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Vollversammlung: Handwerk erwartet Stabilität und Verlässlichkeit

Lübeck, 9. Mai 2017 – Die mehr als 20.000 Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Lübeck erwarten eine Politik, die das Handwerk stärkt, so das Fazit der Vollversammlung, die heute in Lübeck tagte.

HGF Andreas Katschke, Generalsekretär des ZDH Holger Schwannecke und Kammerpräsident Günther Stapelfeldt (v.l.) © Hwk Lübeck

Zwei Tage nach der Landtagswahl und wenige Monate vor der Bundestagswahl debattierten die Vollversammlungsmitglieder vor allem über aktuelle handwerkspolitische Themen, wie das EU-Dienstleistungspaket, die Sicherung des Fachkräftebedarfs oder die Einführung einer Meistergründungsprämie.

Als Gastredner richtete Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, seinen Blick auf die Erwartungen des Handwerks vor der Bundestagswahl. „Anspruch der Politik muss es sein, dieses Land und die Gesellschaft in Zeiten der Unsicherheiten zusammen zu halten. Das Handwerk kann dazu einen Beitrag leisten, wenn es durch die Politik über die Schaffung der dafür notwendigen Rahmenbedingungen gestärkt wird“, so Schwannecke.

Kammerpräsident Günther Stapelfeldt betonte, dass sich das Handwerk im Kammerbezirk in den vergangenen Jahren als sehr robust erwiesen habe und gerade auch in den wirtschaftlich schwächer strukturierten Gebieten ein stabilisierender Faktor sei. „Handwerksbetriebe nehmen Verantwortung für und in ihrer Region wahr. Sie schaffen Arbeitsplätze und bilden junge Menschen aus“, so Stapelfeldt. Der Präsident lobte die intensiven Ausbildungsbemühungen des Handwerks. „Die Zahl der neu eingetragenen Lehrverträge ist im Jahr 2016 wieder leicht gestiegen. Das ist eine Trendwende und ein großer Erfolg für das Handwerk.“ Auch die ersten Zahlen des Jahres 2017 seien erfreulich. In der Lehrlingsrolle sind zum Stichtag 30. April bereits 1.066 Lehrverträge registriert, ein Plus von 25 Verträgen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Die Zahlen geben Anlass, optimistisch in die nächsten Monate zu gehen“, sagte Stapelfeldt.

Mit Blick auf die Schwierigkeiten bei der Übergabe von Handwerksbetrieben wünscht sich der Kammerpräsident eine finanzielle Unterstützung für Existenzgründer. „In anderen Bundesländern gibt es sehr erfolgreiche Meistergründungsprämien. Das ist auch ein gutes Beispiel für Schleswig-Holstein.“

Von der Politik wünscht sich Stapelfeldt nach der Landtagswahl Verlässlichkeit und Stabilität. „In einer zunehmend komplexer werdenden Welt benötigen Betriebe eine Politik, die für Verlässlichkeit im Wandel sorgt und ihnen Möglichkeiten eröffnet, ihre Chancen im Wandel zu suchen und zu nutzen.“

Die Vollversammlung der Handwerkskammer Lübeck
Die Vollversammlung – als das höchste Beschlussgremium der Handwerkskammer – besteht aus 36 Mitgliedern, 24 selbständigen Handwerkern und Inhabern von Betrieben des handwerksähnlichen Gewerbes sowie 12 Arbeitnehmervertretern. Die Mitglieder der Vollversammlung sind die Vertreter des im gesamten Bezirk der Handwerkskammer Lübeck ansässigen Handwerks (Städte Lübeck, Kiel und Neumünster sowie die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Steinburg und Stormarn).

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