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Coronavirus: Finanzielle Hilfsmaßnahmen

Bundes- und Landesregierung haben umfassende Hilfsmaßnahmen für Betriebe beschlossen, die von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind. Hier erhalten Sie einen Überblick über die Maßnahmen und weiterführende Informationsquellen.

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Corona-Überbrückungshilfe

Hintergrundinfos

Die Corona-Überbrückungshilfe ist Teil des Konjunkturpakets der Bundesregierung von Juni 2020. Die Überbrückungshilfe richtet sich an von der Corona-Krise betroffene Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeitern und maximal 50 Millionen Euro Umsatz beziehungsweise einer Bilanzsumme von 43 Millionen Euro, die aufgrund erheblicher Umsatzeinbrüche ihre Fixkosten nicht aufbringen können. Auch Soloselbständige sind antragsberechtigt. Gefördert werden laufende Fixkosten wie zum Beispiel Mieten, Pachten, Zinsaufwendungen, Grundsteuern oder Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen.

Ab Juni 2020 wurde die Überbrückungshilfe in mehreren Phasen bereitgestellt. Die Förderzeiträume und die Antragstellungsmöglichkeiten für die Überbrückungshilfe I, II, III und III Plus sind inzwischen abgelaufen. Die Überbrückungshilfe IV läuft noch bis zur Jahresmitte 2022.

Überbrückungshilfe IV (Förderzeitraum Januar 2022 bis März 2022)

Die Unterstützung von Betrieben, die von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie stark betroffen sind, wird als „Überbrückungshilfe 4“ bis 30. Juni 2022 fortgeführt. Bei der Überbrückungshilfe 4 erfolgt weiterhin eine Fixkostenerstattung. Antragsvoraussetzung ist nach wie vor ein durch Corona bedingter Umsatzrückgang von 30 Prozent im Vergleich zum Referenzzeitraum 2019. Auch Abschlagszahlungen sind wiederum für die Überbrückungshilfe IV vorgesehen. Der maximale Fördersatz der förderfähigen Fixkosten beträgt 90 Prozent bei einem Umsatzrückgang von über 70 Prozent. Als förderfähige Kostenpositionen können weiterhin die Kosten für Miete, Pacht, Zinsaufwendungen für Kredite, Ausgaben für Instandhaltung, Versicherungen usw. geltend gemacht werden. Kostenpositionen wie Modernisierungs- oder Renovierungsausgaben sind künftig nicht mehr förderfähig.

Für den Zeitraum 1. Januar 2022 bis 28. Februar 2022 ist eine Anerkennung eines Umsatzeinbruchs auch dann als coronabedingt möglich, wenn aufgrund von angeordneten Corona-Zutrittsbeschränkungen (2G, 2G Plus oder 3G) bzw. vergleichbaren Maßnahmen (z.B. Sperrstundenregelungen) die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich ist und dieser deshalb eingeschränkt oder eingestellt wird.

Details zur Überbrückungshilfe 4 sind unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de verfügbar. Die Antragstellung ist ausschließlich über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer möglich.

Neustarthilfe 2022 (Förderzeitraum Januar bis Juni 2022)

Die Situation der Soloselbstständigen wird besonders berücksichtigt. Sie können zur Abdeckung ihrer zum Teil sehr geringen Fixkosten, aber auch ihrer Lebenshaltungskosten eine „Neustarthilfe“ erhalten. Mit der Neustarthilfe 2022 können Soloselbständige (auch mit Personengesellschaft) weiterhin pro Monat bis zu 1.500 Euro an direkten Zuschüssen als Betriebskostenpauschale erhalten. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent des dreimonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 4.500 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften sowie bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften.

Antragstellung: Überbrückungshilfe IV

Anträge können über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer gestellt werden. Betroffenen Betrieben ist daher zu empfehlen, sich hierzu rasch mit ihren Steuerberatern in Verbindung zu setzen. Betriebe, die keinen Steuerberater haben, können bei der Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein unter der E-Mail-Adresse info(at)stbk-sh.de eine Liste von Steuerberatern anfordern, die noch Mandanten aufnehmen.

Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 15. Juni 2022. Bis einschließlich 15. Juni 2022 können auch Erweiterungsanträge gestellt werden, bei denen weitere Fördermonate beantragt werden. Die Frist für andere Änderungen (zum Beispiel Kontoverbindung, Fehlerkorrekturen) wurde verlängert und gilt jetzt bis 30. September 2022.

Antragstellung: Neustarthilfe 2022

Anträge auf die Neustarthilfe 2022 für Soloselbstständige können direkt, also ohne Einbindung eines Steuerberaters, über das Portal des Bundes gestellt werden. Voraussetzung für den direkten Zugang zum Antragsportal ist ein Elster-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für Elster und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf der Website von Elster. Die (erstmalige) Registrierung im Elster-Portal kann aufgrund der erforderlichen Übersendung der Aktivierungsdaten einige Tage dauern. Es ist für Soloselbständige, die den Antrag ohne Steuerberater stellen wollen und noch keinen Elster-Zugang haben, daher empfehlenswert, das Elster-Zertifikat schnellstmöglich zu beantragen. Eine Antragstellung über Steuerberater ist aber ebenfalls möglich. Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 15. Juni 2022. Die Frist für Änderungsanträge endet am 30. September 2022.

WICHTIG: Beihilfebescheide für die Überbrückungshilfe IV und die Neustarthilfe 2022 sind unbedingt vor Ablauf des 30. Juni 2022 im Portal des Bundes abzurufen!

Durch Beschluss der Europäischen Kommission entfällt mit dem Auslaufen des Beihilferahmens für die Corona-Hilfen des Bundes am 30. Juni 2022 die Möglichkeit zur Gewährung von Beihilfen aus den Corona-Zuschussprogrammen des Bundes. Maßgeblich ist hierbei das Datum der Bescheidung durch die Bewilligungsstelle, nicht das Datum der Antragstellung. Da bis zum Fristablauf 30. Juni 2022 aber nicht alle gestellten Anträge geprüft und entsprechend beschieden werden können, werden zwischen dem 15. Juni und 20. Juni zur Fristwahrung in den offenen Fällen jeweils vorläufige Bewilligungsbescheide erlassen. Diese setzen für den beantragten Zeitraum dem Grunde nach den Anspruch auf Förderung aus dem jeweiligen Programm vorläufig fest. Diese bereitgestellten Bescheide sind unbedingt vor Ablauf des 30. Juni 2022 im Portal des Bundes abzurufen. Nur bei aktivem Abruf vor Ablauf des 30. Juni 2022 werden die Bescheide rechtzeitig wirksam, eine zwingende Voraussetzung für eine etwaige Auszahlung. Sollten die vorläufigen Bescheide nicht rechtzeitig abgerufen werden, ist keine Fördergewährung mehr möglich!

Förderung der dualen Ausbildung – Richtlinie des Landes Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist am 10. August eine eigene Förderrichtlinie in Kraft getreten, mit der Ausbildungsbetriebe bei der Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie unterstützt werden sollen. Ab sofort können Unternehmen eine einmalige Förderung in Höhe von 2.000 Euro erhalten, wenn sie zusätzlich junge Menschen aufnehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie ihren Ausbildungsplatz verloren haben. Damit möchte das Land  Firmen unterstützen, die nicht von den Ausbildungsprämien des Bundes profitieren können (siehe auch Abschnitt Ausbildungsprämien).

Mit der Förderung will das Land eine Förderlücke des Bundesprogramms schließen. Förderberechtigt waren im Bundesprogramm nur Unternehmen bis 249 Mitarbeiter. Das Landesprogramm richtet sich an Betriebe mit bis zu 400 Mitarbeitern. Darüber hinaus wird die Landesförderung sofort und nicht erst nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit ausgezahlt.

Förderung beantragen

Einzelheiten zu Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen des Förderprogramms finden Sie auf der Webseite des Landes Schleswig-Holstein. Bitte nutzen Sie ausschließlich das dort hinterlegte Antragsformular. Zusätzlich benötigen Sie eine „Bestätigung der zuständige Stelle bezüglich der Zusätzlichkeit des Ausbildungsplatzes“. Diese Bescheinigung erhalten Sie als Mitgliedsbetrieb von der Handwerkskammer Lübeck. Bitte senden Sie dafür das ausgefüllte Formular an folgenden Email-Adresse: Ausbildungsplaetze-sichern(at)hwk-luebeck.de. Alternativ können Sie das Formular auch auf dem Postweg an uns senden: Handwerkskammer Lübeck, Abt. Lehrlingsrolle, Breite Straße 10/12, 23552 Lübeck. Sie erhalten dann umgehend die Bescheinigung.

