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Coronavirus: Finanzielle Hilfsmaßnahmen

Bundes- und Landesregierung haben umfassende Hilfsmaßnahmen für Betriebe beschlossen, die von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind. Hier erhalten Sie einen Überblick über die Maßnahmen und weiterführende Informationsquellen.

Ansprechpartner

Für Fragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter aus der Betriebsberatung, der Rechtsauskunft und unsere Ausbildungsberater zur Verfügung.

Ansprechpartner in der Coronakrise

News: Infos zum Konjunkturpaket vom 3. Juni 2020, zum Beispiel zur Senkung des Umsatzsteuersatzes, finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Ausbildungsprämien

Am 24. Juni hat die Bundesregierung die Eckpunkte zur Förderung von Ausbildungen im Zuge der Corona-Pandemie beschlossen. Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sollen von der COVID-19-Krise betroffene Ausbildungsbetriebe unterstützt und motiviert werden, ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten. Die Kosten für die Umsetzung des Programms werden auf 500 Millionen Euro begrenzt. Das Programm umfasst fünf Fördermaßnahmen.

1. Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus

Einmaliger Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit. Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind (Details im Eckpunktepapier). Eine Förderung setzt zudem voraus, dass das Unternehmen sein Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringert.

2. Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus

Einmaliger Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro für jeden über das frühere Ausbildungsniveau zusätzlich für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit. Antragsberechtigt sind KMU, die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind (Details im Eckpunktepapier). Eine Förderung setzt voraus, dass das Unternehmen sein Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöht.

3. Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung

Die Förderung erfolgt in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem im Betrieb ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist. Antragsberechtigt sind KMU, die ihre laufenden Ausbildungsaktivitäten trotz der Belastungen durch die COVID-19-Krise fortsetzen und Auszubildende sowie deren Ausbilder trotz erheblichem Arbeitsausfall nicht in Kurzarbeit bringen.

4. Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung

Die Maßnahme betrifft Auszubildende in KMU im Ausbildungsjahr 2020/21, die ihre Ausbildung temporär nicht im eigenen Betrieb weiterführen können. Die Verbund- oder Auftragsausbildung kann dann zum Beispiel in anderen KMU oder Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) durchgeführt werden. Antragsberechtigt sind unter anderem KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende für mindestens sechs Monate im eigenen Betrieb ausbilden und über die hierfür notwendige Ausbildungseignung verfügen. Die Details der Durchführung einer Verbund- oder Auftragsausbildung sollen im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung erörtert werden.

5. Übernahmeprämie

Einmalige Übernahmeprämie in Höhe von 3.000 Euro pro aufgenommenem Auszubildenden an das aufnehmende KMU. Antragsberechtigt sind KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen KMU bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.

Für alle Förderlinien gilt einheitlich

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind solche mit bis zu 249 Beschäftigten. Für die Förderung kommen KMU in Betracht, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits-und Sozialwesen durchführen. Weitere Informationen sowie Details zu den Voraussetzungen einer Förderung erhalten Sie im Eckpunktepapier der Bundesregierung.

Eckpunktepapier der Bundesregierung

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ (590,1 KB)

Weitere Infos folgen

Sobald es weitere Informationen zur Antragstellung und Auszahlung gibt, werden wir sie auf dieser Seite veröffentlichen.

Corona-Überbrückungshilfe: Antragstellung nur über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer

Im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung vom 3. Juni 2020 ist ein Zuschussprogramm „Überbrückungshilfe“ zur Existenzsicherung von kleinen und mittelständischen Unternehmen beschlossen worden. Das Gesamtvolumen beträgt 25 Milliarden Euro.

An wen richtet sich das neue Programm?

Die Überbrückungshilfe richtet sich an Unternehmen bzw. Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeitern und maximal 50 Millionen Euro Umsatz beziehungsweise einer Bilanzsumme von 43 Millionen Euro. Auch Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb sind antragsberechtigt. Fördervoraussetzung ist, dass die Betriebe im April und Mai 2020 zusammengenommen einen Umsatzeinbruch um mindestens 60 Prozent gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten.

