme

Der Bund hat die bestehenden Instrumente zur Flankierung des Kreditangebots der Geschäftsbanken und Sparkassen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht. Zwei Punkte sind für das Handwerk besonders wichtig.

Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein

Die Kreditvergabemöglichkeiten der Bürgschaftsbanken - also auch der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein - wurden deutlich ausgeweitet: Der Bürgschaftshöchstbetrag wurde auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein bietet in diesem Zusammenhang beispielsweise das Programm BB Express an. Damit können unter anderem Liquiditätskredite bis 300.000 Euro gegenüber der Hausbank mit 80 Prozent Verbürgung abgesichert werden. Die Bundesregierung hat die erweiterten Kreditvergabemöglichkeiten der Bürgschaftsbanken bis zum 30. Dezember 2021 verlängert. Die Bürgschaften können über die Hausbanken beantragt werden. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Hausbank sowie bei der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein.

KFW-Schnellkredit für den Mittelstand

Für Unternehmen, die krisenbedingt vorübergehend in ernsthaftere Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind und daher nicht ohne weiteres Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben, stehen Sonderprogramme bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Diese können über die Hausbank beantragt werden. Kernelement ist der KfW-Schnellkredit für den Mittelstand. Dieser Kredit steht Betrieben bzw. mittelständischen Unternehmen zur Verfügung, die mindestens seit dem 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind. Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu drei Monatsumsätze des Jahres 2019: maximal 675.000 Euro für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern, maximal 1.125.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern und maximal 1.800.000 Euro für Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern.

Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen. Der Zinssatz beträgt aktuell drei Prozent, die Laufzeit zehn Jahre. Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100 Prozent durch die KfW - abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit zügig bewilligt werden. Der KfW-Schnellkredit kann bis zum 31. Dezember 2021 über die Hausbank beantragt werden.

Weitere Infos

KfW-Corona-Hilfe

Wichtig: Kontakt zur Hausbank

Betriebe, die von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind, sollten sich zunächst an ihre Hausbank wenden (soweit vorhanden). So kann sichergestellt werden, dass ergänzend zu den derzeit auf den Weg gebrachten staatlichen Soforthilfen die bestmöglichen Finanzierungs- und Förderinstrumente genutzt werden. Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie private Banken haben erklärt, dass sie in der aktuellen Krise an der Seite ihrer Kunden stehen. Vor dem Hintergrund der Corona-Situation ändern die Institute derzeit vielfach ihre Öffnungszeiten und veröffentlichen aktuelle Hinweise dazu, wie sie für ihre Kunden telefonisch oder online erreichbar sind. Behalten Sie daher bitte die Webseite Ihrer Bank oder Sparkasse im Blick.

Erleichterter Zugang zur Grundsicherung für Solo-Selbstständige

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Corona-Krisenmaßnahmen befristet bis zum 31. Dezember 2021 den Zugang zur Grundsicherung für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer bzw. Kleinunternehmerinnen erleichtert. Hierbei findet eine Vermögensprüfung nur noch statt, wenn erhebliches Vermögen vorhanden ist - das heißt: mehr als 60.000 Euro für das erste und mehr als 30.000 Euro für jedes weitere Haushaltsmitglied. Mit der Grundsicherung wird der Lebensunterhalt gesichert, wenn keine vorrangigen Hilfen greifen. Voraussetzung ist, dass sich durch einen Corona-bedingten Rückgang von Aufträgen oder Kunden die finanzielle Situation drastisch verschlechtert hat.

Hilfen bei Arbeitsausfällen

Das Coronavirus kann durch Lieferengpässe oder Schutzmaßnahmen kurzfristig erhebliche Arbeitsausfälle verursachen. Wie Handwerksbetriebe und Beschäftigte damit umgehen können, erfahren sie auf dieser Seite.

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Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

Stundung von Steuerzahlungen

Steuerpflichtige, die unmittelbar und erheblich negativ durch die Corona-Pandemie betroffen sind, können bis zum 30.06.2021 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Steuern stellen. Die entstandenen Schäden müssen wertmäßig nicht im Einzelnen nachgewiesen werden, eine Begründung ist jedoch erforderlich. Die Laufzeit dieser "vereinfachten Stundungen" ist bis zum 30.09.2021 begrenzt. Darüber hinaus können diese Stundungen nur noch mit Ratenzahlungsvereinbarungen längstens bis zum 31.12.2021 gewährt werden. Auf die Erhebung von Stundungszinsen wird in diesen Fällen in der Regel verzichtet. Gestundet werden können die Einkommen-, Körperschaft-, Umsatz- und Gewerbesteuer.

