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Einstiegsqualifizierung

Die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ) bereitet Jugendliche und junge Erwachsene auf eine Ausbildung vor. Sie ist ein sozialversicherungspflichtiges Praktikum und dauert zwischen sechs und zwölf Monate. Die Teilnehmer erhalten eine Vergütung, die bezuschusst wird.

Die Einstiegsqualifizierung mit Handwerkskammer-Zertifikat ist eine Initiative des Handwerks im Rahmen des nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs.

Perspektive für den Nachwuchs

Die Einstiegsqualifizierung erleichtert den Weg in eine geregelte Ausbildung. Jugendliche unter 25 Jahren, die am 31. Oktober des laufenden Jahres noch keine Lehrstelle gefunden haben, erhalten mit der Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit einen Ausbildungsberuf, einen Betrieb und das Berufsleben kennenzulernen. Der Übergang in eine Ausbildung oder Beschäftigung ist jederzeit möglich. Der Betrieb stellt zum Ende der Einstiegsqualifizierung eine differenzierte Beurteilung aus, mit dem der Jugendliche sich bewerben kann.

Investition für den Betrieb 

Auch Handwerksbetriebe profitieren von der Einstiegsqualifikation: Betriebsinhaber können ihren potenziellen Nachwuchs erst einmal kennenlernen. Oder anders gesagt: Sie sehen mehr als ein Schulzeugnisse aussagen kann. Die Jugendlichen können ihnen zeigen, was in ihnen steckt. Zudem haben Betriebe die Möglichkeit, durch Abbrüche freigewordene Ausbildungsstellen schnellstmöglich wiederzubesetzen.

Ansprechpartner

 Frauke Bartelt

Frauke Bartelt

Ausbildungsberatung

Telefon: 0451 1506-269
Fax: 0451 1506-258
fbartelt@hwk-luebeck.de

Die EQ in der Praxis

Qualifizierungsbausteine

Die Einstiegsqualifizierung wird zwischen Betrieb und Jugendlichen vertraglich geregelt. Die Inhalte und Tätigkeiten sind eng an die staatlichen Ausbildungsberufe geknüpft. Zur praktischen Durchführung der Einstiegsqualifizierung hat die Handwerksorganisation mehr als 118 Qualifizierungsbausteine entwickelt.

Berufsschule

Für Jugendliche, die eine Einstiegsqualifizierung absolvieren, besteht eine Berufsschulpflicht. Der Berufsschulunterricht wird in den entsprechenden Fachklassen der jeweils zuständigen Berufsschule durchgeführt. Die Betriebe melden ihre Teilnehmer in der Einstiegsqualifizierung bei der zuständigen Berufsschule an.

Flexible Laufzeit

Die Laufzeit des Qualifizierungsvertrages kann zwischen sechs und zwölf Monaten betragen. Dabei können verschiedene Qualifizierungsbausteine miteinander kombiniert werden. Idealerweise soll die Einstiegsqualifizierung so terminiert werden, dass ein nahtloser Übergang in eine Ausbildung zum Beginn des nächsten Ausbildungsjahres möglich ist. Im Einzelfall kann auf Antrag des Betriebes ein Teil der Qualifizierung auf eine nachfolgende Ausbildung angerechnet werden.

Teile der Vergütung werden erstattet

Die örtlich zuständige Agentur für Arbeit/ Jobcenter erstattet auf Antrag des Arbeitgebers monatlich nachträglich Teile der Vergütung bis max. 231,00 EUR und den pauschalisierten Gesamtsozialversicherungsbeitrag in Höhe von 116,00 EUR. Hinweis: Tarifliche Vereinbarungen müssen beachtet werden.