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Klimaanpassung und Prävention bei Extremwetterereignissen

Die Bewältigung der Folgen des Klimawandels ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Extreme Wetterlagen wie Hitzewellen, langanhaltende Trockenperioden oder heftige Unwetter treten immer häufiger auf und machen die Auswirkungen des Klimawandels auch in unserem Alltag unmittelbar spürbar. Um die damit verbundenen Risiken zu minimieren, reicht es nicht, ausschließlich auf Klimaschutz zu setzen. Ebenso wichtig ist es, unsere Städte, Gemeinden und Gebäude an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Eine weitsichtige Klimaanpassung ist deshalb ein essenzieller Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge [6].

Dominik Pohlmann Beratungsstelle für Innovation und Technologie (BIT), Nachhaltigkeit und Klimaschutz Telefon 0451 38887-743 dpohlmann@hwk-luebeck.de

Gefahren für die Bausubstanz

Insbesondere Gebäude sind gefährdet: Intensive Hitze beschleunigt die Alterung von Baumaterialien, kann zu Schäden, Verformungen und sogar Selbstentzündungen führen. Durch eine mangelhafte Dämmung oder falsches Lüften erhöht sich zudem das Risiko der Schimmelbildung. Bei Starkregen oder Hochwasser besteht die Gefahr, dass Wasser durch unzureichend gesicherte Öffnungen in Häuser eindringt oder durch überlastete Abwassersysteme zurückgestaut wird. Nicht selten werden Öltanks aufgeschwemmt, was zu erheblichen Umweltbeeinträchtigungen führen kann. Nach Stürmen zeigt sich ein typisches Bild: abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume und weitere Folgeschäden wie eindringendes Wasser durch beschädigte Gebäudehüllen oder herabgefallene Gebäudeteile [6].

Auswirkungen auf die Gesundheit

Auch der menschliche Organismus wird zunehmend belastet: Extreme Hitzeperioden nehmen zu und führen nicht nur zu einer Überhitzung der Innenräume, sondern wirken sich auch negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung aus. Die Jahre 2018 und 2019 haben die potenziellen Auswirkungen besonders in dicht besiedelten Stadtgebieten bereits eindrucksvoll vor Augen geführt [3].

Informationsangebote und Präventionsmaßnahmen

Um die Bevölkerung bestmöglich zu informieren und zu schützen, entwickeln Städte spezielle Hitzeportale. Das Hitzeportal der Hansestadt Lübeck etwa stellt hilfreiche Handlungsempfehlungen und Präventionsmaßnahmen bereit, damit sich die Menschen vor Überhitzung schützen können und das Aufheizen von Wohn- und Stadtbereichen reduziert wird. Das Portal bietet zudem konkrete Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Vorsorge vor Hitzeschäden [3].

Mit den steigenden Temperaturen infolge des Klimawandels häufen sich auch Starkregenereignisse. Ursache ist, dass wärmere Luft größere Mengen Wasser aufnehmen kann, was stärkere und häufigere Niederschläge zur Folge hat. Dies erhöht nicht nur die Gefahr von Hochwasser entlang von Flüssen, sondern auch das Risiko lokaler Überflutungen, insbesondere in Städten mit hoher Bebauungsdichte und begrenzter Kanalisation. Das Starkregenportal der Stadt Lübeck bietet hierzu gebündelte Informationen und empfiehlt wirksame Schutzmaßnahmen [4].

Ressourcen für Betriebe und Fachberatung

Als weiteres Beispiel hat die Hansestadt Hamburg das Informationsdokument „Hamburg schützt sich vor Starkregen“ veröffentlicht. Anhand von Bildern und Beispielen werden darin verschiedene Schutzmaßnahmen illustriert, die sich auch auf betriebliche Gebäude übertragen lassen [1].

Für Betriebe gibt es gezielte Angebote wie die „Checkliste – Klimaanpassung für Handwerksbetriebe“ des Netzwerks Klimaanpassung & Unternehmen.NRW. Mit dieser Checkliste können Betriebe ihre eigene Betroffenheit durch Wetterextreme einschätzen und überprüfen, welche Anpassungsmaßnahmen sie bereits umgesetzt haben [5].

Ergänzend dazu veröffentlichte die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main den Praxisleitfaden „Klimarobust Planen und Bauen: Ein Leitfaden für Gebäude im Bestand“. Der Leitfaden erklärt die typischen Folgen und Schäden durch unterschiedliche Extremwetterereignisse, zeigt anpassende und vorsorgende Maßnahmen auf und gibt sowohl Bewohnern als auch Handwerkern konkrete Handlungsempfehlungen. Fallbeispiele aus verschiedenen Gewerken unterstützen dabei, Kunden gezielt im Bereich der klimafesten Bauweise zu beraten [2].

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Literaturverzeichnis

[1] Hamburg Wasser. (2020). Hamburg schützt sich vor Starkregen. Abgerufen am 29. Juni 2026 von Hamburg Wasser: https://www.hamburg.de/resource/blob/55980/0922b7de1314c0074ec14106f46bed3d/d-broschuerestarkregen-data.pdf.

[2] Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. (Januar 2016). Klimarobust Planen und Bauen. Ein Leitfaden für Gebäude im Bestand. Abgerufen am 29. Juni 2026 von Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main: https://www.hwk-rhein-main.de/Webseiten-Assets/hwk-dokumente/beratung/HWK%20Klimarobust_web.pdf.

[3] Hansestadt Lübeck. (o. J. a). Hitzeportal. Tipps zum Umgang mit Hitzewellen. Abgerufen am 29. Juni 2026 von Hansestadt Lübeck: https://www.luebeck.de/de/stadtentwicklung/klima/anpassung-an-den-klimawandel/hitzeportal/hitzeportal.

[4] Hansestadt Lübeck. (o. J. b). Starkregenportal. Informationen und Maßnahmen zum Umgang mit Starkregen in Lübeck. Abgerufen am 29. Juni 2026 von Hansestadt Lübeck: https://www.luebeck.de/de/stadtentwicklung/klima/anpassung-an-den-klimawandel/starkregenportal/starkregenportal.

[5] Netzwerk Klimaanpassung & Unternehmen.NRW. (o. J.). Checkliste - Klimaanpassung für Handwerksbetriebe. Abgerufen am 29. Juni 2026 von Netzwerk Klimaanpassung & Unternehmen.NRW: https://klimaanpassung-unternehmen.nrw/wp-content/uploads/2026/04/NKU_BroschChecklisten-Handwerk_04_AKTIV.pdf.

[6] NordHandwerk. (11. November 2018). Der Klimawandel und die Folgen. Stürme, Starkregen, Hitzewellen. NordHandwerk.