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Urlaubsansprüche-Hinweispflicht Arbeitgeber

Mit Informationsschreiben vom September 2019 haben wir Ihnen bereits mitgeteilt, dass infolge eines Urteils des Bundesarbeitsgerichtes Arbeitgeber verpflichtet sind, Arbeitnehmer rechtzeitig auf den Verfall von Urlaubstagen hinzuweisen. Ansonsten tritt der nicht genommene Urlaub zum Urlaubsanspruch des Folgejahres hinzu.

Insoweit verweisen wir nochmals auf die Informationen auf unserer Homepage unter LINK

Dieser Information bedarf es nicht nur für die Anzahl der Urlaubstage, die dem Arbeitnehmer für das aktuelle Kalenderjahr zustehen, sondern auch für Resturlaubsansprüche aus dem Vorjahr, die in das neue Jahr übertragen wurden und mit Ablauf des 31.03.2020 verfallen würden. Wir empfehlen Ihnen, die Information über eventuell noch bestehenden Resturlaub sowie die Pflicht des Arbeitnehmers bzw. das Angebot des Arbeitgebers, diesen bis zum 31.03.2020 zu nehmen, zusammen mit dem Hinweis für Urlaubsansprüche aus dem Jahr 2020 zu verbinden.

Die Kerninformation könnte in etwa wie folgt lauten:

Wichtig: Bitte nehmen Sie bis 31.03.2020 Ihren Resturlaub und bis zum 31.12.2020 Ihren Urlaub aus 2020!

….

Aus dem Jahr 2019 haben Sie noch ____________nicht genommene Urlaubstage, die in das Jahr 2020 übertragen wurden. Diese Urlaubstage müssen bis zum 31.03.2020 genommen werden, da sie ansonsten verfallen.

Für das Jahr 2020 haben Sie ___ Arbeitstage Urlaub. Wir weisen Sie darauf hin, dass Sie diesen bitte im Jahr 2020 beantragen und nehmen müssen, da er ansonsten zum 31.12.2020 verfällt, es sei denn, die Urlaubsgewährung ist aus dringenden betrieblichen Gründen oder aus einem in Ihrer Person liegenden Grund nicht möglich.

Hiermit räumen wir Ihnen ein, den Ihnen zustehenden Urlaub zu nehmen und fordern Sie auf, diesen innerhalb der genannten Fristen zu nehmen."