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Zusätzlicher Schwung im Frühjahr

Die Handwerkskonjunktur im II. Quartal 2015

Flensburg/Lübeck, 13. Juli 2015 – Das Handwerk profitiert ganz offensichtlich auch weiterhin vom guten wirtschaftlichen Umfeld. Aufgrund der erfreulichen gesamtwirtschaftlichen Konjunktur verbleibt die Nachfrage nach Handwerksprodukten und -dienstleistungen auf hohem Niveau.

Bei der quartalsmäßigen Frühjahrsumfrage, bei der annähernd 500 Antworten von Betrieben landesweit ausgewertet wurden, bestätigte das Ergebnis die zu Beginn des Jahres gemachten optimistischen Prognosen für das II. Quartal. Bei der Beurteilung der Geschäftslage urteilten 44 % der Betriebe mit „gut“, 46 % mit „befriedigend“ und 10 % mit „schlecht“. Damit lag das Umfrageergebnis über dem des I. Quartals des Jahres und erreichte das gute Niveau des Vorjahres. Hauptträger der anhaltend erfreulichen Handwerkskonjunktur ist die Binnennachfrage. Dank guter Arbeitsmarktentwicklung, steigender Reallöhne und dem niedrigen Zinsniveau ist die Konsum- und Investitionsbereitschaft der Verbraucher weiterhin hoch. Zudem profitieren die handwerklichen Zulieferer von der Belebung der Exporte.

Die Ergebnisse aus den Kammerbezirken:

Im Kammerbezirk Lübeck (dazu zählen die Städte Kiel, Lübeck, Neumünster sowie die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg und Stormarn) urteilten die Handwerksbetriebe über ihre wirtschaftliche Situation im Frühjahr wie folgt:  41 % sprachen von einer guten, 47 % von einer befriedigenden und 12 % von einer schlechten Geschäftslage. Damit lag man wie erwartet über dem Ergebnis des I. Quartals. (Vergleichszahlen: 36 %, 53 % und 11 %). Am besten beurteilte im Lübecker Kammerbezirk das Ausbauhandwerk die Geschäftslage (56 % „gut“, 36 „befriedigend“ und 8 % „schlecht“). Verbessert zeigte sich die Situation im Nahrungsmittelhandwerk (56 %, 33 % und 11 %). Die Situation im Gesundheitsgewerbe hat sich auch leicht gebessert (40 %, 48 % und 12 %). Deutlich erholt gegenüber dem I. Quartal zeigte sich  Bauhauptgewerbe (42 %, 41 % und 7 %). Lediglich die personenbezogenen Dienstleistungshandwerke (20 %, 53 % und 27 %) und das Kfz-Gewerbe (11 %, 67 % und 22 %)  erreichten bei der Geschäftslagenbeurteilung nicht den Durchschnittswert des Gesamthandhandwerks.


Im Kammerbezirk Flensburg (dazu zählen die Kreise Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen, Nordfriesland sowie die Stadt Flensburg) berichteten 48 % der Betriebe über eine gute, 45 % über eine befriedigende und 7 % über eine schlechte Konjunktur. Auch hier wurde das Vorquartalsergebnis verbessert. Mit Ausnahme des Gesundheitshandwerks (Geschäftslagenbeurteilung: 25 % „gut“, 25 % „befriedigend“ und 50 % „schlecht“) überwogen in den verschiedenen Branchen eindeutig die positiven Beurteilungen. Besonders gut urteilten das Bauhauptgewerbe (51 %, 44 % und 5 %), das Ausbauhandwerk (55 %, 36 % und 9 %) und das personenbezogene Dienstleistungshandwerk, das mit der Beurteilung 58 % „gut“ und 42 % „befriedigend“ wie schon im I. Quartal das beste Branchenergebnis aufwies.

Optimistischer Ausblick

Das Stimmungshoch wird voraussichtlich über den weiteren Jahresverlauf anhalten. Laut Prognose wird von den Betrieben in Schleswig-Holstein für das Sommerquartal eine leicht ansteigende Konjunktur erwartet. 22 % glauben an eine verbesserte wirtschaftliche Situation, 70 % an eine vergleichbare Geschäftslage und 8 % an eine schlechtere. Ausschlaggebend für diese Erwartungshaltung ist die prognostizierte Nachfrageentwicklung, die auf leichte Zuwächse setzt. Somit scheint sich an der Stabilität der Handwerkskonjunktur auf absehbare Zeit nichts zu ändern.

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