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Handwerkskonjunktur im IV. Quartal 2019

Flensburg/Lübeck, 13. Januar 2020 – Gute Werte auch zum Jahresende: Der Jahresausklang betätigte einmal mehr die stabile und gute Verfassung der Konjunktur im schleswig-holsteinischen Handwerk.

Foto: www.amh-online.de

Bei der Umfrage zum IV. Quartal 2019 berichteten 62 Prozent von einer guten, 33 Prozent von einer befriedigenden und lediglich 5 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Im Ergebnis bedeutete dies eine Fortschreibung der guten Ergebnisse aus dem Vorquartal bzw. dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Bei der großen Mehrzahl der Betriebe entwickelten sich im Berichtsquartal die Kennzahlen wie Umsatz, Beschäftigtenzahl, Auftragsbestand, Verkaufspreise und die Investitionstätigkeit auf dem Niveau des III. Quartals.

„Das Handwerk bleibt aufgrund der unverändert guten Situation auf den Kapitalmärkten ein stabiler Faktor der Wirtschaft im Land. Die Nachfrage bleibt hoch. Sowohl beim Konsum wie auch bei den Investitionen“, so Jörn Arp, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein. Allerdings sei es laut Arp zur Sicherung der betrieblichen Rendite unumgänglich, die jüngsten Kostensteigerungen bei Personal, Material aber auch für die Entsorgung bei der Preiskalkulation zeitnah zu berücksichtigen.

Die Daten aus den beiden Kammerbezirken

Im Kammerbezirk Lübeck (Städte Kiel, Lübeck, Neumünster sowie die Kreise Herzogtum-Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg und Stormarn) berichteten 60 Prozent der Betriebe von einer guten, 35 Prozent von einer befriedigenden und 5 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal die wirtschaftliche Situation im Lübecker Kammerbezirk nur geringfügig verändert (Vergleichszahlen IV. Quartal 2018: 56 Prozent „gut“, 41 Prozent „befriedigend“, 3 Prozent „schlecht“). Insbesondere im Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe ist weiterhin eine ausgeprägt gute Stimmung zu beobachten, die auf eine Fortsetzung des Baubooms im Jahresendquartal 2019 hindeutete. In den übrigen Handwerksbereichen wurde die Geschäftslage überwiegend als gut bis befriedigend eingeschätzt.

Im Kammerbezirk Flensburg (Kreise Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Nordfriesland und Dithmarschen sowie die kreisfreies Stadt Flensburg) urteilten 64 Prozent der befragten Betriebe über das IV. Quartal mit „gut“, 31 Prozent mit „befriedigend“ und 5 Prozent mit „schlecht“. Damit lag das Ergebnis leicht oberhalb der Vorquartalszahlen (zum Vergleich: 58, 39 und 3 Prozent) und auch auf dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres. Deshalb verwundert es nicht, dass zum Jahresende in allen Branchen die guten und befriedigenden Geschäftslagebeurteilungen überwogen. Spitzenwerte erreichten auch hier besonders das Bauhauptgewerbe und das Ausbaugewerbe.

Ausblick

Vom Jahresbeginn 2020 erwarten die meisten Betriebe im Land keine wesentliche Veränderung der wirtschaftlichen Situation. Davon gehen zumindest 69 Prozent der befragten Betriebe aus. 17 Prozent glauben an eine bessere Geschäftslage, 14 Prozent an eine schlechtere. Die Umsatzerwartungen, die Auftragseingänge und die Investitionsabsichten werden sich gegenüber dem IV. Quartal 2019 nicht wesentlich ändern, so die Prognose für das I. Quartal. Bei den Verkaufspreisen wird mit einer konstanten bis leicht ansteigenden Entwicklung gerechnet. Hier zeigt sich, dass der Jahreswechsel teilweise für Preisanpassungen genutzt wird. Die Beschäftigungssituation dürfte sich angesichts der anhaltenden Knappheit qualifizierter Fachkräfte kaum verändern.

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