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Handwerkskonjunktur im IV. Quartal 2017

Lübeck/ Flensburg, 15. Januar 2018 – Das schleswig-holsteinische Handwerk blickt auf ein außerordentlich erfolgreiches Jahresende 2017 zurück. Für das Frühjahr erwarten die Betriebe eine Konsolidierung der Geschäftslage.

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In der landesweiten Konjunkturumfrage für die Monate Oktober bis Dezember sprechen 61 Prozent von einer guten, 36 Prozent von einer befriedigenden und lediglich 3 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Es handelt sich dabei um die besten Quartalswerte im Jahr 2017. Getragen wird die gute Stimmung nach wie vor vom Ausbauhandwerk und Bauhauptgewerbe.

Dass die Fachkräftesicherung zu einem zentralen Thema im Handwerk geworden ist, zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage sehr deutlich: Nur wenige Betriebe planen im ersten Quartal des Jahres 2018 einen Personalabbau. „Die Betriebe tun alles, um ihre Mitarbeiter zu halten“, sagt Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein. Das gelte inzwischen auch für die Wintermonate, in denen traditionell die Auftragslage in vielen Gewerken schlechter sei. „Einmal verlorenes Personal kann derzeit kaum wieder ersetzt werden. Mitarbeiterbindung steht daher bei vielen Unternehmen an erster Stelle“, so Stapelfeldt weiter.

Die Ergebnisse aus den Kammerbezirken:

Das Gesamthandwerk im Bezirk der Handwerkskammer Lübeck (Städte Kiel, Lübeck, Neumünster; Kreise Herzogtum-Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg, Stormarn) berichtet im IV. Quartal 2017 von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage. Die Betriebe beurteilten ihre Situation im zurückliegenden Betrachtungszeitraum wie folgt: 58 Prozent der Betriebe sprachen von einer guten, 37 Prozent von einer befriedigenden und 5 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal die wirtschaftliche Situation im Kammerbezirk nochmals gebessert (Vergleichszahlen IV. Quartal 2016: 52 Prozent „gut“, 41 Prozent „befriedigend“, 7 Prozent „schlecht“).

Das Ausbauhandwerk bestätigt die bisherige sehr gute Situation auch im letzten Jahresquartal (67 Prozent „gut“, 32 Prozent „befriedigend“, 1 Prozent „schlecht“). Im Bauhauptgewerbe entwickelte sich die Geschäftslage gegenüber dem Vorquartal wieder besser (63, 35 und 2 Prozent). Das Handwerk für den gewerblichen Bedarf verzeichnet ebenfalls eine gleichbleibend gute Lage (54, 44 und 2 Prozent). Erfreulicherweise hat sich das Gesundheitshandwerk nach einem kurzen Einbruch im Vorquartal wieder auf ein Durchschnittsniveau erholt (50, 42 und 8 Prozent). Das Nahrungsmittelhandwerk blickt auch wegen des Weihnachtsgeschäftes auf ein gutes Quartal zurück. Fast jeder zweite Betrieb vermeldet eine gute Geschäftslage (46, 36 und 18 Prozent). Das personenbezogene Dienstleistungshandwerk konnte auch im vergangenen Quartal wieder von einer deutlichen Verbesserung berichten (45, 38 und 17 Prozent). Die Situation im Kraftfahrzeughandwerk hat sich nach der Diskussion um den Dieselskandal im Vorquartal wieder verbessert (43, 36 und 21 Prozent).

Die Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskammer Flensburg (die Kreise Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen und Nordfriesland sowie die kreisfreie Stadt Flensburg) vermeldeten auch für das Schlussquartal des Jahres 2017 beste Konjunkturwerte. Immerhin 65 Prozent der befragten Unternehmen sprachen von einer guten, 34 Prozent von einer befriedigenden und nur 1 Prozent von einer schlechten wirtschaftlichen Situation im Berichtsquartal. Bei stabiler Beschäftigtenzahl war bei allen anderen abgefragten Kennzahlen wie Auftragsbestand, Umsatz, erzielbare Verkaufspreise aber auch Investitionen eine leichte Steigerung feststellbar. Getragen von einer starken Baukonjunktur mit dem Bauhauptgewerbe (Geschäftslage: 70 Prozent „gut“, 30 Prozent „befriedigend“) und das Ausbaugewerbe (73 Prozent „gut“, 26 Prozent „befriedigend“, 1 Prozent „schlecht“) erreichten auch die anderen Branchen sehr gute Werte. Dazu zählen die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (53, 47 und null Prozent), das Kfz-Handwerk (50, 50 und null Prozent), das Nahrungsmittelgewerbe (33, 67 und null Prozent), das Gesundheitsgewerbe (71, 29 und null Prozent) sowie das personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe (33, 50 und 17 Prozent).

Ausblick:

Für die ersten drei Monate des Jahres 2018 erwartet das Handwerk insgesamt eine Konsolidierung der Geschäftslage. Immerhin 16 Prozent der befragten Betriebe gehen von einer weiteren Verbesserung ihrer Geschäftslage im I. Quartal 2018 aus, 12 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Das Bauhauptgewerbe blickt erwartungsgemäß etwas pessimistischer auf die nächsten Monate. Rund 20 Prozent der Betriebe erwartet für das I. Quartal steigende Umsätze bei ebenfalls steigenden Verkaufspreisen.

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