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Handwerkskonjunktur im II. Quartal 2018

Lübeck/ Flensburg, 16. Juli 2018 – Die Stimmung unter den rund 30.000 Handwerksbetrieben in Schleswig-Holstein ist weiterhin überwiegend gut.

Das Handwerk profitiert weiter von günstigen Rahmenbedingungen. Foto: Christine Rudolf

60 Prozent der Betriebe bewerteten ihre wirtschaftliche Situation in den vergangenen drei Monaten als gut, weitere 35 Prozent als befriedigend – das ist sogar noch einmal eine leichte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Nur 5 Prozent der Betriebe schätzten ihre Lage als schlecht ein.

„Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für das Handwerk nach wie vor günstig“, kommentiert Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage. Besonders die Investitionen in Bauen und Renovieren begünstigen weiter das Bauhauptgewerbe (u.a. Maurer, Zimmerer, Dachdecker) und Ausbaugewerbe (u.a. Maler, Elektrotechniker, Tischler). Diese beiden Gewerbegruppen sowie das Handwerk für den gewerblichen Bedarf (u.a. Feinwerkmechaniker, Metallbauer, Kälteanlagenbauer) verzeichneten im zweiten Jahresquartal insgesamt die höchsten Zufriedenheitswerte.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnete das Handwerk noch einmal einen leichten Anstieg beim Auftragsbestand. 35 Prozent der Betriebe berichteten über gestiegene Auftragszahlen, das sind noch einmal sieben Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Der überwiegende Teil der Betriebe (70 Prozent) berichtete über stabile Verkaufspreise. Umsatzsteigerungen konnte rund ein Drittel der Betriebe erzielen.

Die Ergebnisse aus den Kammerbezirken:

Das Gesamthandwerk aus dem Kammerbezirk Lübeck (Städte Kiel, Lübeck, Neumünster, Kreise Herzogtum-Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg, Stormarn) beurteilte seine wirtschaftliche Situation im zurückliegenden Quartal wie folgt: 55 Prozent der Betriebe sprachen von einer guten, 39 Prozent von einer befriedigenden und 6 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Damit hat sich im Vergleich zu den Monaten Januar bis März die wirtschaftliche Situation im Kammerbezirk deutlich verbessert (Vergleichszahlen: 43 Prozent gut, 48 Prozent befriedigend, 9 Prozent schlecht). Auch die Erwartungen an das II. Quartal wurden deutlich übertroffen.

Im Ausbauhandwerk entwickelte sich die Lage – nach dem zurückhaltenden I. Quartal – am besten (65 Prozent gut, 31 Prozent befriedigend, 4 Prozent schlecht). Fast auf dem gleichen Niveau folgt das Bauhauptgewerbe (64, 34 und 2 Prozent). Die positivste Veränderung verzeichnete das Handwerk für den gewerblichen Bedarf: Nach einem kurzzeitigen Rückgang im Vorquartal überwog eine erheblich bessere Stimmungslage (58, 38 und 4 Prozent). Auch das Kraftfahrzeughandwerk konnte gegenüber dem Vorquartal von einer besseren Lage berichten (38, 48 und 14 Prozent). Die Betriebe im Nahrungsmittelhandwerk gaben für das abgelaufene Quartal eher eine Stagnation der Geschäftslage bekannt (40, 40 und 20 Prozent). Das Gesundheitsgewerbe vermeldete eine leichte konjunkturelle Verschlechterung gegenüber dem Vorquartal (32, 55 und 13 Prozent). Im personenbezogenen Dienstleistungshandwerk waren kaum Veränderungen zu verzeichnen (33, 47 und 20 Prozent).

Im Kammerbezirk Flensburg (Stadt Flensburg und die Kreise Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen, Nordfriesland) berichteten 68 Prozent über eine gute, 28 Prozent über eine befriedigende und nur 4 Prozent über eine schlechte Konjunktur. Mit diesem Ergebnis lag man sowohl über dem des Vorquartals wie auch dem des Vergleichsquartals des Vorjahres. Damit trat auch die Prognose einer Konjunkturbelebung im Frühjahr ein. Die Branchen präsentierten sich ausnahmslos in einer guten Verfassung. Das Bauhauptgewerbe (Geschäftslage: 81 Prozent gut, 19 Prozent befriedigend und 0 Prozent schlecht), die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (60, 40 und 0 Prozent), das Kfz- Gewerbe (33, 67 und 0 Prozent) sowie die Gesundheitshandwerke (62, 38 und 0 Prozent) verzeichneten dabei sogar keine einzige negative Rückmeldung. Aber auch die anderen Branchen wie das Ausbaugewerbe (68, 25 und 7 Prozent), das Nahrungsmittelhandwerk (64, 29 und 7 Prozent) und das personenbezogene Dienstleistungshandwerk (44, 44 und 12 Prozent) unterstreichen, dass die Betriebe unverändert vom guten Investitions- und Konsumklima profitieren. Das macht sich vor allem bei den Kennzahlen Auftragsbestand und Umsatz bemerkbar, die gegenüber dem Vorquartal spürbare Steigerungen verzeichneten und letztlich auch zu einem leichten Anstieg der Mitarbeiterzahl führte.

Ausblick:
Die gute Stimmung der letzten drei Monate nehmen die allermeisten Handwerker auch mit ins nächste Quartal. Für die kommenden Wochen rechnet jeder vierte Betrieb mit steigenden Auftragszahlen. Auch was die Umsatzerwartungen betrifft bleibt das Handwerk zuversichtlich. 26 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Steigerung, lediglich 10 Prozent befürchten Umsatzrückgänge. Aufgrund der guten konjunkturellen Lage bleibt die Fachkräftesicherung weiterhin ein zentrales Thema für die Betriebe. Der überwiegende Teil rechnet mit gleichbleibenden Beschäftigtenzahlen, immerhin 17 Prozent erwarten, ihre Mitarbeiterzahl in den kommenden Monaten noch steigern zu können.



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