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Aktionsmaterialien für den 19.1.2024: Zeit zu machen

16.01.2024

Auch im Handwerk steigen Frust und Unzufriedenheit über hohe bürokratische Belastungen, mangelnden politischen Gestaltungswillen, eine negative wirtschaftspolitische Entwicklung in Deutschland und mangelnde Planbarkeit. Es ist viel Vertrauen verloren gegangen. Bei vielen Betrieben und Beschäftigten herrscht der begründete Eindruck: Die zahlreichen Probleme im Land werden von der Politik nicht angepackt – von spürbarem Bürokratieabbau bis zur Behebung der Bildungsmisere. Bereits beschlossene Punkte werden nicht konsequent umgesetzt, etwa das 14-Punkte-Maßnahmenpaket zur Baukrise. Dazu kommen steigende Kosten in allen Bereichen.

Kurzum: Es ist Zeit, dass die Politik endlich ins Machen kommt. Die schlechte Stimmung im Handwerk ist mit der Erwartungshaltung verbunden, auf die sich zuspitzende Lage aufmerksam zu machen und sichtbare Zeichen für eine bessere Wirtschafts- und Standortpolitik in unserem Land zu setzen.

Grundsätzlich gilt natürlich: Es steht jeder Handwerkerin und jedem Handwerker frei, persönlichen Unmut zu äußern und dabei auch vom Versammlungsrecht Gebrauch zu machen. Hierbei ist jedoch besondere Sensibilität gefragt, sich politisch nicht vereinnahmen zu lassen. Als Organisationen nehmen der ZDH und die Handwerkskammern andere Formen der Einflussnahme als die Demonstration auf der Straße wahr, auch wenn dies manchmal frustrierend lange dauert.

Der ZDH und die Handwerkskammern werden daher nicht zu Demonstrationen und Protestaktionen aufrufen und sich auch nicht daran beteiligen. Wir vertreten mehr als 22.000 Mitgliedsbetriebe in unserem Kammerbezirk mit ihren Beschäftigten, die sehr unterschiedliche Auffassungen, Interessen und auch sehr differenzierte Haltungen zu den aktuellen Protesten haben. Unsere Neutralitätspflicht gebietet uns diese Zurückhaltung, damit wir auch in Zukunft mit den jeweiligen Regierungen neutral verhandeln können. Wir sind weder Oppositionspartei noch verlängerter Arm der Regierung.

Wir haben aber eine Vielzahl von Anfragen erhalten, welche Maßnahmen im Handwerk geplant sind. Vor diesem Hintergrund möchten wir über das betriebsbezogene Aktionsformat „Zeit, zu machen" informieren, das es auf Initiative mehrerer Handwerksorganisationen am Freitag, den 19.01.2024, um 11:00 Uhr deutschlandweit geben soll. Dabei werden Handwerkerinnen und Handwerker verschiedene Aktionsformate nutzen, um auf ihre Situation hinzuweisen. Der ZDH hat für diese Aktion entsprechende Motive entwickeln lassen, die unter folgendem Downloadlink verfügbar sind.

Darunter befinden sich unter anderem Vorlagen zu den Themen

  1. Belastungsstopp
  2. Bürokratie abbauen
  3. Leistung wertschätzen
  4. Bezahlbare Energie  

Die Botschaften sind bewusst breit gewählt, damit sich möglichst viele Gewerke dahinter versammeln können.

Der ZDH erarbeitet mit den Handwerksorganisationen zudem weitere Aktivitäten, über die wir zeitnah informieren werden.