Wieviel Geld gibt es für die Unternehmen?

Gefördert werden laufende Fixkosten wie zum Beispiel Mieten, Pachten, Zinsaufwendungen, Grundsteuern oder Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen. Betriebe können für die Monate Juni bis August maximal 150.000 Euro erhalten. Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten bekommen wie bei der Soforthilfe höchstens 9.000 Euro, Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten höchstens 15.000 Euro. Die Zuschusshöhe ist abhängig vom Umsatzrückgang. Bei einem Umsatzrückgang im Bewilligungsmonat von mindestens 40 Prozent zahlt der Bund bis zu 40 Prozent der monatlichen Fixkosten. Bei Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent aber weniger als 70 Prozent gibt es 50 Prozent der fixen Betriebskosten vom Staat. Bei Umsatzeinbußen von mehr als 70 Prozent werden 80 Prozent der fixen Betriebskosten vom Staat erstattet.

Antragstellung nur über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer

Im Gegensatz zu den bisherigen Corona-Soforthilfen können die neuen Überbrückungshilfen nur über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer beantragt werden. Das Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein rät betroffenen Betrieben, sich hierzu rasch mit ihren Steuerberatern in Verbindung zu setzen oder einen Steuerberater zu suchen. Um den als Fördervoraussetzung definierten Umsatzrückgang glaubhaft zu machen und eine Prognose der betrieblichen Fixkosten abgeben zu können, ist eine gute Vorbereitung und ein rechtzeitiges Beratungsgespräch sehr wichtig.

Kreditvergabemöglichkeiten und zusätzliche KFW-Sonderprogramme

Der Bund hat die bestehenden Instrumente zur Flankierung des Kreditangebots der Geschäftsbanken und Sparkassen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht. Zwei Punkte sind für das Handwerk besonders wichtig.

Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein

Die Kreditvergabemöglichkeiten der Bürgschaftsbanken - also auch der Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein - werden deutlich ausgeweitet: Der Bürgschaftshöchstbetrag wird auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Die Obergrenze von 35 Prozent Betriebsmitteln am Gesamtobligo der Bürgschaftsbanken wird auf 50 Prozent erhöht. Um die Liquiditätsbereitstellung zu beschleunigen, eröffnet der Bund die Möglichkeit, dass die Bürgschaftsbanken Bürgschaftsentscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig und innerhalb von drei Tagen treffen können.

Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein bietet in diesem Zusammenhang bis zum 31. Dezember 2020 das Programm BB Express an. Damit können unter anderem Liquiditätskredite bis 300.000 Euro gegenüber der Hausbank mit 80 Prozent Verbürgung abgesichert werden.

KFW-Schnellkredit für den Mittelstand

Für Unternehmen, die krisenbedingt vorrübergehend in ernsthaftere Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind und daher nicht ohne weiteres Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben, stehen Sonderprogramme bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung.

Als Kernelement hat die Bundesregierung den KfW-Schnellkredit für den Mittelstand beschlossen. Dieser Kredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit dem 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind. Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu drei Monatsumsätzen des Jahres 2019: maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von über 50 Mitarbeitern und maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50. Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen. Der Zinssatz beträgt aktuell drei Prozent, die Laufzeit zehn Jahre. Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100 Prozent durch die KfW - abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit zügig bewilligt werden.

Weitere Infos

KfW-Corona-Hilfe

Wichtig: Kontakt zur Hausbank

Betriebe, die von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind, sollten sich zunächst an ihre Hausbank wenden (soweit vorhanden). So kann sichergestellt werden, dass ergänzend zu den derzeit auf den Weg gebrachten staatlichen Soforthilfen die bestmöglichen Finanzierungs- und Förderinstrumente genutzt werden. Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie private Banken haben erklärt, dass sie in der aktuellen Krise an der Seite ihrer Kunden stehen. Vor dem Hintergrund der Corona-Situation ändern die Institute derzeit vielfach ihre Öffnungszeiten und veröffentlichen aktuelle Hinweise dazu, wie sie für ihre Kunden telefonisch oder online erreichbar sind. Behalten Sie daher bitte die Webseite Ihrer Bank oder Sparkasse im Blick.