Die Stundungsanträge zur Einkommen-, Körperschaft-, und Umsatzsteuer können mit Hilfe des links unter „Weitere Infos“ verlinkten Formulars für Steuerstundungen oder formlos an das jeweils zuständige Finanzamt gerichtet werden. Anträge, die die Gewerbesteuer betreffen, werden an die zuständige Gemeinde gerichtet.

Verlängerte Frist zur Abgabe von Steuererklärungen

Bundestag und Bundesrat haben die Abgabefrist für die Steuererklärung für das Kalenderjahr 2020 verlängert:

  • Für Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärung selbst erstellen (sogenannte „nicht beratene Steuerpflichtige“), ist der letzte Abgabetermin der 31. Oktober 2021.
  • Für „beratene Steuerpflichtige“, also Steuerzahler, deren Steuererklärung von einem Steuerberater erstellt wird, endet die Abgabefrist am 31. Mai 2022.

Ansprechpartner

Aufgrund der Vielzahl an möglichen Einzelmaßnahmen empfehlen wir Ihnen, sich ergänzend an Ihren Steuerberater zu wenden.

Weitere Infos

Bundesfinanzministerium

Finanzministerium Schleswig-Holstein

Finanzämter in Schleswig-Holstein

Formular für Steuerstundungen

„Corona-Dokumentation“ für spätere steuerliche Betriebsprüfungen

In Zeiten der Corona-Pandemie werden Betriebe mit zahlreichen behördlichen Auflagen konfrontiert, die sich auf den Betriebsablauf und die Möglichkeiten der Einnahmenerzielung auswirken. Wird die Buchführung in einigen Jahren im Rahmen einer steuerlichen Betriebsprüfung auf ihre Ordnungsmäßigkeit überprüft, könnte es zu vermehrten Rückfragen der Finanzbehörden zu den Auswirkungen der staatlichen Corona-Bestimmungen kommen. Daher kommt der Nachvollziehbarkeit der Aufzeichnungen gerade in Corona-Zeiten eine besondere Bedeutung zu. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat hierzu ein Muster für eine gesonderte „Corona-Dokumentation“ erstellt.

ZDH-Praxistipp

Corona-Dokumentation

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Der GKV-Spitzenverband hat mitgeteilt, dass Sozialversicherungsbeiträge im Rahmen eines niedrigschwelligen Verfahrens bis einschließlich September2021 gestundet werden können. Von der Corona-Pandemie betroffene Arbeitgeber haben dabei nachzuweisen, dass eine erhebliche Härte vorliegt, die Zahlungsschwierigkeiten vorübergehender Natur sind und die Realisierung des Beitragsanspruchs nicht gefährdet ist. Zudem ist die Erhebung von Stundungszinsen in Abhängigkeit vom Zahlungsverhalten des Arbeitgebers sowie ein regelhaftes Vorhalten von Sicherheitsleistungen vorgesehen. Nähere Informationen zur Beitragsstundung finden Sie unter „Weitere Infos“ im Schreiben des GKV-Spitzenverbandes vom 30. Juni 2021. Bitte beachten Sie darin auch die Hinweise zur Dokumentation der eingeräumten Beitragsstundungen. Diese Unterstützungsmaßnahmen gelten auch für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung, die ihre Beiträge selbst zu zahlen haben, sofern sie von dem aktuellen Shutdown betroffen sind.

Alle Ansprechpartner zum Thema "Finanzielle Hilfsmaßnahmen"

 Jan Gerdts

Jan Gerdts

Betriebsberater für Kiel und Plön

Telefon: 0431 666563-814
Mobil: 0159 04390509
Fax: 0451 1506-180
jgerdts@hwk-luebeck.de

 Ute Hanson

Ute Hanson

Betriebsberaterin für Stormarn und Herzogtum Lauenburg

Telefon: 0451 1506-233
Mobil: 0159 04390512
Fax: 0451 1506-277
uhanson@hwk-luebeck.de

 Mandy Hennig

Mandy Hennig

Betriebsberaterin für Lübeck

Telefon: 0451 1506-231
Mobil: 0159 04390510
Fax: 0451 1506-277
mhennig@hwk-luebeck.de

 Lars Lüthje

Lars Lüthje

Betriebsberater für Pinneberg und Steinburg

Telefon: 04121 4739-616
Mobil: 0159 04390508
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 Stefan Seestädt

Stefan Seestädt

Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik und Betriebsberatung, Betriebsberater für Ostholstein

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 Kai-Uwe Steding

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Betriebsberater für Segeberg und Neumünster

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