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Handwerkskonjunktur im I. Quartal 2018

Lübeck/Flensburg, 16. April 2018 – Das Konjunkturhoch hält weiter an: 93 Prozent der Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein schätzen im ersten Jahresquartal ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend ein.

Foto: Hwk Lübeck

In der landesweiten Konjunkturumfrage für die Monate Januar bis März sprechen 47 Prozent von einer guten, 46 Prozent von einer befriedigenden und 7 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Die Zufriedenheitswerte der Unternehmen haben sich damit im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr noch einmal leicht verbessert.

Viele positive Geschäftslageeinschätzungen gibt es weiterhin im Ausbauhandwerk, dazu zählen z. B. Elektro- sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikbetriebe. Auch das Handwerk für den gewerblichen Bedarf (u. a. Feinwerkmechaniker, Metallbauer) zeigt sich mehrheitlich zufrieden. Im Bauhauptgewerbe machte sich der Winter- und Kälteeinbruch im Februar und März zwar bemerkbar, die allgemeine Geschäftslage wird jedoch weiterhin als überwiegend gut und befriedigend eingeschätzt.

Nach wie vor gestaltet sich die Fachkräftesuche für viele Unternehmen als schwierig. Gleichzeitig berichtet etwa jedes vierte Unternehmen von einem gestiegenen Auftragsbestand im ersten Jahresquartal. „Betriebe können angesichts der zum Teil angespannten Fachkräftelage nicht so flexibel auf Aufträge reagieren, wie sie es eigentlich gerne möchten“, sagt Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein. Insbesondere Kunden des Bau- und Ausbaugewerbes müssten sich daher auch weiterhin auf längere Wartezeiten einstellen.

Die Ergebnisse aus den Kammerbezirken:

Das Gesamthandwerk im Bezirk der Handwerkskammer Lübeck (Städte Kiel, Lübeck, Neumünster; Kreise Herzogtum-Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg, Stormarn) berichtet im I. Quartal 2018 von einem erwarteten Rückgang der wirtschaftlichen Lage. Dennoch ist die Zufriedenheit der Betriebe so gut wie noch in keinem Frühjahrsquartal zuvor. Die Betriebe beurteilten ihre Situation im zurückliegenden Betrachtungszeitraum wie folgt: 43 Prozent sprachen von einer guten, 48 Prozent von einer befriedigenden und 9 Prozent von einer schlechten Geschäftslage (Vergleichszahlen I. Quartal 2017: 42 Prozent „gut“, 48 Prozent „befriedigend“, 10 Prozent „schlecht“).

Das Ausbauhandwerk verbucht genau wie das Gesamthandwerk einen saisonalen Rückgang (58 Prozent „gut“, 38 Prozent „befriedigend“, 4 Prozent „schlecht“). Das Bauhauptgewerbe vermeldet witterungsbedingt die deutlichste Verschlechterung zum Vorquartal (34, 57 und 9 Prozent). Das Handwerk für den gewerblichen Bedarf verzeichnet gegenüber dem Vorquartal nur leichte Veränderungen (46, 51 und 3 Prozent). Auf eine leicht verbesserte Geschäftslage blickt das Nahrungsmittelhandwerk (43, 43 und 14 Prozent). Die Lage im Gesundheitshandwerk hat sich eingetrübt (37, 41 und 22 Prozent). Das personenbezogene Dienstleistungshandwerk konnte den Aufschwung aus dem letzten Quartal im neuen Jahr leider nicht fortsetzen (30, 55 und 15 Prozent). Im Kraftfahrzeughandwerk ist die Situation sehr ausgeglichen (17, 66 und 17 Prozent).

Im Kammerbezirk Flensburg (Kreise Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Nordfriesland, Dithmarschen sowie die Stadt Flensburg) berichteten 52 Prozent der Betriebe über eine gute, 43 Prozent über eine befriedigende und 5 Prozent über eine schlechte Konjunktur (I. Quartal 2017: 51, 40 und 9 Prozent). Während Umsatz und Mitarbeiterzahl im Berichtsquartal leicht zurückgingen, vermeldete jeder 4. Betrieb steigende Verkaufspreise. Zufrieden urteilte das Bauhauptgewerbe über das I. Quartal (Geschäftslage: 42, 48 und 10 Prozent). Besser fiel das Ergebnis im Ausbauhandwerk aus (62, 38 und 0 Prozent). Auch die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (45, 55 und 0 Prozent) und die Nahrungsmittelhandwerke (57, 43 und 0 Prozent) zeigten sich ausnahmslos zufrieden. Beim Kfz-Handwerk (25, 50 und 25 Prozent), dem Gesundheitshandwerk (29, 57 und 14 Prozent) und dem personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe (50, 25 und 25 Prozent) überwogen ebenfalls die positiven Rückmeldungen.

Ausblick:

Im nächsten Quartal erwartet fast jeder zweite Betrieb (42 Prozent) noch eine Verbesserung der Geschäftslage. 55 Prozent der befragten Betriebe gehen von einer ähnlichen und nur 3 Prozent von einer Verschlechterung ihrer konjunkturellen Lage aus. Erwartungsgemäß blickt das Bauhauptgewerbe neben dem Gesundheitshandwerk am positivsten auf die nächsten Monate. Insgesamt führt die starke Nachfrage nach handwerklichen Dienstleistungen und Produkten auch zu höheren Verkaufspreisen. Hier erwarten 28 Prozent der Betriebe einen Anstieg. Insgesamt rechnet fast die Hälfte der befragten Betriebe mit einem Umsatzwachstum.

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