Ausbildungsprämien (Ausbildungsbeginn 1. Juni 2021 bis 15. Februar 2022)

Die Coronakrise soll nicht zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen werden. Daher unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung ausbildende Betriebe mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“. Ab sofort können Betriebe bei der für ihren Betrieb zuständigen Agentur für Arbeit Ausbildungsprämien beantragen. Die Förderung ist nur für Betriebe bis zu einer Größe von maximal 499 Vollzeitbeschäftigten vorgesehen. Sie wird unter folgenden Voraussetzungen ausgezahlt:

Erhalt des Ausbildungsniveaus - Voraussetzung: erhebliche Betroffenheit durch die Coronakrise

Die Ausbildungsprämie fördert Betriebe, die in erheblichem Umfang von der Coronakrise betroffen sind und dennoch gleich viele Ausbildungsverträge für das Ausbildungsjahr 2021/2022 abschließen, wie im Durchschnitt der Jahre 2018/2019 bis 2020/2021 oder in Summe der Neuverträge 2018/2019 bis 2020/2021 im Vergleich zur Summe der Verträge 2019/2020 bis 2021/2022. Sie gilt für alle Ausbildungsverhältnisse, die zwischen dem 1. Juni 2021 und 15. Februar 2022 beginnen. Der Ausbildungsvertrag kann bereits vor Inkrafttreten der Förderrichtlinie abgeschlossen worden sein. Die Prämie besteht aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 4.000 Euro je Ausbildungsvertrag. Der Zuschuss wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt. 

Um die Ausbildungsprämie zu erhalten, muss der Betrieb erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten folgende Kriterien: Die Beschäftigten haben seit Januar 2020 mindestens einen Monat in Kurzarbeit gearbeitet oder der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist seit April 2020 im Vergleich zu dem jeweiligen Monat im Jahr 2019 durchschnittlich um mindestens 30 Prozent eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.

Erhöhung des Ausbildungsniveaus (Ausbildungsprämie plus) - Voraussetzung: erhebliche Betroffenheit durch die Coronakrise

Alternativ gibt es die Ausbildungsprämie plus für zusätzliche Ausbildungsverträge. Sie fördert Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen. In diesem Fall beträgt der Zuschuss einmalig 6.000 Euro pro zusätzlichem Ausbildungsvertrag. Hierunter fallen auch Betriebe, die trotz pandemiebedingter Einbußen in diesem Jahr erstmalig ausbilden. Der Zuschuss wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Um die Ausbildungsprämie plus zu erhalten, muss der Betrieb vor der Ausbildung erheblich von der Corona-Krise betroffen sein. Dafür gelten folgende Kriterien: Die Beschäftigten haben seit Januar 2020 in Kurzarbeit gearbeitet oder der Umsatz des Ausbildungsbetriebs ist seit April 2020 im Vergleich zu dem jeweiligen Monat im Jahr 2019 durchschnittlich um mindestens 30 Prozent eingebrochen. Wurde das Unternehmen nach April 2019 gegründet, gelten November und Dezember 2019 als Vergleichszeitraum.

Vermeidung von Arbeitsausfällen trotz Kurzarbeit

Wenn Betriebe aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit anzeigen, aber einen Arbeitsausfall bei ihren Auszubildenden und Ausbildern vermeiden, können sie einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Ausbildungsvergütung erhalten. Die Förderung wird für jeden Monat gezahlt, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent angezeigt hat. Der Zuschuss kann monatlich rückwirkend für die Zeit vom 1. August 2020 bis 31. Dezember 2021 beantragt werden. Der Zuschuss zur Ausbildervergütung für jeweils bis zu zehn Auszubildende beträgt 50 Prozent bis maximal 4.000 Euro und gilt vom 1. April bis 31. Dezember 2021.

