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Fortbildungslehrgang Markenzeichnen Generationenfreundlicher Betrieb Modul I-IV

Lehrgang

Markenzeichnen Generationenfreundlicher Betrieb Modul I-IV

Im Bereich

Betriebsführung

Lehrgangsziel

Eine älter werdende Gesellschaft und der wachsende Markt „50 Plus“ bergen viel Potenzial für engagierte Handwerker. Das neue Markenzeichen „Generationenfreundlicher Betrieb Service + Komfort“ signalisiert Ihren Kunden, dass Ihr Betrieb die unterschiedlichen Bedürfnisse passgenau bedient. Egal ob jung oder alt, gesund oder gehandycapt, aktiv oder bewegungseingeschränkt. Sie gehen auf die besonderen Wünsche und Nöte Ihrer Kunden individuell ein.
Das Markenzeichen richtet sich an Handwerksbetriebe aller Größen, insbesondere Bau- und Ausbaugewerbe, die generationenfreundliche Produkte und Dienstleistungen entwickeln, anbieten und wirksam vermarkten wollen.
Voraussetzung für die Betriebe ist eine Teilnahme an dieser Schulung oder der Nachweis einer vergleichbaren Qualifikation.

Zusatznutzen durch die Fachgemeinschaft barrierefreies Bauen + Wohnen: Innungsmitglieder der Elektro, Bau, Metall, SHK und Holzgewerke haben die Möglichkeit, einen Teil der Schulung über die Fachgemeinschaft barrierefreies Bauen + Wohnen zu absolvieren. Damit ist eine Mitgliedschaft in der Fachgemeinschaft möglich und zusätzlich zum Markenzeichen kann mit dem Fachgemeinschafts-Logo auf diese besondere Qualifikation hingewiesen werden.

Inhalte

Modul I - Einführung und Grundlagen (8 U-Std.)
Umfassende Einführung in das Thema „Demografie und Barrierefreiheit“ anhand konkreter Beispiele aus der Praxis. Eine im Vorfeld den Teilnehmern zur Verfügung gestellte Anforderungscheckliste fragt vorhandene Erfahrungen zum Thema ab. Durch den workshopartig gestalteten Beginn mit der Vorstellung der Teilnehmer anhand der Anforderungscheckliste wird ein praxisorientierter und themenübergreifender Einstieg in das Thema garantiert. Vorstellungsrunde der Teilnehmer anhand der im Vorfeld erstellten Anforderungscheckliste und mitgebrachter bzw. erläuterter praxisbezogener Beispiele. Einführung in das Thema Demografie anhand von regionalen Zusammenhängen und Auswirkungen. Vorstellung von Beispielen aus den Themenkomplexen:
Ambient Assisted Living (AAL), „Universal Design“, Anwendungen von Barrierefreiheit, „Design für alle“ bis hin zu Umsetzungsprozessen. Darstellung der Vielfalt aktueller und zukünftiger Wohn- und Lebensformen, Stadt-Land-Unterschiede, haushaltsnaher Dienstleistungen und dem gezielten Vernetzen von Services sowie Krankheitsbildern im Alter und deren Auswirkungen auf den Wohnalltag. Einführung in die Chancen und Prozesse im eigenen Betrieb, Sensibilisierung für die Gestaltung von Kundenräumen / Ausstellungsräumen / Kommunikationsflächen und -räumen sowie der Wissensweitergabe und -entwicklung im Betrieb. Erläuterungen zu aktuellen und zukunftsweisenden Marktprozessen und -bedürfnissen und der Darstellung von Netzwerken und deren Chancen.

Modul II – Marketing und Kommunikation (4 U-Std.)
Erkunden der Besonderheiten unterschiedlicher Zielgruppen und der heute gängigen Handlungsketten der Akteure. Mögliche Marktzugänge und empfohlene Kommunikationswerkzeuge werden anhand von Beispielen erläutert. Einführung in Zielgruppen – Eigenschaften – Handlungsketten. Ausführungen und Praxisübungen zu Beratungsetikette und Sprache (zielgruppengerechte Kommunikation). Nutzung von bewährten und neuen Kommunikationswerkzeugen, Einbindung neuer Dienstleistungen und Produkte in den vorhandenen Unternehmensauftritt, Nutzung lokaler Netzwerke, Serviceketten und losen Kooperationen (auch außerhalb des Handwerks) .

Modul III - Normen und Rahmenbedingungen (2 U-Std.)
Nach einem Überblick über die aktuellen Normen und deren Anwendung gilt Modul III der Veranschaulichung von umgesetzten Projekten im Normenumfeld. Anhand konkreter Umsetzungen werden hier auch die in der Praxis auftretenden Grenzen, besonderen Raumsituationen und speziellen Anforderungen dargestellt. Kurzdarstellungen der Normen (insb. DIN 18040), Recherchemöglichkeiten und Bezugsquellen. Veranschaulichung anhand von Handlungsfeldern und Räumen durch konkrete Beispiele. Darstellung der Grenzen von Normung, besondere Raumsituationen, Anforderungen und Kollisionen mit Bauvorschriften.

Modul IV – Finanzierung (1 U-Std.)
Die regional verschiedenen Möglichkeiten von Förderprogrammen und Ansprechpartnern. Die bundesweit vorhandenen Förderstrategien und mögliche Informationsquellen werden kurz dargestellt. Regionale wie lokale Förderstrategien und Programme. Darstellen bundesweit gültiger Fördermöglichkeiten (KfW, Berufsgenossenschaften, Pflege- und Sozialkassen, etc.).

Seminarabschluss - Verpflichtungserklärung (1 U-Std.)
Erläuterung der Verpflichtungserklärung, um die Anforderungen und
Handlungsbedarfe herauszustellen. Die Verpflichtungserklärung wird auch für die Vergabe des Markenzeichens an Betriebe, die sich bereits anderweitig auf gleichem Niveau qualifiziert haben, genutzt. Es ist zu empfehlen, dass die Berater der Handwerkskammern und Verbände die Verpflichtungserklärung zum Anlass nehmen, ein wiederkehrenden „CheckUp“ in den Betrieben durchzuführen. Hinweis: Von einer strengeren Verpflichtungs- oder Prüfungscheckliste ist aus Gründen der schwierigen Handhabbarkeit und Durchführbarkeit bisher abgesehen worden.

Zielgruppe

interessierte Handwerker

Unterrichtszeit

Dauer

16 U-Std.

Termin

auf Anfrage

Abschluß

Teilnahmebescheinigung

Veranstaltungsort

Fortbildungszentrum Lübeck
Konstinstr. 2 a
23568 Lübeck

Veranstalter

Handwerkskammer Lübeck / Fortbildungszentrum Lübeck

Preis

Modul I: 130,00 EUR
alle Module: 260,00 EUR

Leiter/in

Herr Hofmann

Ansprechpartner/in

Frau Verena Fernolendt; Tel: 0451/38887-768; E-Mail: vfernolendt@hwk-luebeck.de