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Haushaltszahlen

Finanzierungsgrundlagen

Die umfangreichen Aufgaben der Handwerkskammern erfordern eine solide Finanzierung. Den Rechtsrahmen dafür bildet die Handwerksordnung, nach der die Handwerkskammern für Amtshandlungen und die Inanspruchnahme besonderer Einrichtungen oder Tätigkeiten Gebühren erheben können (§ 113 Abs. 4 HwO). Darüber hinaus können die Mitglieder zur Entrichtung von Beiträgen herangezogen werden (§ 113 Abs. 1 HwO). Gebühren- und Beitragsordnung werden von der Rechtsaufsicht genehmigt.

Zu einer soliden Finanzierung gehört Eigenkapital, das eine angemessene Risikovorsorge ermöglicht. Beispielsweise können die Handwerkskammern Rücklagen bzw. Rückstellungen für den Ausgleich wirtschaftlicher Schwankungen und die Renovierung von Gebäuden ausweisen. Die konkrete Ausgestaltung der Aufgaben und deren Finanzierung liegen in der Hand der Vollversammlungen der Handwerkskammern. Dabei werden regionale Wirtschaftskraft, Branchenstruktur oder auch besondere Herausforderungen durch die demografische Entwicklung und inhaltliche Schwerpunkte berücksichtigt.

Rechnungswesen

Die Handwerkskammern in Deutschland nutzen entweder die kameralistische oder die doppische Rechnungsführung. Die Kameralistik ist das gesetzlich vorgesehene System des Rechnungswesens öffentlicher Haushalte. Wesentliches Kennzeichen der Kameralistik ist, dass der Haushaltsplan alle Einnahmen und Ausgaben aufführt, die im Haushaltsjahr geleistet oder erzielt werden sollen.

Die Handwerkskammer Lübeck

Als Körperschaft des Öffentlichen Rechts hat die Handwerkskammer Lübeck im Rahmen ihrer Selbstverwaltung auch das Recht, eigene Regelungen für das Finanz- und Haushaltswesen zu treffen. Grundlage bildet in diesem Bereich eine von der Vollversammlung der Handwerkskammer beschlossene Haushaltsordnung. Für die Buchführung wird das Verfahren der Kameralistik eingesetzt. 

Der Haushalt der Handwerkskammer Lübeck ist in die Komplexe „Verwaltungshaushalt“ und „Vermögenshaushalt“ unterteilt. Im Verwaltungshaushalt werden die zu erwartenden Verwaltungseinnahmen und die voraussichtlich zu leistenden Verwaltungsausgaben (Personalausgaben und Sachausgaben) veranschlagt und bewirtschaftet. Der Vermögenshaushalt enthält vor allem die Investitionen, wie z. B. Beschaffungen höherwertiger Wirtschaftsgüter sowie Neubau- und Umbaumaßnahmen.

Der Haushalt 2017 wurde von der Vollversammlung der Handwerkskammer Lübeck am 13.12.2016 beschlossen. Die Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde erfolgte am 07.03.2017.

Einnahmen 2017

Die folgende Grafik zeigt die Struktur der Einnahmen des Verwaltungshaushalts 2017.

Das Bild zeigt die Grafik zu den Einnahmen des Verwaltungshaushaltes 2017

Grafik: Einnahmen Verwaltungshaushalt 2017

Ausgaben 2017

Die folgende Grafik zeigt die Struktur der Ausgaben des Verwaltungshaushalts 2017.

Das Bild zeigt die Grafik zu den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes 2017

Grafik: Ausgaben Verwaltungshaushalt 2017

Investitionen 2017

Die folgende Grafik zeigt die Struktur der Ausgaben im Vermögenshaushalt 2017.

Das Bild zeigt die Grafik zu den Investitionen 2017

Grafik: Investitionen 2017

Im Vermögenshaushalt plant die Handwerkskammer Lübeck für Investitionen in einer Gesamthöhe von 4,55 Mio. Euro eine Rücklagenentnahme in Höhe von 2,14 Mio. Euro sowie Einnahmen aus Fördermitteln vom Bund und dem Land Schleswig-Holstein in Höhe von 2,28 Mio. Euro.

Jahresrechnung

Im Folgenden gibt es einige Informationen zu der jeweils aktuellsten beschlossenen Jahresrechnung. Unter Berücksichtigung von internen Verrechnungen zwischen den verschiedenen Standorten der Handwerkskammer Lübeck wurden 2016 Gesamteinnahmen in Höhe von 27.373.216,75 Euro realisiert. Dem stehen Gesamtausgaben in Höhe von 24.911.707,33 Euro gegenüber. Die Jahresrechnung 2016 schließt im Verwaltungshaushalt mit einem Überschuss von 2.461.509,42 Euro ab. Für Investitionen werden im Rahmen der Jahresrechnung Eigenmittel in Höhe von 943.949,52 Euro benötigt.

Aufteilung der Ausgaben 2016

Die folgende grafische Darstellung zeigt einen zweiten, etwas anders strukturierten Blick auf die Ausgaben des Verwaltungshaushalts. Grundlage ist auch hier die jeweils aktuellste beschlossene Jahresrechnung. Es wird deutlich, dass die Handwerkskammer Lübeck 2016 rund 68 Prozent ihrer Ausgaben in die Berufsbildung investiert und die hoheitlichen Aufgaben mit 4,48 Prozent einen eher geringen Anteil an den Ausgaben haben.

Das Bild zeigt eine Grafik zu den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes 2016

Grafik: Ausgaben Verwaltungshaushalt 2016

Rücklagen Jahresrechnung 2016

Der Stand der Rücklagen in der Jahresrechnung 2016 ist der folgenden Grafik zu entnehmen. Bei der Investitionsrücklage handelt es sich um bisher angesparte Eigenmittel, die für die in den nächsten Jahren zwingend notwendigen Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudebestand unserer vier Berufsbildungsstätten bereits komplett verplant sind.

Das Bild zeigt die Grafik zu den Rücklagen in der Jahresrechnung 2016

Grafik: Rücklagen JR 2016