Zuschuss für Kleinstunternehmen

Kleinstuntehmen mit bis zu 4 Mitarbeitern können einmalig einen Zuschuss von 1.000 Euro für jede Auszubildende bzw. jeden Auszubildenden erhalten. Er wird gewährt bei keiner
oder nur in geringem Umfang erfolgter Geschäftstätigkeit aufgrund oder in mittelbarer Folge von Corona-bedingten behördlichen Anordnungen seit November 2020. Voraussetzung ist, dass die Ausbildung an mindestens 30 Arbeitstagen fortgesetzt wurde. Der Zuschuss gilt rückwirkend für den Zeitraum von November 2020 bis 31. Juli 2021. Die Antragsstellung muss bis 31. Juli 2021 erfolgen.

Übernahme von Auszubildenden aus pandemiebedingt insolventen Betrieben

Betriebe, die Auszubildende aus einem Betrieb weiter ausbilden, der infolge der Corona-Krise insolvent ist oder dem die Fortführung der Ausbildung wegen der Folgen der Corona-Krise bis zum Ablauf der Ausbildungszeit nicht mehr möglich ist, können die Übernahmeprämie beantragen. Sie wird für Lehrlinge gewährt, die vom 1. April 2021 bis zum 31. Dezember 2021 übernommen werden. Der aufnehmende Betrieb erhält die Übernahmeprämie als einmaligen Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro. Die Prämie wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit ausgezahlt.

Infos der Bundesregierung

Eckpunktepapier

FAQs zur Ausbildungsprämie

Häufig gestellte Fragen

Temporäre Übernahme von Auszubildenden

Gefördert werden Unternehmen, überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende temporär übernehmen, wenn der ursprüngliche Ausbildungsbetrieb vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist. Die Prämie beträgt 450 Euro pro Woche, aber maximal 8.100 Euro für jeden interimsweise übernommenen Auszubildenden. Die Prämie kann auch an den Stammausbildungsbetrieb (bis 499 Mitarbeitende) ausgezahlt werden. Gegenstand der geförderten Auftrags- und Verbundausbildung kann künftig auch ein Zuschuss zu den Kosten für externe Prüfungsvorbereitungslehrgänge für Auszubildende des Stammbetriebes sein.

Weitere Infos

ZDH-Informationen

Ausbildungsprämien beantragen

Einzelheiten zu Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen des Förderprogramms finden Sie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit. Bitte nutzen Sie ausschließlich die dort hinterlegten Antragsformulare. Zusätzlich benötigen Sie eine „Bescheinigung der zuständigen Stelle“ über die Ausbildungsverhältnisse. Diese Bescheinigung erhalten Sie als Mitgliedsbetrieb von der Handwerkskammer Lübeck. Bitte senden Sie dafür das ausgefüllte Formular an folgenden Email-Adresse: Ausbildungsplaetze-sichern(at)hwk-luebeck.de. Alternativ können Sie das Formular auch auf dem Postweg an uns senden: Handwerkskammer Lübeck, Abt. Lehrlingsrolle, Breite Straße 10/12, 23552 Lübeck. Sie erhalten dann umgehend die Bescheinigung, die Sie bei der Agentur für Arbeit einreichen müssen.

Erleichterter Zugang zur Grundsicherung für Solo-Selbstständige

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Corona-Krisenmaßnahmen befristet bis zum 31. Dezember 2022 den Zugang zur Grundsicherung für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer bzw. Kleinunternehmerinnen erleichtert. Hierbei findet eine Vermögensprüfung nur noch statt, wenn erhebliches Vermögen vorhanden ist - das heißt: mehr als 60.000 Euro für das erste und mehr als 30.000 Euro für jedes weitere Haushaltsmitglied. Mit der Grundsicherung wird der Lebensunterhalt gesichert, wenn keine vorrangigen Hilfen greifen. Voraussetzung ist, dass sich durch einen Corona-bedingten Rückgang von Aufträgen oder Kunden die finanzielle Situation drastisch verschlechtert hat.

Hilfen bei Arbeitsausfällen

Das Coronavirus kann durch Lieferengpässe oder Schutzmaßnahmen kurzfristig erhebliche Arbeitsausfälle verursachen. Wie Handwerksbetriebe und Beschäftigte damit umgehen können, erfahren sie auf dieser Seite.

