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Nachwuchssicherung bleibt zentrales Thema für das regionale Handwerk

Vollversammlung tagte am 15. Mai. – Leichtes Plus bei den Lehrverträgen Ende April im Vorjahresvergleich. – Kammer unterstützt Betriebe bei der Nachwuchsgewinnung. – Imagekampagne soll weiter finanziert werden. –Geplanter Meister-Bonus der Bundesregierung wird begrüßt

Foto: Handwerkskammer Lübeck

Lübeck, 15. Mai 2018 – Mit positiven Nachrichten zum Lehrstellenmarkt startete die Sitzung der Vollversammlung der Handwerkskammer Lübeck am 15. Mai. 1.132 Lehrverträge für das beginnende Ausbildungsjahr hatte die Kammer bis Ende April bereits eingetragen. Das sind 66 mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Kammerhauptgeschäftsführer Andreas Katschke stellte die Zahlen in seinem Bericht an die Vollversammlungsmitglieder vor. „Dieser gute Zwischenstand ist nicht zuletzt das Ergebnis unserer vielfältigen Bemühungen, Auszubildende für das Handwerk zu gewinnen“, so Katschke. Er kündigte zudem weitere Maßnahmen an, um Betriebe bei der Nachwuchssuche zu unterstützen. So richtet die Kammer am 25. Juni in Kiel und am 29. Juni in Lübeck jeweils einen „Strategietag Nachwuchsgewinnung“ für ihre Mitgliedsbetriebe aus. Hierfür hat Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz die Schirmherrschaft übernommen.

Auch die seit 2010 bundesweit laufende Imagekampagne des Handwerks bleibt ein zentraler Bestandteil der Nachwuchsgewinnung, wenn es nach dem Willen der Vollversammlung geht. Die Vollversammlung sprach sich einstimmig für die Fortsetzung der Finanzierung der Kampagne nach 2019 seitens der Handwerkskammer Lübeck aus. Bereits im März hatte der Deutsche Handwerkskammertag (DHKT) den Beschluss gefasst, die Imagekampagne um eine dritte Staffel von 2020 bis 2024 zu verlängern. Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, sagte dazu: „Es war und ist das erste Mal, dass überhaupt ein Wirtschaftsbereich in Deutschland in dieser Form und mit dieser Kraft auftritt. Darauf können wir sehr stolz sein. Wir haben aber auch noch viel vor, vor allem müssen wir bei den jungen Menschen präsent bleiben und weiter für unsere vielfältigen Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten werben. Das können wir nur mit der Imagekampagne erreichen.“

Zur Fachkräftesicherung gehört neben der Nachwuchsgewinnung auch das Thema Betriebsübernahme. Darauf wies Günther Stapelfeldt in seinem Bericht an die Vollversammlung hin. In einem Drittel der rund 1.000 betriebswirtschaftlichen Beratungen der Kammer im Jahr 2017 ging es um die Nachfolgesituation. „Betriebsinhaber über 55 Jahre werden im Juni von uns Post erhalten“, kündigte Stapelfeldt an. Mit einer Umfrage will die Handwerkskammer Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer den aktuellen Stand der Nachfolgeaktivitäten ihrer Mitglieder ermitteln. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im September öffentlich vorgestellt.

Günther Stapelfeldt wies in seinem Bericht auch auf die positiven Aspekte des Koalitionsvertrages der Bundesregierung für das Handwerk hin, insbesondere auf den so genannten Meister-Bonus. „Herauszuheben ist das Bekenntnis, die Meistervorbereitung und Meisterprüfung in Zukunft noch stärker zu fördern“, sagte Stapelfeldt. Die Kosten für Vorbereitungslehrgänge und Prüfungen könnten sich bis zum Meisterabschluss auf fünfstellige Beträge summieren. Eine vollständige Übernahme der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren der Meisterausbildung wäre daher ein wichtiger Schritt zur Gleichstellung von beruflicher und akademischer Bildung, so Stapelfeldt weiter. Er betonte jedoch auch noch einmal die Forderung des Schleswig-Holsteinischen Handwerks nach einer bundeseinheitlichen Regelung in Form einer Reform des Aufstiegsfortbildungsgesetzes (AFBG).

Die Vollversammlung der Handwerkskammer Lübeck
Die Vollversammlung – als das höchste Beschlussgremium der Handwerkskammer – besteht aus 36 Mitgliedern, 24 selbständigen Handwerkern und Inhabern von Betrieben des handwerksähnlichen Gewerbes sowie 12 Arbeitnehmervertretern. Die Mitglieder der Vollversammlung sind die Vertreter des im gesamten Bezirk der Handwerkskammer Lübeck ansässigen Handwerks (Städte Lübeck, Kiel und Neumünster sowie die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Steinburg und Stormarn).

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