Hilfen bei Arbeitsausfällen

Das Coronavirus kann durch Lieferengpässe oder Schutzmaßnahmen kurzfristig erhebliche Arbeitsausfälle verursachen. Wie Handwerksbetriebe und Beschäftigte damit umgehen können, erfahren sie auf dieser Seite.

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Steuern und Sozialabgaben: Entlastungsmaßnahmen aus dem Konjunkturpaket vom 3. Juni 2020

Senkung der Umsatzsteuer: Handlungsbedarf für Betriebe

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Corona-Konjunkturpakets eine befristete Senkung der Umsatzsteuersätze für das 2. Halbjahr 2020 beschlossen. Der Umsatzsteuerregelsatz soll von 19 Prozent auf 16 Prozent abgesenkt werden, der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent auf 5 Prozent. Die Änderungen treten zum 1. Juli 2020 in Kraft und gelten bis zum 31. Dezember 2020. Ziel dieser Maßnahme ist, die Kaufkraft der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und dadurch die Wirtschaft zu beleben.

Die vorgesehene Absenkung betrifft alle Handwerksbetriebe. Sie hat unter anderem Auswirkungen auf Angebote, Verträge, Gutscheine und Anzahlungen. Zur Orientierung für Handwerksbetriebe hat der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) ein Merkblatt erstellt: Darin können Betriebe nachlesen, auf welche Leistungen die neuen Umsatzsteuersätze anzuwenden sind und was bei der Abgabe von Angeboten, dem Abschluss von Verträgen sowie bei Anzahlungen und Gutscheinen bereits jetzt beachtet werden sollte.

In der Praxis werden sich durch die Umsatzsteuersenkung zahlreiche Detailfragen ergeben, etwa bei notwendigen Softwareanpassungen und Kassenumstellungen. Die Handwerkskammer empfiehlt allen Betrieben, sich rechtzeitig mit ihrem Softwareanbieter zu besprechen und ergänzend an den zuständigen Steuerberater zu wenden. Das Bundesfinanzministerium hat zum Thema Anwendungsschreiben für die Finanzbehörden veröffentlicht und weist darauf hin, dass sich Betriebe für Auskünfte zu Einzelfragen auch an ihr zuständiges Finanzamt wenden können.

Ausweitung der Abschreibungsmöglichkeiten

Unternehmen erhalten für die Steuerjahre 2020 und 2021 befristet verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für bewegliche Wirtschaftsgüter wie beispielsweise Maschinen. Als steuerlicher Investitionsanreiz wird eine degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeit geltenden AfA und maximal 25 Prozent pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in den Steuerjahren 2020 und 2021 eingeführt.

Erweiterte Möglichkeiten zur steuerlichen Verlustverrechnung

Die Möglichkeiten, Verluste steuerlich mit Gewinnen des Vorjahres zu verrechnen, werden ausgeweitet. Der steuerliche Verlustrücktrag wird für 2020 und 2021 auf maximal fünf Millionen Euro (bzw. zehn Millionen Euro bei Zusammenveranlagung) erweitert. Außerdem wird die Möglichkeit geschaffen, den Rücktrag schon in der Steuererklärung für 2019 nutzbar zu machen, zum Beispiel über die Bildung einer steuerlichen Corona-Rücklage. Die Auflösung dieser Rücklage erfolgt spätestens bis zum Ende des Jahres 2020.

Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge bis Ende 2021

Mit der „Sozialgarantie 2021“ werden die Sozialversicherungsbeiträge bis 2021 bei maximal 40 Prozent stabilisiert. Darüber hinausgehende Finanzbedarfe der Sozialversicherungen werden aus dem Bundeshaushalt gedeckt.

Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, werden die Möglichkeiten zur Stundung von Steuerzahlungen, zur Senkung von Vorauszahlungen und im Bereich der Vollstreckung verbessert.

Die Landesregierung ermöglicht zinslose Steuerstundungen für betroffene Unternehmen. Unmittelbar und erheblich betroffene Steuerpflichtige können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern, sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- Körperschaftsteuer stellen. Erleichterungen werden beim Nachweis der durch die Auswirkungen des Coronavirus geänderten Situation gewährt.

Ansprechpartner

Aufgrund der Vielzahl an möglichen Einzelmaßnahmen empfehlen wir Ihnen, sich ergänzend an Ihren Steuerberater zu wenden.

FAQs zu steuerlichen Liquiditätshilfen

An wen ist der Stundungs- oder Erlassantrag zu richten?

Das kommt auf die Steuer an. So ist beispielswiese ein Stundungsantrag betreffend der Einkommen- oder Körperschaftsteuer an das örtlich zuständige Finanzamt zu richten. Dagegen sind für die Stundung oder den Erlass der Gewerbesteuer in Schleswig-Holstein die Gemeinden zuständig.

Wie ist der Antrag auf Steuerstundung zu stellen?

Der Antrag auf Steuerstundung wird formlos gestellt.

Sind auch Stundungen für nach dem 31. Dezember 2020 fällige Steuern möglich?

Ja, aber sie müssen besonders begründet werden. Die Nachweiserleichterungen gelten nur für bis zum 31. Dezember 2020 gestellte Anträge.

Wie erreiche ich das Finanzamt?

Die Finanzämter sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Bürgerinnen und Bürger können ihre steuerlichen Angelegenheiten dennoch weiterhin klären: Die Finanzämter sind zu den gewohnten Zeiten per Telefon, Fax oder Brief zu erreichen.


Kontaktdaten der Finanzämter

Werden Vollstreckungsmaßnahmen für Betroffene ausgesetzt?

Ja. Von Vollstreckungsmaßnahmen bei unmittelbar und erheblich betroffenen Steuerpflichtigen soll bis zum 31. Dezember 2020 bei allen rückständigen oder bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Steuern, die unter Punkt 1 genannt sind, abgesehen werden.

Weitere FAQs zu steuerlichen Maßnahmen

FAQs vom Bundesfinanzministerium (221,4 KB)

Matrix zur Liquiditätssicherung

Übersicht zu steuerlichen Maßnahmen (215,7 KB)

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Grundsätzlich können Betriebe bei ihren Einzugsstellen (gesetzlichen Krankenkassen) die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge unter Hinweis auf Liquiditätsengpässe durch die Coronakrise beantragen. Allerdings müssen Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen der von Bund und Ländern bereitgestellten Rettungsschirme – z.B. Zuschüsse, Förderkredite oder Steuerstundungen – vorrangig in Anspruch genommen werden. Anträge zur Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen müssen an alle Krankenkassen gerichtet werden, bei denen die Mitarbeiter versichert sind. Sind Beschäftigte bei verschiedenen Krankenkassen versichert, muss der Stundungsantrag bei jeder Krankenkasse separat gestellt werden.

Weitere Infos

GKV-Spitzenverband

Unfallversicherung

Der Spitzenverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) weist darauf hin, dass Unfallversicherungsträger ebenfalls Beitragserleichterungen anbieten. Ein Antrag auf Stundung von Unfallversicherungsbeiträgen ist bei der jeweiligen Berufsgenossenschaft zu stellen.

Handwerkerrentenversicherung – Beiträge können bis 31. Oktober 2020 ausgesetzt werden

Selbständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind (in der Regel über die Handwerkerrentenversicherung) und durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, können auf Antrag ihre Beitragszahlung bis 31. Oktober 2020 aussetzen. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin. Betroffene können sich unter Hinweis auf die Corona-Pandemie formlos an ihren Rentenversicherungsträger wenden und eine Aussetzung der laufenden Beitragszahlung beantragen.