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Verhaltensregeln im Betrieb

Während viele Beschäftigte inzwischen von Zuhause aus arbeiten, können Handwerker nicht einfach ins Homeoffice wechseln. Ein enger Kontakt zu Kunden lässt sich oft nicht vermeiden. Welche Schutzmaßnahmen es für Handwerker im Kundendienst gibt, erfahren Sie hier. Außerdem: Wie verhalte ich mich bei Verdachtsfällen im Betrieb?

Verdachtsfall im Betrieb

Treten bei Mitarbeitern in Ihrem Betrieb Symptome einer Covid-19-Erkrankung auf, sollten Sie sich unmittelbar an Ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Die Kontaktdaten können Sie beispielsweise über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts abfragen. Das Gesundheitsamt ist dann sowohl für den Meldeweg als auch für die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Zudem informiert die Behörde Sie unter anderem darüber, wie Sie sich zu verhalten haben.

Infizierte werden in der Regel vom Gesundheitsamt zu ihren Kontakten in den vergangenen Tagen und zu Symptomen befragt, sie werden namentlich registriert und gegebenenfalls Labortests unterzogen. Hier sollten Sie mit dem Amt kooperieren. Für Kontaktpersonen, die Symptome aufweisen aber nicht schwer krank sind, kann das Gesundheitsamt eine Heim-Quarantäne anordnen.

Ansprechpartner

Für Fragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter aus der Betriebsberatung, der Rechtsauskunft und unsere Ausbildungsberater zur Verfügung.

Ansprechpartner in der Coronakrise

Schutzmaßnahmen im Kundendienst

Mehr denn je sollten Handwerker jetzt darauf achten, sich bei ihrer Arbeit zu schützen. Dazu gehören grundsätzliche Schutzmaßnahmen wie das Abstandhalten von anderen Personen (mindestens 1,5 Meter) und die Einhaltung von Hygieneregeln (Husten und Niesen in Ellenbeuge oder Taschentuch; regelmäßige Handreinigung; nicht an Mund, Nase und Augen fassen). Darüber hinaus empfiehlt die  Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
 für Handwerker im Kundendienst folgende Maßnahmen.

Person in häuslicher Isolierung?

Vor Antritt des Termins abklären, ob sich am Arbeitsort eine Person in angeordneter häuslicher Isolierung befindet. Ein Arbeitseinsatz ist dann nur nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt und in begründeten Notfällen unter den vom Gesundheitsamt angeordneten Auflagen vertretbar.

Beschäftigte mit Symptomen

Beschäftigte, die Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollten der Arbeit fernbleiben.

Unterweisung zu Hygieneregeln

Unterweisung zu grundlegenden Hygieneregeln: Abstand halten, Begrüßung ohne Handschlag, Husten/Niesen in die Armbeuge, regelmäßige Händereinigung, Berühren des Gesichts vermeiden etc.)

Der Weg zum Kunden

Für den Weg zum Kunden vorzugsweise Individualverkehr nutzen, wenn möglich Einzelfahrten. Bei Sammelfahrten mit Firmenfahrzeugen sollte die Anzahl der Personen im Fahrzeug möglichst durch parallele Nutzung von Privatfahrzeugen reduziert werden.

Kundenkontakte reduzieren

Direkte Kundenkontakte auf ein Mindestmaß reduzieren, dabei immer Abstand halten (mindestens 1,5 Meter). Auf eine Gegenzeichnung von Dokumenten wie zum Beispiel Stundennachweise oder Regieberichte durch den Auftraggeber sollte verzichtet werden.

Zusammenarbeit von Beschäftigten

Direkte, enge Zusammenarbeit von Beschäftigten vermeiden, auch hier möglichst Abstand voneinander halten (mindestens 1,5 Meter).

Personalwechsel vermeiden

Personalwechsel innerhalb der Teams zur Vermeidung zusätzlicher persönlicher Kontakte möglichst vermeiden.

Organisation von Pausen

Pausen so organisieren, dass ein Mindestabstand zwischen den Beschäftigten (mindestens 1,5 Meter) eingehalten werden kann, zum Beispiel durch Pausenmöglichkeit im Freien, versetzte Pausenzeiten.

Kleine Räume

Arbeiten so organisieren, dass in kleineren Räumen möglichst nur eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter arbeitet.

Lüften

Arbeitsbereiche regelmäßig lüften.

Reinigung der Hände

Die gründliche Reinigung der Hände (mindestens 20 Sekunden) ist vor der Nahrungsaufnahme und nach dem Toilettengang zwingend und sollte auch vor dem Verlassen des Arbeitsortes nach Beendigung der Arbeiten vorgenommen werden. Auch wenn in den meisten Fällen Seife und Handtücher vor Ort vorhanden sind, kann das Mitführen von sauberen Papierhandtüchern und Seife sinnvoll sein. Sollten keine Waschmöglichkeiten vorhanden sein, ist die Mitnahme von Händedesinfektionsmitteln eine Alternative.

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