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Handwerk in Schleswig-Holstein: 5.466 junge Menschen starten in die Ausbildung
Lübeck/Flensburg, 6. März 2026 – In Schleswig-Holstein haben im vergangenen Jahr insgesamt 5.466 junge Menschen einen Lehrvertrag in einem Handwerksbetrieb unterschrieben. Das bedeutet ein leichtes Minus von 73 neuen Verträgen im Vergleich zu 2024. 18 Prozent der neuen Auszubildenden sind junge Frauen. Der Anteil der Abiturienten im Handwerk liegt – wie im Vorjahr – bei 17 Prozent.
Zu den zahlenstärksten Ausbildungsberufen gehören weiterhin die Kraftfahrzeugmechatroniker mit 935 neuen Lehrverträgen, die Elektroniker mit insgesamt 620 Lehrverträgen und die Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, mit 520 neuen Verträgen.
Aufwärtstrend bei Friseuren und Bäckern hält an
Zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der neuen Lehrverträge im Friseurhandwerk gestiegen – von 194 im Jahr 2024 auf jetzt 219. Ebenfalls positiv entwickeln sich die Ausbildungszahlen bei den Bäckern: Hier wurden 86 neue Verträge abgeschlossen (2024: 72). Steigende Zahlen verzeichnen außerdem unter anderem die Zahntechniker, Dachdecker, Maler und Lackierer, Fleischer und Metallbauer.
Einige Berufe verzeichnen jedoch Rückgänge. So begannen im vergangenen Jahr 305 Tischler ihre Ausbildung, 18 weniger als im Jahr zuvor. Leichte Rückgänge gab es außerdem bei den Augenoptikern, den Hörakustikern, den Glasern und im Ausbildungsberuf Bäckerei-Fachverkäufer.
Azubis mit ausländischen Wurzeln immer wichtiger
Insgesamt befinden sich in Schleswig-Holstein 14.112 Personen in einer handwerklichen Ausbildung. Der Anteil der Auszubildenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit liegt aktuell bei 13 Prozent – ein Wert, der seit Jahren steigt. 2016 waren es 758 Personen, 2025 bereits 1.885. Ralf Stamer, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, bewertet die Entwicklung positiv: „Im Handwerk zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hinwill. Nach dieser Devise haben in den letzten Jahren Handwerksbetriebe im ganzen Land einen erheblichen Anteil daran gehabt, Personen mit Fluchthintergrund in die Ausbildung zu integrieren. Diese Menschen sind inzwischen ein ganz zentraler Baustein zur Fachkräftesicherung. Viele von ihnen planen im Handwerk ihre berufliche Zukunft und bilden sich zum Beispiel zur Meisterin oder zum Meister fort. Dieses Engagement bereichert das Handwerk und macht es zukunftsfähig.“