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Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

Stundung von Steuerzahlungen

Steuerpflichtige, die unmittelbar und erheblich negativ durch die Corona-Pandemie betroffen sind, können bis zum 31. März 2022 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Steuern stellen. Die entstandenen Schäden müssen wertmäßig nicht im Einzelnen nachgewiesen werden, eine Begründung ist jedoch erforderlich. Die Laufzeit dieser "vereinfachten Stundungen" ist bis zum 30. Juni 2022 begrenzt. Darüber hinaus können diese Stundungen nur noch mit Ratenzahlungsvereinbarungen längstens bis zum 30. September 2022 gewährt werden. Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann in diesen Fällen in der Regel verzichtet werden. Gestundet werden können die Einkommen-, Körperschaft-, Umsatz- und Gewerbesteuer.

Die Stundungsanträge zur Einkommen-, Körperschaft-, und Umsatzsteuer können mit Hilfe des links unter „Weitere Infos“ verlinkten Formulars für Steuerstundungen oder formlos an das jeweils zuständige Finanzamt gerichtet werden. Anträge, die die Gewerbesteuer betreffen, werden an die zuständige Gemeinde gerichtet.

Verlängerte Frist zur Abgabe von Steuererklärungen

Bundestag und Bundesrat haben die Abgabefrist für die Steuererklärung für das Kalenderjahr 2020 verlängert:

  • Für Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärung selbst erstellen (sogenannte „nicht beratene Steuerpflichtige“), ist der letzte Abgabetermin der 31. Oktober 2021.
  • Für „beratene Steuerpflichtige“, also Steuerzahler, deren Steuererklärung von einem Steuerberater erstellt wird, endet die Abgabefrist am 31. Mai 2022.

Ansprechpartner

Aufgrund der Vielzahl an möglichen Einzelmaßnahmen empfehlen wir Ihnen, sich ergänzend an Ihren Steuerberater zu wenden.

„Corona-Dokumentation“ für spätere steuerliche Betriebsprüfungen

In Zeiten der Corona-Pandemie werden Betriebe mit zahlreichen behördlichen Auflagen konfrontiert, die sich auf den Betriebsablauf und die Möglichkeiten der Einnahmenerzielung auswirken. Wird die Buchführung in einigen Jahren im Rahmen einer steuerlichen Betriebsprüfung auf ihre Ordnungsmäßigkeit überprüft, könnte es zu vermehrten Rückfragen der Finanzbehörden zu den Auswirkungen der staatlichen Corona-Bestimmungen kommen. Daher kommt der Nachvollziehbarkeit der Aufzeichnungen gerade in Corona-Zeiten eine besondere Bedeutung zu. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat hierzu ein Muster für eine gesonderte „Corona-Dokumentation“ erstellt.

ZDH-Praxistipp

Corona-Dokumentation

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Wie der GKV-Spitzenverband mitteilt, wird ein vereinfachtes Stundungsverfahren der Sozialversicherungsbeiträge für Unternehmen, die sich aufgrund des noch ausstehenden Zuflusses der für sie bereit gestellten Wirtschaftshilfen in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befinden, erneut ermöglicht. Demnach können die Beiträge für die Monate Februar bis April 2022 im vereinfachten Verfahren längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Mai 2022 unter den gleichen Voraussetzungen gestundet werden, wie dies bereits für die Beiträge bis einschließlich zum Juni 2021 praktiziert wurde. Weitere Informationen und ein Antragsformular für das vereinfachte Stundungsverfahren finden Sie auf der Website des GKV-Spitzenverbandes in dessen FAQ zur Corona-Pandemie unter dem Stichwort „Sozialversicherungsbeiträge“.

Weitere Infos

FAQ GKV-Spitzenverband

Alle Ansprechpartner zum Thema "Finanzielle Hilfsmaßnahmen"

Jan Gerdts

Betriebsberater für Kiel und Plön


Ute Hanson

Betriebsberaterin für Stormarn und Herzogtum Lauenburg


Mandy Hennig

Betriebsberaterin für Lübeck


Lars Lüthje

Betriebsberater für Pinneberg und Steinburg


Stefan Seestädt

Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik und Betriebsberatung, Betriebsberater für Ostholstein


Kai-Uwe Steding

Betriebsberater für Segeberg und Neumünster