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Kassenführung- Alte Registrierkassen bis zum 31.12.2019 austauschen

Das Bundesministerium der Finanzen hat dem ZDH mitgeteilt, dass nicht aufrüstbare PC-Kassen sowie vor dem 26. November 2010 angeschaffte nicht aufrüstbare Registrierkassen bis zum 31. Dezember 2019 ausgetauscht werden müssen.

Mit dem Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen vom 22. Dezember 2016 hat der Gesetzgeber neue Anforderungen an die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung geschaffen, die ab dem 1. Januar 2020 zu erfüllen sind. Die Umsetzung dieser Neuregelungen stellt Handwerksunternehmer vor große Herausforderungen ( Übersicht Entscheidungshilfe PDF (310 KB) (310 KB))

Wenn eine PC-Kasse oder elektronische Registrierkasse (also keine offene Ladenkasse) verwendet wird, sollte man sich umgehend mit dem Anbieter des Kassensystems in Verbindung setzen, um zu klären, ob die vorgeschriebene Aufrüstung möglich ist.

Nicht aufrüstbare PC-Kassen sowie vor dem 26. November 2010 angeschaffte nicht aufrüstbare Registrierkassen müssen bis zum 31. Dezember 2019 ausgetauscht werden .

Sollte dies aufgrund der Kürze der Zeit nicht möglich sein, muss umgehend mithilfe des Steuerberaters geklärt werden, ob durch einen Antrag gem. § 148 AO eine weitergehende Verwendung der alten Kassen vorübergehend um einige wenige Monate angestrebt werden kann. Eine Argumentationshilfe des ZDH zur Begründung finden Sie hier (663,8 KB).

Ergänzend sollte mit dem Kassenhersteller besprochen werden, wie weit der aktuelle Entwicklungsstand der Kassensoftware ist, durch den eine Anbindung der zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ermöglicht wird und die weiteren Anforderungen der Neuregelungen erfüllt werden. Hierdurch können Einschätzungen zur erwarteten erhöhten Kostenbelastung getätigt werden, die nur daraus resultieren, dass zu einem Zeitpunkt, an dem weder eine TSE auf dem Markt verfügbar ist, noch die Entwicklungen der erforderlichen Kassensoftware abgeschlossen sind, eine Kasse angeschafft werden müsste, die noch nicht vollumfänglich „TSE-Ready“ ist. Auch sollte eine Aussage vom Kassenhersteller eingeholt werden, wann dieser mit einer Auslieferung der TSE rechnet. Eine schriftliche Bestätigung der Angaben des Herstellers ist unbedingt zu empfehlen.

Zum Hintergrund

Um einen ersten Überblick über die Neuregelungen zu geben, hat der ZDH eine Handreichung für bargeldintensive Handwerksbetriebe erstellt (PDF).

Alle Informationen rund um das Thema Kassenführung und die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) finden Sie hier (LINK).

Bei weiteren Fragen zu elektronischen Kassen und Registrierpflicht können Sie sich wenden an

Wolfram Kroker
Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT), Internetberatung
Telefon: 0451 38887-727 Fax: 0451 38887-744 wkroker(at)hwk-luebeck.de