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Notkredite des Landes über 4,5 Milliarden Euro

Lübeck, 22. September 2020 – Handwerk lobt den mutigen Vorschlag der Landesregierung, die heute Notkredite mit einem Volumen von 4,5 Milliarden Euro angekündigt hat – davon 2,5 Milliarden Euro für Investitionen in die Infrastruktur.

Foto: Kzenon/stock.adobe.com

Die am 22. September von der Landesregierung angekündigten Notkredite mit einem Volumen von 4,5 Milliarden Euro (davon 2,5 Milliarden Euro für kreditgestützte Investitionen in die Infrastruktur) sind aus Sicht des Landeshandwerksrats geeignet, die Wirtschaft durch die Corona-Krise zu bringen und das Land zu stabilisieren. Thorsten Freiberg, Präsident von Handwerk Schleswig-Holstein e.V., sowie Jörn Arp als Präsident der schleswig-holsteinischen Handwerkskammern sagen dazu: „Gerade angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie brauchen wir einen starken und stabilen Baubereich. Jeder zeitnah in unsere Infrastruktur investierte Euro hilft den Menschen in diesem Land gleich mehrfach – als Stabilisator in dieser schwierigen Zeit, als Sicherung für Arbeitsplätze und eben auch als Investition in die Zukunft.“

Gleichwohl könne die Bereitstellung dieser Mittel nur ein Baustein sein. Freiberg und Arp sprechen sich unisono dafür aus, auch die Planungs- und Umsetzungskompetenz in den zuständigen Ämtern zu stärken. Freiberg: „Wir wissen aus der Zeit vor Corona, dass manche Projekte gar nicht bearbeitet werden konnten, weil Fachpersonal fehlte – hier müssen Verwaltungen landesweit besser ausgestattet werden, damit Aufträge unbürokratischer vergeben werden können.“

Jörn Arp führte weiter aus: „Wir befinden uns inmitten einer beispiellosen Krise, die alles überlagert, die jeden betrifft und die viele Gewissheiten in Frage stellt.“ Corona habe auch das schleswig-holsteinische Handwerk getroffen. Viele Betriebe hätten in den ersten Krisenmonaten einen großen Teil ihrer Umsätze verloren, viele würden die Auswirkungen in den kommenden Monaten erst spüren.

Thorsten Freiberg: „Corona hat das Handwerk massiv mitgenommen. Es ist angemessen, dass der Staat in dieser Krise eine dominante Rolle einnimmt. Wir müssen aber gleichzeitig sicherstellen, dass wir mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft erkennbar aus dieser Krise wieder herauskommen.“

Der Präsident der Handwerkskammer Lübeck, Ralf Stamer, betonte, dass man vor allem das Thema Ausbildung und Digitalisierung im Blick behalten müsse: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht mit Ansage von einer Krise in die nächste stürzen – nämlich von einer Corona-Rezession in einen neuen Fachkräftemangel. Dieses Paket würde hierfür das richtige Signal zur rechten Zeit setzen.“

Gemeinsam hoffen Freiberg, Arp und Stamer auf eine breite politische Unterstützung im Landtag.

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