Ausländische Azubis und Fachkräfte

Syrien: Rückkehr ins Heimatland? 

In den nächsten drei Jahren sollen 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer in ihr Heimatland zurückkehren. So äußerte sich Bundeskanzler Friedrich Merz Ende März bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. Doch was würde das fürs Handwerk in unserem Kammerbezirk bedeuten?

Außer Frage steht, dass syrische Mitbürgerinnen und Mitbürger einen relevanten Anteil am Fachkräftenachwuchs im Handwerk haben. In den letzten Jahren kamen die meisten ausländischen Auszubildenden aus Syrien. Damit machen sie knapp 20 Prozent der Auzbis mit Migrationserfahrung aus. Die Syrerinnen und Syrer sichern somit das Handwerk im Kammerbezirk und gestalten es aktiv mit. Zahlreiche Menschen von ihnen haben sich eine Existenz aufgebaut und wurden erfolgreich integriert.  

Eine pauschale Rückkehrforderung wird der Bedeutung der Syrerinnen und Syrer für das Handwerk und für den gesamten deutschen Arbeitsmarkt nicht gerecht. Ihre Umsetzung würde den Fachkräftemangel in der Zukunft noch verschärfen. Die Politik sollte deshalb die Bleibewünsche gut integrierter Menschen gerade auch im Interesse des Wirtschaftsstandorts Deutschland respektieren.

Haben Sie Fragen dazu, wie es weitergeht? Bilden Sie gerade syrische Azubis aus oder beschäftigen sie syrische Fachkräfte? Melden Sie sich gerne bei uns – wir unterstützen Sie gern. Weitere Informationen sowie Beratungsangebote finden Sie an der Seite.