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Dänemark

 

Feste Fehmarnbeltquerung

Hier finden Sie Informationen rund um den Bau der Querung.

Verstärkte Baustellenkontrollen zu Staubbelastung und Ergonomie

Seit März 2022 führt die dänische Arbeitsschutzbehörde auf Baustellen unangemeldete Kontrollbesuche durch, bei der besonders auf Staub und physische Belastungen, z.B. durch schweres Heben, geachtet wird. Bei ihren Besichtigungen der Baustellen achtet die Arbeitsschutzbehörde darauf, ob:

  • staubschwache Arbeitsmethoden angewendet werden
  • staubintensive Arbeiten von anderen Arbeiten getrennt ausgeführt werden
  • geeignete technische Hilfsmittel, um schweres Heben und Tragen zu vermeiden, benutzt werden

Auch das Arbeitsumfeld in den Unternehmen wird während der Besuche genauer betrachtet.

Umsatzsteuer nicht zu früh überweisen

Wer in Dänemark umsatzsteuerpflichtig ist, muss in der Regel vierteljährlich eine Umsatzsteuererklärung abgeben und die Steuer an die Finanzbehörden überweisen. Dafür sind ein Monat und zehn Tage nach Ablauf des Quartals Zeit. Die Umsatzsteuererklärung kann nicht vor Ablauf des Quartals eingereicht werden.

Achtung: Wer die geschuldete Umsatzsteuer mehr als fünf Tage vor Ablauf der Frist überweist, riskiert, dass das Finanzamt die Zahlung nicht zuordnen kann und das Geld zurück überweist. Überweist man daraufhin zum zweiten Mal die Steuer nach Ablauf der Frist, erhebt die Steuerbehörde Skat Verzugszinsen und eine Mahngebühr.

Tägliche Geldstrafe bei fehlender RUT-Meldung

Ausländische Betriebe, die in Dänemark vorübergehend Dienstleistungen erbringen, müssen dies dem Register für ausländische Dienstleister (RUT) elektronisch melden. Eine fehlende Meldung wird mit einer Geldbuße von 10.000 DKK bestraft. Seit dem 1. Juli 2018 kann die dänische Arbeitsschutzbehörde ausländischen Unternehmen zusätzlich tägliche Geldstrafen von 1.500 DKK auferlegen, wenn sie der RUT-Meldepflicht nicht nachkommen.

Elektro-, Gas- und Sanitärzulassung: Zertifizierungspflicht abgeschafft

Installationsarbeiten sind in Dänemark zulassungspflichtig. Bisher war ein zertifiziertes Qualitätsmanagement-System (z. B. ISO 9001) Voraussetzung für die Zulassung. Nach einer Beschwerde der Handwerkskammer Schleswig-Holstein bei der EU-Kommission wurde diese Voraussetzung abgeschafft. Wer zertifiziert ist, kann die bestehende Zertifizierung weiterhin für die Zulassung nutzen. Ansonsten ist es bei der Antragstellung ab sofort ausreichend, die Qualitätsmanagement-Prozesse ausführlich zu beschreiben. Eine Beschreibung in deutscher Sprache wird anerkannt.

Merkblatt zu Zulassung Elektro, SHK, Kanalbau, Gas (663 KB)

Kalkulationshilfe für Aufträge in Dänemark

Wir haben ein kostenfreies Kalkulationstool entwickelt, mit dem Sie Ihre Mehrkosten für die Auftragsabwicklung in Dänemark vorab berechnen können. Interesse? Dann sprechen Sie uns an. Gerne unterstützen wir Sie bei der Berechnung.

Auslandsmehrkosten auf dem Zettel

Erleichterungen bei Anwendung eines dänischen Tarifvertrages

Per Gesetz gilt in Dänemark das Urlaubskassenverfahren. Arbeitgeber zahlen monatlich einen Teil des Bruttoentgelts in eine Urlaubskasse ein, aus der der Arbeitnehmer während seines Urlaubs seinen Lohn bekommt. Gleiches gilt für das Entgelt an Feiertagen.

Ist das entsendende Unternehmen Mitglied der SOKA-BAU, werden die Zahlungen an die SOKA-BAU anerkannt. Eine Anerkennung in Deutschland gezahlter Leistungen ist seit dem 10. März 2017 auch für Unternehmen, die nicht der SOKA-BAU angehören, möglich. Erhält ein Arbeitnehmer, der nach Dänemark entsandt wird, weniger Urlaubs- oder Feiertagsgeld als in Dänemark vorgeschrieben, muss ihm die Differenz ausgezahlt werden. Dies muss deutlich aus seiner Lohnabrechnung hervorgehen.

Ebenso ist nun eine Anerkennung der betrieblichen Altersvorsorge, die die dänischen Tarifverträge vorsehen, möglich. Erhält ein Arbeitnehmer, der nach Dänemark entsandt wird, weniger betriebliche Altersvorsorge als ein dänischer Arbeitnehmer, muss ihm die Differenz ausgezahlt werden. Dies muss deutlich aus seiner Lohnabrechnung hervorgehen.