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Info-Newsletter zur Corona-Pandemie

11. Februar 2021

Gestern haben die Ministerpräsidenten zusammen mit der Bundeskanzlerin beschlossen, den Lockdown bis zum 7. März zu verlängern. Diese Verlängerung stellt für sehr viele Handwerksbetriebe eine schwere Belastung dar. In diesem Newsletter möchten wir Sie über die bereits bekannten Eckdaten informieren und Ihnen zudem unsere Meinung mitteilen, die wir genau so in Richtung der politischen Entscheidungsträger kommuniziert haben und weiterhin mit Nachdruck kommunizieren werden.

Bund-Länder-Beschluss vom 10. Februar 2021 – Detailumsetzung in Schleswig-Holstein noch offen
Zu unserem Bedauern konnten sich Bund und Länder gestern nicht auf einen detaillierten Stufenplan zu Öffnungen einigen. Dass Öffnungsschritte in der Wirtschaft – mit Ausnahme des Friseurhandwerks – jetzt grundsätzlich erst bei Unterschreitung einer 7-Tage-Inzidenz von 35 möglich sein sollen, birgt angesichts des hierzu bisher stets kommunizierten Inzidenzwertes von 50 und der sehr kritischen Situation vieler betroffener Betriebe die Gefahr eines weiteren Vertrauensverlustes in die Berechenbarkeit der Politik. Das Land Schleswig-Holstein steht nun in der Pflicht, der regionalen Wirtschaft auf Basis des Ende Januar vorgelegten Perspektivplans eine Orientierung zu geben, unter welchen Bedingungen Öffnungen möglich sein werden. Die Handwerkskammer wird sich wie bisher vehement für eine – epidemiologisch verantwortbare – frühestmögliche Öffnung der geschlossenen Betriebe und Wirtschaftsbereiche einsetzen. Für Schleswig-Holstein bleibt noch abzuwarten, wie die Detailumsetzung vor Ort ausgestaltet wird. Sobald uns diesbezüglich rechtssichere Informationen vorliegen, werden wir Sie umgehend informieren. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir dafür immer erst die neue Landesverordnung aus Schleswig-Holstein abwarten müssen.
Mehr lesen: www.hwk-luebeck.de/corona-landesregelungen  

Anträge auf Überbrückungshilfe III jetzt möglich
Anträge auf Überbrückungshilfe III können – nach wochenlangen, nicht nachvollziehbaren Verzögerungen bei der Umsetzung durch die Bundesregierung – ab sofort über Steuerberater, Wirtschafts- und Buchprüfer gestellt werden. Betroffenen Betrieben empfehlen wir, sich hierzu rasch mit ihren Steuerberatern in Verbindung zu setzen. Betriebe, die keinen Steuerberater haben, können bei der Steuerberaterkammer Schleswig-Holstein unter der E-Mail-Adresse info(at)stbk-sh.de eine Liste von Steuerberatern anfordern, die noch Mandanten aufnehmen. Nach Beginn der Antragstellung sollen ab dem 15. Februar zunächst Abschlagszahlungen auf die beantragten Fixkostenzuschüsse in Höhe von bis zu 100.000 Euro erfolgen. Die darüber hinausgehenden Auszahlungen sollen im März 2021 beginnen. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe III endet am 31. August 2021.
Mehr lesen: www.hwk-luebeck.de/corona-finanzielle-hilfen

Antragsstart der Neustarthilfe für Soloselbstständige bis Ende Februar zu erwarten
Extrem unbefriedigend ist, dass die innerhalb der Überbrückungshilfe III geplante Neustarthilfe für Soloselbstständige in Höhe von insgesamt bis zu 7.500 Euro derzeit noch nicht beantragt werden kann. Die Handwerkskammer kritisiert diese erneute Verzögerung gegenüber der Politik scharf und fordert, dass nun alles für einen zeitnahen Antragsbeginn getan wird. Der Antragsstart soll bis Ende Februar 2021 erfolgen. Direktanträge sollen dann auf der Plattform des Bundes www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden können. Soloselbstständige, die den Antrag ohne Steuerberater stellen wollen, müssen für den Zugang zum Antragsportal ein Elster-Zertifikat beantragen. Die (erstmalige) Registrierung im Elster-Portal kann aufgrund der erforderlichen Übersendung der Aktivierungsdaten einige Tage dauern. Wir empfehlen Soloselbständigen das Zertifikat schnellstmöglich zu beantragen.
Mehr lesen: www.hwk-luebeck.de/corona-finanzielle-hilfen
Elster-Zertifikat:  www.elster.de/eportal/start

Sonderumfrage zur Steuerbelastung von Unternehmen in der Corona-Krise
Die näher rückende Bundestagswahl und die Herausforderungen der Corona-Pandemie befeuern Diskussionen über Steuerreformen. Damit die Handwerksorganisation hierzu gegenüber der Politik die Interessen der Handwerksbetriebe vertreten kann, würden wir uns sehr freuen, wenn sie an einer vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn durchgeführten Umfrage teilnehmen. Die Beantwortung dauert etwa 15 Minuten.
Zur Umfrage: https://bit.ly/3a7gDVU

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