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Halbjahresbilanz: Zahl der Betriebe weiter gestiegen

Lübeck, 24. August 2021 – Während des ersten Halbjahres 2021 hat sich die Zahl der Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Lübeck weiter erhöht. Am 30. Juni 2021 waren insgesamt 21.576 Betriebe in den Verzeichnissen eingetragen.

Foto: www.amh-online.de/Sascha Schneider

Das sind 284 mehr als zum Jahresende 2020. Bereits im Vorjahr gab es einen leichten Zuwachs von 220 Mitgliedsbetrieben. Der Anstieg im ersten Halbjahr 2021 vollzog sich sowohl bei den zulassungspflichtigen Handwerken (Gewerke, bei denen die Meisterprüfung die Voraussetzung für die Selbstständigkeit ist) als auch bei den zulassungsfreien und handwerksähnlichen Gewerben. Ende Juni 2021 gab es in den zulassungspflichtigen Handwerken 15.171 Betriebe im Kammerbezirk, 117 mehr als am Jahresanfang. Mit 70 Prozent stellen sie den größten Teil der Mitgliedsbetriebe der Kammer. Der Bestand der zulassungsfreien Handwerksbetriebe hat sich von 3.305 auf 3.429 erhöht. Die Zahl der handwerksähnlichen Gewerbebetriebe stieg in diesem Zeitraum von 2.930 auf 2.976.

„Für Handwerkerinnen und Handwerker bieten sich nach wie vor hervorragende Chancen für die Selbständigkeit und diese Chancen werden genutzt. Das zeigt die aktuelle Entwicklung der Betriebszahlen einmal mehr“, kommentiert Andreas Katschke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck, die Statistik. Auch während der Corona-Pandemie hätte die Kammer viele Beratungen mit Gründungsinteressierten geführt, vor allem aus den Bau- und Ausbauhandwerken. „In diesen Gewerbegruppen ist die Auftragslage nach wie vor gut, der Markt ist nicht gesättigt. Die Ausgangsbedingungen für eine Gründung oder Übernahme stimmen also. Und mit der Meistergründungsprämie stellt die Landespolitik eine Förderung zur Verfügung, die den Sprung in die Selbstständigkeit sehr erleichtert. Hierfür sind wir sehr dankbar“, so Katschke weiter.

Der Hauptgeschäftsführer der Kammer betont, dass die aktuelle Statistik noch keine Rückschlüsse darauf erlaube, welche mittel- bis langfristigen Auswirkungen die Corona-Pandemie auf das Handwerk habe. „Bei aller Freude über die gestiegenen Betriebszahlen überwiegt momentan die große Sorge um einzelne Handwerksbranchen, die besonders unter den Auswirkungen von Corona gelitten haben und nach wie vor leiden. Fotografen, Maßschneider, Kosmetiker, Friseure und viele weitere Gewerke bewerten ihre Geschäftslage weiterhin in Teilen als schlecht. Wir wissen aus zahlreichen Beratungen, dass nach wie vor viele Betriebe um ihre Existenz kämpfen.“

Auch dürfe der Zuwachs an Handwerksbetrieben nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Handwerk in den kommenden Jahren demografisch bedingt vor großen Herausforderungen steht, so Katschke weiter. „In fast jedem dritten Handwerksunternehmen sind die Betriebsinhaber derzeit 55 Jahre oder älter und müssen in den kommenden Jahren die Betriebsübergabe organisieren. Das Handwerk benötigt dringend engagierten Fachkräftenachwuchs, der sich auch für die Selbständigkeit begeistern kann“, so Katschke.

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