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Für deutsche Elektro- und Sanitärbetriebe wird die Auftragsannahme in Dänemark leichter

Lübeck/Flensburg, 1. März 2018 – Für deutsche Elektro- und Sanitärbetriebe wird es ab sofort leichter, in Dänemark Aufträge auszuführen.

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Das Land hat eine Zertifizierungspflicht abgeschafft, die bisher eine hohe Hürde für die Realisierung von Aufträgen darstellte. Die Handwerkskammer Schleswig-Holstein hatte gegen diese Beschränkung der europäischen Dienstleistungsfreiheit Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht.

Grundsätzlich müssen deutsche Elektro- und Sanitärbetriebe eine dänische Zulassung beantragen, wenn sie im Nachbarland vorübergehend Aufträge ausführen wollen. Bisher setzte die Erteilung der Zulassung die Vorhaltung eines zertifizierten Qualitätsmanagementsystems im Betrieb voraus. Zwar wurden deutsche Zertifizierungen nach ISO 9001 anerkannt. War ein Unternehmen jedoch nicht ISO-zertifiziert, musste es ein Qualitätsmanagementsystem einrichten und dieses von einer dänischen Kontrollinstanz kostenpflichtig zertifizieren lassen. Die dänische Zertifizierung kostete deutsche Unternehmen vorab rund 1.400 Euro. Nach erfolgter Zulassung überprüfte die dänische Kontrollinstanz den Betrieb auf dessen Kosten für etwa 470 Euro in Deutschland. Die kostenpflichtige Überprüfung wurde jährlich wiederholt. Aufgrund der Kosten und des Aufwandes hatten bisher nur 13 deutsche Betriebe eine Zulassung in Dänemark.

„Diese Zulassungsbeschränkung war in Europa einmalig und stellte eine Beschränkung der europäischen Dienstleistungsfreiheit dar“, sagt Sybille Kujath, Außenwirtschaftsberaterin der Handwerkskammer Lübeck, die gegen dieses Vorgehen bereits im Jahr 2013 Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht hatte. Jetzt lenkte Dänemark ein. Die Zertifizierungspflicht wurde abgeschafft. Betriebe ohne Zertifizierung müssen ihre Qualitätsmanagementprozesse ab sofort nur noch im Antragsformular für die dänische Zulassung beschreiben und sich nicht mehr extra zertifizieren lassen. „Unsere Ausdauer hat sich für unsere Mitgliedsbetriebe ausgezahlt“, freut sich Sybille Kujath über dieses Ergebnis. Sie ermuntert Elektro- und Sanitärbetriebe, nun auch für Aufträge aus Dänemark offen zu sein: „Ein zusätzliches Standbein im Auslandsgeschäft sichert das Heimatgeschäft für schlechtere Zeiten ab. Gerade jetzt ist die beste Zeit für einen Start. Die Außenwirtschaftsberatung unterstützt die Betriebe bei der dänischen Zulassungsbeantragung.“

Kontakt:
Sybille Kujath, Außenwirtschaftsberaterin der Handwerkskammer Lübeck,
Tel.: 0451-1506-278, E-Mail: skujath(at)hwk-luebeck.de
Anna Griet Wessels, Außenwirtschaftsberaterin der Handwerkskammer Flensburg,
Tel.: 0461 866-197, E-Mail: a.wessels(at)hwk-flensburg.de

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